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Für Rene Rast läuft es nach einem schwierigen Saisonbeginn immer besser
Für Rene Rast läuft es nach einem schwierigen Saisonbeginn immer besser © LAT
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Rene Rast hat in den vergangenen fünf Rennen die zweitmeisten Punkte gesammelt und er möchte die DTM-Saison 2018 als bester Nicht-Mercedes-Fahrer beenden

In Zandvoort wendete sich das Blatt für Rene Rast: Mit dem Sieg im Sonntagsrennen begann der Lauf des amtierenden DTM-Champions. An den vergangenen drei Rennwochenenden stand der Audi-Fahrer drei Mal auf dem Podium und sammelte insgesamt 70 Punkte. Nur der Führende der DTM-Fahrerwertung Paul di Resta (97) hat im gleichen Zeitraum mehr gesammelt als Rast. "Ich könnte mir vorstellen, dass wir es schaffen der beste Hersteller hinter Mercedes zu werden. Mehr wird aber nicht drin sein", so der Deutsche, der hofft, das DTM-Jahr 2018 in den Top 3 abzuschließen.

Das Thema Titelverteidigung hat er bereits abgehakt. Der Zug "ist schon länger abgefahren, da muss man sich nichts vormachen. Wenn man 20 Punkte oder mehr Rückstand hat auf die Führenden, dann wird es schwierig". Aktuell hat Tabellenführer di Resta (186) doppelt so viele Punkte auf dem Meisterschaftskonto wie Rast (93). Anders als zu Saisonbeginn sei man zufrieden wie es läuft und man hoffe, dass es so weitergeht.

Der Rückstand, den die Audianer durch die Regeländerung und Reduzierung der Aerodynamik vor allem im Qualifying erlitten, ist laut dem 31-jährigen Audi-Pilot zwar immer noch da, aber: "Wir haben auf jeden Fall einen Schritt nach vorne gemacht über das Jahr hinweg. Aber wir sind immer noch nicht da, wo wir im vergangenen Jahr waren. Ich glaube, es wird auch schwierig, in diesem Jahr noch dort hinzukommen."

Rast in den vergangenen fünf Rennen der zweitbeste Fahrer

Rast freut sich, dass es für ihn und sein Rosberg-Team in den vergangenen Rennen vergleichsmäßig gut gelaufen ist. "Zumindest haben wir eine steigende Formkurve. In den vergangenen drei Rennwochenenden haben wir fast so viele Punkte gesammelt wie di Resta. Das ist natürlich positiv", sagt er zufrieden. Der Mercedes-Fahrer übernahm in Misano die Führung in der DTM-Fahrerwertung von Gary Paffett.

"Der Saisonbeginn war durchwachsen mit unglücklichen Umständen. Wir waren von der Pace her immer in der Lage, in die Top 5 zu fahren. Aber am Ende hatte uns oft das nötige Quäntchen Glück gefehlt", so Rast weiter. Bei seinem spektakulären Unfall am Lausitzring hatte der amtierende DTM-Champion einen Schutzengel an Bord und kam ohne größere Blessuren davon.

In Zandvoort hätte Rast dann schon im Samstagsrennen den ersten Saisonsieg für Audi einfahren können. Durch eine kluge Rennstrategie lag er im Audi #33 in Führung und hätte diese auch nach seinem Pflichtboxenstopp verteidigen können. Doch eine Safety-Car-Phase machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

"Wenn du im richtigen Moment stoppst, dann spült es dich nach vorne. Man braucht ein glückliches Händchen. Wenn man da falsch liegt, kann man ruckzuck wenn man vorne ist durch einen ungünstigen Stopp nach hinten gereicht werden", erklärt er.

An den verbleibenden drei Rennwochenenden hat Rast die Chance, seine Punktebilanz weiter zu verbessern. Der Red-Bull-Ring war bereits im Vorjahr ein gutes Pflaster für ihn, wo er das Sonntagsrennen gewann. Und beim Saisonfinale in Hockenheim stand er auf dem Podium und feierte den bislang größten Erfolg seiner Rennfahrer-Karriere: DTM-Champion 2017.

© Motorsport-Total.com

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