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Der DTM-Gesamtführende Gary Paffett Gesamtführender beteuert, in Brands Hatch keinen Heimvorteil zu habe - Landsmann Jamie Green warnt vor Heim-Nachteilen

Jetzt sind die Briten dran! Gary Paffett, Jamie Green und Paul di Resta haben mit Brands Hatch ihr Heimrennen in der DTM wieder. Und das soll immerhin den gewissen psychologischen Vorteil bringen. Doch die Lokalhelden bestreiten das. Sie würden die Strecke auch nicht besser kennen als ihre internationalen Kollegen. Und die Nähe zu Familie und Freunden könnte sich auch negativ auswirken.

"Es ist natürlich schön, dass wir wieder in Großbritannien fahren - und dass auch noch so nah an meinem Geburtsort", so Paffett, dessen nur 20 Kilometer von der Strecke entfernt geboren wurde. "Da kommen selbstverständlich viele Freunde und Familie vorbei. Das wird toll. Aber was die Strecke angeht, habe ich keinen Heimvorteil. Es ist schon lange her, dass ich hier gefahren bin. Und ich bin nur ein einziges Mal auf der Grand-Prix-Variante gefahren, das war im Jahr 2000."

Der Mercedes-Pilot kommt als Gesamtführender aus der Sommerpause - mit einem Vorsprung von 27 Punkten vor seinem Landsmann und Teamkollegen di Resta. "Es war eine großartige erste Saisonhälfte", sagt er. "Aber ich denke, die kommenden zwei Rennen werden uns noch einmal auf die Probe stellen. Wie gesagt: Ich habe hier keinen echten Heimvorteil."

"Wir sind hier alle nicht so gut vorbereitet wie auf anderen Strecken", erklärt er weiter. "Und es ist nicht nur, dass wir die Strecke nicht gut kennen. Wenn es der Plan war, das schwierigste Rennwochenende der Saison zu kreieren, dann hat man es hier wahrscheinlich geschafft: Wir haben kein Training am Freitag und dann soll auch noch Regen kommen. Das wird die härteste Herausforderung der Saison."

Dem stimmt auch Green zu, der Brands Hatch auch noch nicht im Schlaf abfahren kann: "Es ist 15 Jahre her. Ich werde langsam ganz schön alt und kann mich nicht mehr daran erinnern, wo die Bremspunkte liegen. Ich denke es ist wirklich offen, wer hier die besten Chancen hat."

Aber auch er freut auch auf das Fahren vor heimischen Publikum: "Die Atmosphäre ist schon ein wenig anders. Und ich habe lieber ein Heimrennen als keines zu haben. Ich freue mich, wieder in Großbritannien fahren zu könne. Ich wäre auch gerne in Donington gefahren, weil das in meinem Landkreis liegt. Die Strecke würde auch gut zu der DTM passen. Aber für uns Briten ist es die Hauptsache, ein Rennen in diesem Land auszutragen."

Überwiegt also doch der psychologische Vorteil? "Ich muss viel mehr Tickets an der Hotelrezeption hinterlegen lassen", so Paffett. "Aber abgesehen davon, dass an der Strecke mehr Englisch gesprochen wird, gibt es da eigentlich keinen Unterschied."

Und Green sieht sogar Gefahren auf sich zukommen: Es ist schön, dass ein paar Freunde mehr kommen können, ohne in ein Flugzeug steigen zu müssen. Der Nachteil ist vielleicht, dass man ein bisschen mehr im Kopf hat. Schließlich muss man Freunde und Familie auch zufrieden stellen. Wenn man jemanden bei der Ticketvergabe vergisst, kann das schnell zu Diskussionen führen", lacht er.

© Motorsport-Total.com

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