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Die Teamkollegen würden die eigenen Titelkandidaten unterstützen
Die Teamkollegen würden die eigenen Titelkandidaten unterstützen © LAT
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Die Teamkollegen wollen Paul di Resta, Gary Paffett und Rene Rast im Titelkampf so gut es geht unterstützen - "Verhaltensweise" wird nach Qualifying festgelegt

Drei Fahrer von zwei verschiedenen Marken kämpfen beim DTM-Finale in Hockenheim um den Titel. Während Rene Rast die einzige Speerspitze von Audi ist, gibt es mit Paul di Resta und Gary Paffett gleich zwei Fahrer im Mercedes-Lager, die die Meisterschaft gewinnen können. Audi-Mann Rast kann sich der Unterstützung seiner Markenkollegen sicher sein. "Wenn Rene in der Position ist, oder man selber in der Position ist, wo man helfen kann, wie zum Beispiel in Spielberg, dann werden wir das schon tun. Aber das kann man vorher nicht planen", sagt Mike Rockenfeller.

Er deutet an, dass, wenn es die Situation erlaubt und erfordert, die Audi-Fahrer dem amtierenden DTM-Champion Platz machen werden, sodass dieser den Abstand auf die Mercedes an der Spitze verkürzen kann. Am Red-Bull-Ring bekam Rast von "Rocky" und Nico Müller in beiden Rennen den Sieg geschenkt und auf dem Silbertablett serviert.

Ein ähnliches Szenario könnte es auch in Hockenheim geben, aber man hofft, dass ein Eingreifen ins Renngeschehen nicht erforderlich ist. "Wir wollen, dass die Jungs, die sich nach vorne gefahren haben, das am Ende unter sich ausmachen und da nicht so aktiv eingegriffen wird. Ganz normal sein Rennen fahren und wenn es sich ergibt, ja okay, dann können wir versuchen, Rene zu helfen", betont Rockenfeller. "Das haben wir immer gemacht und so werden wir das beim Finale auch machen."

Im Vorfeld könne man allerdings nicht planen, wie das Rennen verläuft und wie sich die Fahrer zu verhalten haben, meint auch Pascal Wehrlein. "Man kann es vorher nie planen, für welchen Fahrer man fährt, wen man unterstützt im Titelkampf. Es kann auch eine Situation geben, wo Paul und Gary ein schlechtes Qualifying erwischen könnten und wir dann versuchen müssten, Rene die Punkte wegzunehmen. Vor dem Wochenende etwas zu planen funktioniert nie. Man muss immer erst das Qualifying abwarten und dann eine Strategie machen", so der Mercedes-Pilot.

Ausschlaggebend für die markeninterne Strategie im Rennen ist das Abschneiden der Titelaspiranten im Zeittraining. Und da dürfen die Piloten frei fahren ohne Rücksicht auf den Meisterschaftsstand. "Im Qualifying heißt es für jeden: Feuer frei und die bestmögliche Position herausfahren", sagt Wehrlein.

Rockenfeller macht sich vor dem Rennwochenende noch keine Gedanken darüber, wie die Audianer mit bestimmten Situationen im Rennen genau umgehen werden: "Wir sind da momentan relativ entspannt und müssen sehen, wo wir stehen und was man im Rennen überhaupt machen kann. Ich denke, das werden die anderen auch so sehen."

© Motorsport-Total.com

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