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Sheldon van der Linde holt an seinem zweiten DTM-Wochenende die erste Pole
Sheldon van der Linde holt an seinem zweiten DTM-Wochenende die erste Pole © LAT
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Sensation beim Sonntags-Qualifying der DTM in Zolder: BMW-Rookie Sheldon van der Linde gewinnt Tausendstelkrimi gegen Audi-Pilot Rast, Verwarnung für Wittmann

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Erste Pole-Position für BMW-Rookie Sheldon van der Linde: Der Rookie, der in Zolder erst sein zweites DTM-Wochenende bestreitet und vergangenen Montag seinen 20. Geburtstag feierte, setzte sich im Sonntags-Qualifying mit einer Bestzeit von 1:21.590 durch. Dem zweitplatzierten Audi-Piloten Rene Rast fehlten nur sechs Tausendstelsekunden, Samstag-Sieger Philipp Eng wurde Dritter (+0,124).

"Wahnsinn, mir fehlen die Worte!",  frohlockt der südafrikanische Pole-Setter, dessen Bruder Kelvin van der Linde am Vortag beim GT-Masters in Most triumphierte. Nun ist Sheldon van der Linde der jüngste BMW Polesetter der DTM-Geschichte. Was sich auf seine Laune niederschlägt: "Ich bin heute der glücklichste Mensch - wahrscheinlich glücklicher als Philipp gestern."

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Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass van der Linde eine Schrecksekunde hatte und im ersten Versuchs durchs Kiesbett rodelte, seinen M4 dabei aber nicht beschädigte. Wie der Polesetter nun die Gefahr von hinten einschätzt? "Ich und Rene sind gute Freunde. Ich glaube, wir werden mit Philipp ein gutes Rennen haben. Mal schauen, alles kann passieren."

Warum Rast am Qualifying-Finale nicht mehr teilnahm

Hinter dem Trio lauern Audi-Pilot Robin Frijns (4./+0,143), BMW-Pilot Timo Glock (5./+0,213) und Audi-Mann Mike Rockenfeller (6./+0,543), der sich nach einem schwierigen Auftakt in Zolder enorm steigerte.

Rivale Rast ist mit Platz zwei zufrieden: "Wir haben gestern nach dem Problem mit dem Turbolader das ganze Auto neu gemacht, und die Jungs haben bis fünf Uhr geschraubt. Dann ohne Roll-out, ohne vorher gefahren zu sein, direkt raus und so eine Runde hinzuknallen, da gebührt den Jungs großer Respekt."

Rasts Prognose, wonach sich die Top-Zeiten in den letzten Minuten nicht mehr verbessern werden, sollte sich bewahrheiten. Nur DTM-Leader Marco Wittmann, der über Platz sieben nicht hinauskam, legte im Endspurt noch zu und übertrumpfte WRT-Audi-Rookie Jonathan Aberdein.

Verwarnung für Wittmann

Die beiden kamen sich auch auf der Strecke nahe, weshalb Wittmann eine Verwarnung für das Abdrängen des Südafrikaners erhielt. Zur Erinnerung: Bei der dritten Verwarnung droht eine Rückversetzung in der Startaufstellung.

"Bei mir war der erste Stint nicht optimal, ich hatte einen Fehler in Kurve 2", sagt Wittmann. "Da habe ich ein paar Zehntel verloren. Und im zweiten Run hat uns die rote Flagge einen Strich durch die Rechnung gemacht. Du hast den Reifen schon angefahren, hast schon Temperatur in den Reifen gebracht, musst wieder an die Box, gehst dann wieder raus. Da kannst du nicht mehr die Top-Zeit fahren", erklärt er, warum nicht mehr möglich war.

Seine Startposition will er aber nicht überbewerten: "Gestern ganz vorne zu stehen, hat auch nichts gebracht. Mal gucken. Überholen ist schwer in Zolder, aber wir haben gesehen, dass schnell ein Safety-Car kommen kann."

Gewitterfront sorgt vor Rennen für Spannung

Wie es Aston Martin ging? Während di Resta (18./+2,498) durch seinen Technikdefekt Letzter wurde, überzeugte einmal mehr Rookie Jake Dennis mit einem starken 13. Startplatz (+0,973). Daniel Juncadella (16./+1,513) und Ferdinand Habsburg (17./+2,113) konnte das Tempo des Briten nicht mitgehen. 

Die Spannung vor dem zweiten DTM-Rennen in Zolder ist groß, denn für den Nachmittag kündigt der Wetterbericht eine Gewitterfront an, die sich auf das um 13:30 Uhr losgehende Rennen (im Live-Stream bei 'Motorsport-Total.com' oder auf Sat.1) auswirken könnte.

Das weiß auch van der Lindes Teamchef Bart Mampaey, dessen belgisches RBM-Team bereits am Vortag einen Doppelerfolg feierte: "Die Wettervorhersage für heute ist instabil. Es wird ein total anderes Rennen."

© Motorsport-Total.com

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