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Der Lauf von Audi-Pilot Nico Müller geht weiter: Der Misano-Sieger sichert sich seine zweite DTM-Pole, während es dahinter Strafen hagelt und Rene Rast sich verpokert

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Der Höhenflug von Audi-Pilot Nico Müller geht weiter: Der Misano-Sieger sichert sich die Pole im Samstag-Qualifying der DTM auf dem Norisring und stellt mit einer Bestzeit von 46.337 in Nürnberg einen neuen Streckenrekord auf. Es ist nach Hockenheim 2016 seine zweite DTM-Pole.

"Dass es grad so gut klappt, hätten wir uns selbst kaum vorstellen können", zeigt sich der Schweizer, der Stadtkurse liebt, selbst überrascht. "Wir nehmen das aber gerne mit. Die Audi-Jungs haben mir eine richtig schnelle Waffe gegeben." Gerade auf dem Norisring ist die Pole für das Rennen (ab 13:00 auf Sat.1 und auf Motorsport-Total.com im Stream) durch die Mauern möglicherweise Gold wert.

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"Es ist schön, dass wir freie Sicht auf Kurve 1 haben, denn mittendrin wird's richtig eng", weiß Müller, der in Nürnberg 2016 seinen ersten DTM-Sieg geholt hatte. "Drum bin ich ganz schön froh, dass wir heute hoffentlich ein bisschen Platz haben."

Eng und Duval verlieren Startplätze zwei und drei

Die Zweitbeste Zeit fuhr mit nur 0,075 Sekunden Rückstand BMW-Pilot Philipp Eng. Der Zweitplatzierte in der Gesamtwertung wurde aber wegen Blockierens von Audi-Pilot Mike Rockenfeller um drei Startplätze auf Rang fünf zurückversetzt.

Doch das ist nicht die einzige Strafe: Da beim eigentlich Drittplatzierten Audi-Piloten Loic Duval wie bei Rockenfeller gegen die Parc-Ferme-verstoßen wurde und die Motorhaube geöffnet wurde, müssen die beiden ans Ende des Feldes zurück. BMW-Pilot Bruno Spengler rückt dadurch von Platz vier in die erste Startreihe nach vorne.

Rene Rasts Qualifying-Albtraum

Auch DTM-Leader Rene Rast rückt nach einem verpatzten Qualifying von Platz fünf auf Startplatz drei nach vorne und steht damit neben BMW-Pilot Joel Eriksson. Der Audi-Pilot fuhr nach seinem ersten Versuch vor allen anderen auf die Strecke, um keinen Verkehr zu haben, benötigte aber etwas Zeit, um seine Reifen auf Temperatur zu bringen.

Danach geriet er in den Verkehr und konnte erst recht seine Reifen nicht nutzen. "Das ist ein verdammter Albtraum", fluchte er über Boxenfunk, ehe er von seinem Renningenieur angewiesen wurde, eine langsame Runde einzulegen. "Ich blockiere jetzt alle, mir ist das egal", ließ er sich nicht beruhigen. Seine Rundenzeit konnte er nicht mehr verbessern.

Rast: Qualifying-Taktik ein Fehler

Der Frust saß daher tief und Rast übte leise Kritik an der Strategie: "Vielleicht war es auch von uns ein kleiner Fehler, mich in dem Verkehr rauszuschicken. Am Ende haben wir überhaupt nicht das Maximum rausgeholt, da wäre mit Sicherheit mehr drin gewesen."

Sein Ziel daher: "Ein Podium wäre schön, oder die ersten Punkte am Norisring. Aber hier kann alles passieren. Von dem her: einfach sauber durchfahren, Punkte mitnehmen und am Ende schauen, wo man steht."

Lokalmatador Wittmann: Auch Platz sechs ein gutes Omen?

Lokalmatador Marco Wittmann, der im Vorjahr triumphierte, kam hinter seinem BMW-Kollegen Joel Eriksson nur auf Platz sieben, rückt aber auf Startplatz sechs vor. "Wir haben uns gestern schon ein bisschen schwergetan", gibt er zu. Die Änderungen am Set-up seien zwar positiv gewesen, am Ende habe aber auch er "die Runde nicht ganz zusammenbekommen."

Die Hoffnung gibt Wittmann aber noch nicht auf. Nach dem Qualifying meinte er: "Ich stand tatsächlich auch im Vorjahr auf P7 und habe dann gewonnen. Vielleicht ist es ein gutes Omen." Man darf gespannt sein, ob ihm auch Startplatz sechs Glück bringt.

Die Aston-Martin-Piloten starten in Nürnberg übrigens aus den hinteren Reihen: Daniel Juncadella gelang es mit Platz 13 und 0,788 Sekunden Rückstand immerhin, Timo Glock und Pietro Fittipaldi hinter sich zu lassen, und rückt auf Platz elf vor. Paul di Resta, Ferdinand Habsburg und Jake Dennis reihten sich am Ende des Feldes ein und starten von den Plätzen 14 bis 16.

© Motorsport-Total.com

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