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MotoGP-Pilot Andrea Dovizioso kommt bei seinem ersten DTM-Start am Samstag in Misano auf Platz zwölf ins Ziel und peilt am Sonntag die Top 10 an

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Die Umstellung von zwei auf vier Räder ist MotoGP-Pilot Andrea Dovizioso bei seinem Gaststart in der DTM gut gelungen. Nachdem er am Samstag im ersten Qualifying im WRT-Audi auf Platz 15 gefahren war, verbesserte er sich im Rennen um drei Positionen auf Rang zwölf und ließ damit sämtliche Astion-Martin-Piloten hinter sich.

"Ich bin glücklich. Der Speed war da und es ist nicht schlecht gelaufen. Darauf bin ich stolz", hält Dovizioso nach seinem ersten DTM-Rennen zufrieden fest. Der Italiener schreckte nicht vor Zweikämpfen mit etablierten Piloten wie dem späteren Rennsieger Marco Wittmann zurück und überzeugte in der zweiten Rennhälfte mit konstant guten Rundenzeiten. "Der Speed auf den gebrauchten Reifen war nicht schlecht. Das hat mich selbst überrascht", sagt Dovizioso.

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Nach diesem guten Einstand ist der Ehrgeiz des Italieners geweckt. Am morgigen Sonntag will sich Dovizioso weiter steigern. "Erst einmal will ich im Qualifying in die Top 10 kommen", sagt er, weiß aber zugleich: "Das wird sehr schwierig, weil ich eine Sekunde schneller werden muss. Da wird nicht einfach."

Von anderen Fahrern eine Menge abgeschaut

Am Samstag musste Dovizioso bereits die Erfahrung machen, dass Theorie und Praxis in der DTM zwei unterschiedliche Paar Schuhe sind. "Mattias [Ekström] und das Team haben mir zwar viel Feedback gegeben. Aber im Fernsehen sieht es dann doch irgendwie einfacher aus", meint er.

Und doch konnte Dovizioso, der den Audi RS5 DTM vor seinem Gaststart zwei Tage lang in Misano getestet hatte, heute im Rennen allerhand lernen. "Es war gut, mal gegen andere zu fahren, denn ich konnte viel beobachten: viele verschiedene Linien und wie sie mit den Autos gespielt haben", erklärt er.

Vor allem nach dem Restart nach der Safety-Car-Phase war Dovizioso sogar in einige Zweikämpfe auf der Rennstrecke verwickelt, bei denen er sich standhaft wehrte und unterstrich, dass er nicht nur zum Spaß in Misano fährt. "Das war cool, weil ich auch ein paar Positionen gewinnen konnte. Aber es war auch nicht einfach. Denn für mich ist es eine völlig neue Erfahrung, die Breite der Autos einzuschätzen."

Fahrstil in der DTM völlig anders als in der MotoGP

Bei der Umstellung von der MotoGP auf die DTM sei das Fahrzeug für ihn nicht das große Problem gewesen. "Das DTM-Auto an sich ist gar nicht so schwierig. Das Schwierige war für mich die Herangehensweise der Fahrer. Das ist das komplette Gegenteil zum Motorradfahren", sagt Dovizioso.

"Die Linien sind ganz anders. Im Auto schneidet man jede Kurve an. Auf dem Motorrad bereitet man sich auf den Kurvenausgang vor, im Auto versucht man, so schnell wie möglich hineinzufahren. Das ist eine ganz andere Herangehensweise", sagt er. Allerdings eine, auf die er sich am Samstag schon gut einstellen konnte.

© Motorsport-Total.com

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