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Timo Glocks Rennen wurde schon in der ersten Kurve erschwert
Timo Glocks Rennen wurde schon in der ersten Kurve erschwert © LAT
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Dass Rene Rast nach seinem Schubser gegen Timo Glock ohne Strafe bleibt, sorgt nicht nur beim Opfer für Verwunderung - Ekström: "Ich wäre bestraft worden!"

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Das erste Rennen der neuen DTM-Ära begann gleich mit einem großen Aufreger. Timo Glock wurde in der ersten Kurve des Rennens von Rene Rast in einen Dreher geschickt und fiel weit zurück. Die Rennkommissare verhängten jedoch keine Strafe gegen den Audi-Piloten, was nicht nur beim Opfer für Verwunderung sorgte.

"Ich habe eingelenkt und er hat mich hinten rechts berührt", schildert Glock. "Er hätte einfach zurückziehen müssen. Das hat er aber nicht. Dafür hätte er eine Strafe bekommen müssen", fordert der Deutsche, dessen Aufholjagd ihn am Ende noch auf Rang vier geführt hat.

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Rast selbst will die Szene am Start nicht überbewerten. Zwar habe er die Szene noch nicht gesehen, doch er fand, dass das Auto bei den Bedingungen kaum zu kontrollieren war. "Und wenn jemand von außen vorbeifährt und nach innen reinzieht, dann muss man damit rechnen, dass der Hintere auch Platz braucht", schiebt er den Schwarzen Peter in Richtung Glock. "Ich hatte keinen Platz und konnte nirgends hin."

Glock und Ekström attackieren Rast

Für den Audi-Piloten ist die Sachlage im Startgetümmel klar: "Rennunfall", so sein Fazit. Das sieht Glock jedoch naturgemäß anders: "Klar gibt es in der ersten Runde Rennunfälle, aber der war relativ eindeutig", winkt er ab. "Rene hat mich umgedreht, und es ist natürlich mega ärgerlich, wenn du so einen guten Start hast."

Mit seiner Meinung steht Glock nicht alleine da. Selbst Audi-Urgestein Mattias Ekström muss sich wundern, wieso Rast für seinen Unfall nicht bestraft wurde: "Wenn ich Rene Rast gewesen wäre, hätte ich mit Sicherheit eine Strafe bekommen", sagt der Ex-Champion gegenüber 'ran.de' und lacht: "Rene hat wahrscheinlich ein paar Pluspunkte bei den Rennkommissaren."

Für den Schweden ist die Lage ebenfalls eindeutig: Rast sei hinten gewesen und Glock hätte nichts anders machen können. "Wir haben einen Schiedsrichter, er soll entscheiden - aber ich hätte anders entschieden."

Glock fiel durch seinen Dreher weit zurück und wurde am Ende noch Vierter. Das lässt ihn sogar noch mehr hadern: "Das zeigt die gute Pace, die wir hatten. Umso ärgerlicher ist es, dass das passiert ist." Er ist sich sicher, dass er mit dem Spitzenzug hätte mitfahren können, schließlich hätte er am Ende fast sogar Robin Frijns' Platz auf dem Podium weggeschnappt. "Aber bis ich durch das Feld war, war der Zug abgefahren."

Später schlug das Karma bei Rene Rast doch noch in harter Form zu: Aufgrund eines mutmaßlichen Getriebeschadens schied er an zweiter Stelle liegend aus und bescherte Glock so eine weitere Position.

© Motorsport-Total.com

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