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Philipp Eng stand in seiner ersten DTM-Saison schon zwei Mal auf dem Podium
Philipp Eng stand in seiner ersten DTM-Saison schon zwei Mal auf dem Podium © LAT
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Für BMW-Fahrer Phlipp Eng verläuft die erste DTM-Saison besser als erwartet - Lobende Worte von DTM-Champion Rene Rast: "Da kann man nur den Hut ziehen"

Im dritten DTM-Rennen zum ersten Mal auf dem Podium: Philipp Eng bestreitet zwar sein erstes Jahr in der deutschen Tourenwagenserie, doch durch starke Leistungen in der ersten Saisonhälfte hat er bewiesen, dass er kein Rookie im sprichwörtlichen Sinne ist. Der 28-jährige Salzburger wurde am Lausitzring und in Budapest jeweils Dritter und ist insgesamt vier Mal aus der ersten Startreihe ins Rennen gegangen, davon einmal von der Pole-Position. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. "In Summe durchaus eine zufriedenstellende erste Saisonhälfte in meiner DTM-Karriere", fasst Eng zusammen.

Der Österreicher muss sich als bislang bester DTM-Neuling 2018 Vergleiche mit dem amtierenden DTM-Champion Rene Rast gefallen lassen, der in seinem ersten vollen DTM-Jahr auf Anhieb die Meisterschaft gewann. Mit seiner Meisterleistung legte der Audi-Pilot die Latte für die nach ihm neu in die Serie kommenden Rookies extrem hoch.

Rast und Eng haben viele Gemeinsamkeiten und eine ähnliche Karrierelaufbahn: Beide waren im deutschen Porsche Carrera Cup und Supercup unterwegs und wurden in beiden Serien Champion. Sowohl Rast als auch Eng waren aus dem "Rookie-Alter" heraus, als sie in die DTM kamen und zählten mit ihren 30 (Rast) beziehungsweise 28 Jahren (Eng) zu den "alten Motorsporthasen".

Lob vom DTM-Champion

"Philipp macht einen sehr guten Job, er ist schon am Lausitzring am Podium gewesen, war auch in Zandvoort in der ersten Reihe. Da kann man nur den Hut ziehen", lobt der Titelverteidiger die Performance des Österreichers.

In Zandvoort bekam der BMW-Fahrer jedoch die Höhen und Tiefen in der DTM am eigenen Leib zu spüren: Am Samstag Startplatz 13 und im Rennen der 14. Rang, am Sonntag Startplatz zwei und Position vier im Rennen. "Der Sonntag hat richtig Spaß gemacht. Auch wenn es am Samstag nicht so läuft, ist es wichtig sich selbst einen Reset zu verpassen und neu geordnet wieder von vorne zu beginnen", erklärt er, dass er trotz des Frusts nach dem ersten Rennen seinen Kampfgeist nicht verloren hat.

Im dritten Freien Training auf dem Dünenkurs musste er allerdings einen erneuten Rückschlag wegstecken. Doch Eng ließ sich trotz enttäuschender Trainingsergebnisse nicht so schnell unterkriegen. "Da war ich dann Letzter im Freien Training - und kurz danach Zweiter im Qualifying", sagt er. "So etwas gefällt mir. Weil ich sehe, dass mein Programm passt und ich mit solchen Situationen umgehen kann."

Nachdem er von der ersten Startreihe aus ins Sonntagsrennen ging, hoffte der Salzburger, am Ende auch auf dem Podium zu stehen. Doch er wurde nur Vierter und durfte keinen Pokal mit nach Hause nehmen. "Im Rennen war etwas mehr drin", bedauert er, "am Anfang hat mir etwas der Speed gefehlt, doch gegen Ende hin war ich dann sogar schneller als Gary Paffett."

Eng ergänzt: "Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich hatte immer das Gefühl, dass ich attackieren kann. Ich musste mir den Reifen nicht allzu viel einteilen und konnte Vollgas fahren von der ersten bis zur letzten Runde."

Nach zehn von 20 DTM-Rennen belegt der BMW-Pilot in der DTM-Fahrerwertung mit 67 Punkten den siebten Gesamtrang. Damit ist der Österreicher der bislang drittbeste Fahrer der Münchner und liegt sogar vor den Routiniers Bruno Spengler (10.) und Augusto Farfus (16.). Die beiden anderen DTM-Rookies Joel Eriksson (BMW) und Robin Frijns (Audi) liegen in der Halbzeittabelle auf den Positionen 14 und 15.

© Motorsport-Total.com

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