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Paul di Resta darf die ersten zwei Testtage mit dem neuen Aston Martin absolvieren
Paul di Resta darf die ersten zwei Testtage mit dem neuen Aston Martin absolvieren © R-Motorsport
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Ab Dienstag treffen Audi, BMW und Aston Martin beim DTM-Test in Jerez erstmals aufeinander: Wieso die Versuche so wichtig sind und wie der neue Vantage ankommt

Nach der Enthüllung des brandneuen Aston Martin Vantage heulen in Jerez endlich wieder die Motoren: Die DTM testet von Dienstag bis Freitag auf dem Kurs in Andalusien erstmals mit den neuen Autos aller drei Hersteller, die unter dem Class-1-Reglement gebaut wurden. Das bedeutet: Statt den bislang üblichen V8-Saugmotoren sind nun alle mit den Vierzylinder-Zwei-Liter-Turbomotoren unterwegs, die über 600 PS Leistung, Geschwindigkeiten um die 300 km/h und um zwei Sekunden schnellere Rundenzeiten bieten sollen.

Im Zentrum steht aber der neue, in nur 90 Tagen von HWA entwickelte Aston Martin, dem Paul di Resta am Vortag bereits einen sechs Runden andauernden Shakedown unterzogen hat. Aston-Martin-Lizenznehmer R-Motorsport muss aufholen, denn die Rivalen von Audi und BMW fuhren bereits Ende 2018 bei Tests in Estoril und Jerez mit den neuen Autos und haben sechs Tage Vorsprung.

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Nach dem gelungenen Shakedown wird es nun darauf ankommen, dem neuen Boliden mögliche Kinderkrankheiten auszutreiben. Dafür setzt man an den ersten zwei Testtagen auf Routinier di Resta, während am Donnerstag Jake Dennis und am Freitag der zweite Neuling Ferdinand Habsburg zum Einsatz kommen sollen. Auch Daniel Juncadella ist in Jerez übrigens vor Ort, muss aber vorerst seinen Kollegen zuschauen.

Sogar Konkurrenz von Aston Martin begeistert

An den ersten zwei Tagen, an denen der Schotte den Vantage steuern wird, könnte auch das Wetter eine Rolle spielen: Zum Auftakt am Dienstag erwies sich die Strecke als feucht, am Mittwoch deuten die Wetterprognosen gar auf 100 Prozent Regenwahrscheinlichkeit hin. Die Freude beim Aston-Martin-Team dürfte sich in Grenzen halten, auch wenn es vorerst vor allem um Funktionstests geht.

Rein optisch hat der Bolide allerdings schon Fans gefunden - und zwar auch bei der Konkurrenz. "Kann man so machen!", zeigt sich Audi-Pilot und Vizemeister Rene Rast begeistert, der die vergangenen sechs DTM-Rennen für sich entschied. Und auch der südafrikanische BMW-Neuling Sheldon van der Linde gibt zu: "Das Auto ist ein Hingucker, aber mir gefällt mein M4 DTM immer noch besser."

Genesener Glock für BMW im Einsatz

Wie die DTM-Platzhirsche testen werden? Neben Champion Rast greift für Audi auch der Schweizer Nico Müller, ins Lenkrad, der bereits beim vergangenen Jerez-Test das neue Auto fuhr. Und auch bei BMW kommt mit Bruno Spengler ein Fahrer zum Einsatz, der sich bereits im Dezember in Jerez mit dem neuen Auto vertraut machen durfte. Er wird vom wieder genesenen Timo Glock unterstützt, der erstmals in den Genuss der um rund zwei Sekunden pro Runde schnelleren Boliden kommt.

Der Jerez-Test ist für die Teams von großer Bedeutung, denn danach findet vor dem Saisonauftakt in zwei Monaten in Hockenheim nur noch der offizielle ITR-Test von 15. bis 18. April auf dem Lausitzring statt.

© Motorsport-Total.com

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