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Marco Wittmann holte bei Regen seine elfte DTM-Pole-Position
Marco Wittmann holte bei Regen seine elfte DTM-Pole-Position © LAT
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Überraschendes Regen-Qualifying in Hockenheim: BMW-Pilot Marco Wittmann setzte sich gegen Audi-Pilot Mike Rockenfeller und Aston-Martin-Ass di Resta durch

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Bei den Tests und im Freien Training sah es alles nach einer klaren Audi-Show aus, doch dann stahl BMW-Ass Marco Wittmann bei Regen und niedrigen Temperaturen im ersten Hockenheim-Qualifying allen die Show: Der zweimalige Meister setzte sich mit einer Bestzeit von 1:48.215 Minuten gegen Mike Rockenfeller (+ 0,066) durch und holte seine elfte DTM-Pole.

Das ist ein Traumstart für mich", frohlockt Wittmann. "Wir hatten im Winter mehr Probleme als die Konkurrenz, und jetzt so anzufangen, ist eine Wohltat für uns alle." Dass der BMW M4 bei Regen so gut lief, war für den Pole-Setter keine große Überraschung. "Das war schon gestern im Freien Training der Fall. Heute haben meine Ingenieure auch noch einmal einen super Job gemacht, den richtigen Luftdruck reinzulassen. Das ist im Nassen schwierig."

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Phoenix-Audi-Pilot Rockenfeller weiß, warum er die Pole verpasst hat: "In der letzten Runde habe ich den ersten Sektor nicht zusammenbekommen. Ich habe in Kurve 3 einen Fehler gemacht. Da haben wir zwei der drei Zehntel verschenkt."

Paul di Resta als Dritter (+0,976) und Jake Dennis auf Platz sechs (+1.547) bewiesen, dass der Aston Martin Vantage auf nasser Strecke absolut konkurrenzfähig ist.

Di Resta trotz Platz drei pessimistisch

Der Schotte glaubt aber an eine Momentaufnahme wegen der Bedingungen, da seine Truppe nach wie vor Entwicklungsrückstand hat: "Der Regen hat uns geholfen. Vor uns liegen schwierige Zeiten, aber die Jungs zu belohnen, ist echt unglaublich. Es wird ein schwieriges Rennen. Wenn wir etwas mitnehmen können, toll, aber es liegt ein langer Weg vor uns."

Vizemeister Rene Rast war im Regen-Qualifying stets im Vorderfeld und kam am Ende als zweitbester Audi-Pilot auf Rang vier (+1.295). "Es war nass, extrem kalt - und die Regenreifen werden in diesem Jahr nicht mehr geheizt", beschreibt er die große Herausforderung. "Das heißt, du musst erst einmal die Regenreifen aufwärmen. Und bei fünf Grad und extrem viel Regen, ist das ganz schwierig."

Dazu kommen die üblichen Schwierigkeiten mit dem Verkehr: "Weil jeder eine Lücke sucht, war der Verkehr extrem - dazu kam eine Rotphase. Es war ein ziemliches Kuddelmuddel, und ich bin nicht happy, denn es wäre mehr drin gewesen. P4 ist trotzdem gut." Man darf gespannt sein, ob er seinen Rekord von sechs Siegen in Folge beim ersten Rennen der Saison, das um 13:30 gestartet wird, auf sieben ausbauen kann.

Pechvögel Philipp Eng und Jonathan Aberdein

Apropos rote Flagge: Die löste BMW-Pilot Philipp Eng aus, der wie schon am Freitag vom Defektteufel verfolgt wird: Der Österreicher blieb bei seiner ersten Ausfahrt am Ende der Boxengasse stehen und musste fünf Minuten nach Qualifying-Beginn abgeschleppt werden.

"Wir haben leider ein Problem in der Motorperipherie", sagt Eng. "Das ist zum ersten Mal gestern am Ende von FP1 passiert. Wir sind immer noch auf der Suche." Doch er versucht das Positive zu sehen: "Bis jetzt ist nichts verloren. Die Punkte gibt es im Rennen. Ich bin zuversichtlich, dass wir noch Punkte holen könne. Ich sehe das Glas halbvoll: Obwohl wir jetzt von ganz hinten starten, sind es nur acht Plätze bis in die Punkte. Das ist mein Ziel."

Eng muss nicht vom letzten Startplatz starten, denn dort steht WRT-Rookie Jonathan Aberdein. Der Südafrikaner verzeichnete einen Abflug im Qualifying, bei dem Verkleidungsteile beschädigt wurden. Eine Reparatur verstößt gegen die Parc-Ferme-Regeln, weshalb er auf Platz 18 zurückversetzt wird.

© Motorsport-Total.com

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