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Mattias Ekström hat sich 2018 von der DTM-Bühne verabschiedet
Mattias Ekström hat sich 2018 von der DTM-Bühne verabschiedet © Audi
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Vor einem Jahr hat sich Mattias Ekström entschieden, mit der DTM aufzuhören und sich auf Rallycross zu konzentrieren: War es die richtige Entscheidung?

Vor gut einem Jahr entschied sich Mattias Ekström, 2018 nur noch mit seinem eigenen Team in der Rallyecross-WM (WRX) zu starten und seine DTM-Karriere zu beenden. Nachdem Audi die Unterstützung des WRX-Projekts des Schweden mit dem Ende der abgelaufenen Saison beendet hat, muss der 40-Jährige auch in diesem Jahr entscheiden, wie seine Zukunft aussehen wird. Bereut der zweimalige DTM-Champion seinen Rücktritt aus der deutschen Tourenwagenserie schon? "Nein", beteuert er im Interview mit Motorsport-Total.com. "Ich glaube, ich würde lügen, wenn ich das sagen würde."

"Für mich war Rallycross sehr spannend und die Zukunft sah extrem gut aus. Dass sich innerhalb eines halben Jahres alles ändert, kann passieren. Aber ich würde sagen: Nein, ich hätte mich nicht anders entscheiden, weil mehrere Faktoren eine Rolle spielten", so "Eki". Einer der Faktoren war seine Familie, mit der er mehr Zeit verbringen wollte. Das war in den vergangenen Jahren durch die Doppelbelastung in der DTM und WRX kaum möglich.

Wenn der zweifache Familienvater die Zeit um ein Jahr zurückdrehen könnte, würde er die gleiche Entscheidung wieder treffen, versichert er. "Manchmal hat man Glück oder Pech und das Timing ist richtig oder falsch. Aber ich muss sagen, ich bereue nichts in dem Sinne. Ich hatte so viel Spaß, dass ich es nicht ändern wollen würde. Hätte, wäre, wenn ... Auf eine Sache folgt die nächste", lässt Ekström den Kopf nicht hängen.

Obwohl er nach seiner Rücktrittsankündigung im Januar 2018 eine DTM-Comeback nicht ausgeschlossen hatte, scheint rund zwölf Monate später eine Rückkehr in die deutsche Tourenwagenserie eher unwahrscheinlich. "Bislang habe ich kein Angebot für die DTM bekommen. Vielleicht kommt das an Weihnachten, man weiß ja nie. Aber ich erwarte nicht, dass der Weihnachtsmann mit einem Angebot für die DTM vorbeikommt", bleibt er realistisch.

Wie es für Ekström in Zukunft weitergehen wird, ist noch unklar. Der Schwede verrät, dass er eine "Bucket-List" besitzt und daran arbeitet, sich den einen oder anderen Wunsch davon noch zu erfüllen. Eine Rückkehr in die DTM steht wohl nicht auf seinem Zettel. "Ich glaube, dass ich in meinen 17 oder 18 Jahren DTM genug DTM bekommen habe. Wenn niemand Bedarf hat, dass ich fahren könnte, dann ist es auch ein Zeichen dafür, dass es der richtige Zeitpunkt war, aufzuhören", sagt Ekström.

© Motorsport-Total.com

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