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Timo Glock zeigt sich von der neuen Optik und vom Sound der DTM beeindruckt
Timo Glock zeigt sich von der neuen Optik und vom Sound der DTM beeindruckt © BMW
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Timo Glock gibt skeptischen DTM-Fans Entwarnung: Wieso die Turbos spannender klingen als ihre Vorgänger und wie er die Autos hinter den Leitplanken erlebte

Eine Änderung von Saugmotoren auf Turbos, wie sie dieses Jahr in der DTM stattfindet, wird üblicherweise von Motorsport-Fans mit Skepsis gesehen: Zu präsent ist die für viele enttäuschende Formel-1-Umstellung im Jahr 2014 immer noch, als die kreischenden V8-Sauger den leisen Zweiliter-V6-Hybridturbos weichen mussten. Doch BMW-Pilot Timo Glock, der beim Jerez-Test nicht nur am Steuer saß, sondern auch einen Streckenspaziergang machte, gibt Entwarnung.

"Ich muss sagen, dass ich echt überrascht bin", gibt der Odenwälder im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' zu. "Ich finde es cool! Das hört sich sehr gut an und ist nicht zu leise. Der Sound ist gut, gefällt mir!" Die neuen Zweiliter-Vierzylinder-Turbos, die die seit 2000 eingesetzten Vierliter-V8-Sauger ablösen, sind zwar eine Spur leiser als ihre Vorgänger, dafür klingt der Sound nun differenzierter, wie Beobachter schildern.

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"In der V8-Ära waren die Motoren laut, klangen aber irgendwie monoton", erklärt der ITR-Technikverantwortliche Gordian von Schöning, der früher bei BMW und HWA als Konstruktionsleiter fungierte, gegenüber 'DTM.com'. Wenn er an die neue Saison denkt, freue er sich am meisten auf die neuen Motoren: "Die neuen Vierzylinder werden uns mit einer wahren Sound-Symphonie erfreuen."

Das fällt auch Glock auf: Plötzlich erkennt man Unterschiede zwischen den verschiedenen Triebwerken. "Der Sound vom Audi ist ein bisschen anders als der vom BMW", bestätigt er. "Das kann daran liegen, dass Audi beim Triebwerk vielleicht einfach auf ein anderes Konzept setzt als wir."

Wenn es um Rückschlüsse für die Testarbeit geht, hält sich der Zweck eines Rundgangs hinter den Leitplanken laut Glock eher in Grenzen: "Beim Fahrverhalten fallen keine extremen Unterschiede auf - dass man zum Beispiel sagt: Oh, da fährt einer fünf km/h schneller oder langsamer. Das ist schwierig zu sehen."

Trotzdem stelle er sich gerne mal an die Strecke, um zu schauen, "wie die Autos aussehen und wie sie wirken". Und die neue DTM-Generation, die nicht nur um rund 100 PS mehr verfügt, sondern auch Geschwindigkeiten über 300 km/h erreicht und mit einem neuen Heckflügel versehen wurde, hat den ehemaligen Formel-1-Piloten überzeugt.

"Ich muss schon sagen: Das ist schon brachial, wenn so ein Auto mit dieser Power ein paar km/h schneller die Gerade herunterkommt", schildert er seinen Eindruck. "Und dann noch diese riesigen Flügel! Das sieht wahnsinnig toll aus. Das ist sehr beeindruckend."

© Motorsport-Total.com

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