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Rene Rast: Am Sonntag war der DTM-Leader körperlich geschwächt
Rene Rast: Am Sonntag war der DTM-Leader körperlich geschwächt © Audi AG
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Warum das Norisring-Wochenende so sehr an Rene Rast zehrte und wieso es wirklich zum Bayern-München-Shitstorm kam, der dem Audi-Piloten nahe ging

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Das Norisring-Wochenende war ein Kraftakt für Rene Rast: Zuerst die Anfeindungen und der Shitstorm wegen des FC-Bayern-München-Designs seines Audis, dann der Sieg trotz abgewürgten Motors, und dann die Kollision mit Markenkollege Nico Müller. Und als ob das noch nicht reichen würde, offenbart er nach dem Wochenende, dass er auch nicht ganz fit war.

"Ich brauche jetzt etwas Auszeit, denn ich bin etwas angeschlagen, ich habe glaube ich eine Grippe oder sowas erwischt", erklärt Rast, der sichtlich mitgenommen ist. "Ich muss mich ausruhen und dann schauen wir, wie es weitergeht."

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Vor allem der Sonntag war für den DTM-Leader eine Belastungsprobe: "Das war ein sehr schwieriger Tag", sagt er. "Es hat schon am Morgen angefangen. Ich habe mich nicht sehr gut gefühlt." Dennoch gelang es ihm, im Qualifying nach einem Tausendstelkrimi die Pole-Position zu holen.

Rast hadert mit unglücklichem Sonntags-Rennen

Doch die Freude hielt nicht lange an: Beim Start fiel er zunächst hinter BMW-Pilot Bruno Spengler auf Platz zwei zurück und kam nach einer Kollision mit seinem Markenkollegen Müller nur auf Platz sieben.

"Das Rennen war nicht wirklich gut, denn es gab Kontakt zwischen den Audis", lautet sein Kurzfazit. "Ich wurde von Nico umgedreht. Daraus müssen wir lernen. Abgesehen davon war das Tempo gut."

In der Meisterschaft führ Rast nun 25 Punkte vor Müller und 26 Zähler vor BMW-Pilot Philipp Eng. Abgesehen von seiner physischen Schwäche gingen Rast dieses Wochenende auch die Hasspostings, mit denen er sich seit vergangenem Mittwoch konfrontiert sieht, näher, als es den Anschein machte.

Warum es wirklich zum Shitstorm gegen Rast kam

Dabei war all das eine Verkettung unglücklicher Umstände: Audi machte mit dem Bayern-München-Logo nicht Werbung für den Rekordmeister und Erzrivalen des 1. FC Nürnberg, sondern bloß für den von den Ingolstädtern veranstalteten Audi-Cup, an dem auch Real Madrid, Tottenham Hotspurs und Fenerbahce Istanbul teilnehmen.

Warum dann nicht wie in den vergangenen Jahren alle vier Vereinslogos auf dem RS 5 zu sehen waren? Das hat damit zu tun, dass die anderen Vereine Audi keine Freigabe für die Nutzung der Logos erteilten. Bei Bayern München war dies hingegen kein Problem, da Audi dort als Großaktionär fungiert.

Rast selbst geriet aber völlig unschuldig in die Schusslinie, da er nicht einmal fußballinteressiert ist und mit der Marketing-Aktion nichts zu tun hatte.

© Motorsport-Total.com

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