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Obwohl das Rennen 2019 bei Tageslicht stattfindet, machte Dovizioso Ãœberstunden
Obwohl das Rennen 2019 bei Tageslicht stattfindet, machte Dovizioso Überstunden © Audi AG
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MotoGP-Star Andrea Dovizioso absolvierte beim Test in Misano die Generalprobe für seinen DTM-Gaststart: Wie er sich umstellen muss und wie ihm Mattias Ekström half

MotoGP-Star Andrea Dovizioso hat am Mittwoch und am Donnerstag in Misano die Generalprobe für seinen Gaststart beim kommenden DTM-Wochenende in Misano (8. und 9. Juni) absolviert. Als Coach stellte ihm Audi für den Test DTM-Legende Mattias Ekström zur Seite.

Und der Ducati-Pilot, der schon auf dem Audi-Testgelände in Neuburg getestet hatte, kostete die Gelegenheit voll aus: Bis in die Dämmerung schoss sich Dovizioso im RS-5-Testträger auf den Misano World Circuit Marco Simoncelli ein, obwohl das Rennen dieses Jahr bei Tageslicht stattfindet.

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Insgesamt kam er auf dem 4,226 Kilometer langen Kurs bei trockenen Bedingungen auf stolze 183 Runden. Ekström, der 2017 seine DTM-Karriere beendete und im Vorjahr in Hockenheim selbst einen Gaststart absolvierte, fuhr im Rahmen des Tests die erlaubten zehn Runden, um dem Zweirad-Ass die Bremspunkte und die perfekte Linienwahl zu zeigen.

Audi-Sportchef Gass hofft auf MotoGP-Fans auf den Rängen

"Es war sehr wichtig für mich, hier in Misano vorher zu testen, denn das Niveau in der DTM ist extrem hoch", weiß Dovizioso, der auch einige spektakuläre Drifts hinlegte.

"Zudem muss man beim Fahren auf viele Dinge gleichzeitig achten. Mit der Hilfe von Mattias und dem ganzen Team hier vor Ort konnte ich viele Runden absolvieren, um hoffentlich dann am Rennwochenende mit dem Feld mithalten zu können", sagt der 33-jährige Italiener, der noch am vergangenen Wochenende beim MotoGP-Lauf in Le Mans Zweiter wurde und viele Zuschauer nach Misano locken soll.

"Ich rechne damit, dass wirklich einige Leute nach Misano kommen, die normalerweise keine DTM-Rennen besuchen würden, weil sie eigentlich Zweirad-Sport bevorzugen", bestätigt Audi-Sportchef Dieter Gass. "Ich freue mich sehr auf seinen Einsatz." Der Gastauftritt des Italieners bei den Ingolstädtern wurde übrigens möglich, weil Ducati Teil der Audi-Gruppe ist.

Wie sich Dovizioso umstellen muss

Der Einsatz ist aber eine enorme Herausforderung für den aktuellen MotoGP-Zweiten: Abgesehen vom ungewohnten Abtrieb, den die DTM-Autos im Gegensatz zu den MotoGP-Bikes erzeugen, muss Dovizioso vor allem mit den zahlreichen Abläufen vertraut werden, die durch die Reglementänderungen vor der Saison 2019 selbst für DTM-Routiniers eine Herausforderung waren.

"Was die unterschiedlichen Systeme, aber auch die Bremsbalance angeht, fordern ihm diese Autos mehr ab, als er es gewohnt ist", erklärt Gass. "All das ist für ihn im Vergleich zum Motorrad schon eine Umstellung. Auch, wie er die Reifen ohne Heizdecken zum Arbeiten bringt, dann der Start. Er hat aber einen sehr guten Eindruck gemacht." Dazu kommt, dass Dovizioso laut Gass "mit großem Respekt" an die Sache herangeht.

Mammutprogramm für Dovizioso

Wie gut sich Dovizioso schlagen wird, wird man in zwei Wochen sehen, wenn die DTM in Misano gastiert. Dann wird er übrigens nicht im Testträger sitzen, sondern in Pietro Fittipaldis WRT-Audi. Der Brasilianer muss am Montreal-Wochenende die Haas-Formel-1-Piloten als Simulatorfahrer unterstützen.

Dovizioso hat in jenen Tagen jedenfalls ein wahres Mammutprogramm zu absolvieren: Der Ducati-Star fährt am Wochenende davor mit der MotoGP in Mugello, ehe er gleich nach dem DTM-Wochenende bereits wieder in Barcelona gegen Marc Marquez und Co. antreten wird.

© Motorsport-Total.com

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