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Daniel Juncadella und Paul di Resta fuhren in die Top 10
Daniel Juncadella und Paul di Resta fuhren in die Top 10 © LAT
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Juncadella und di Resta verfolgen im zweiten Assen Rennen die richtige Strategie und werden belohnt - Problem beim Boxenstopp kostet Habsburg mögliche Punkte

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Im zweiten DTM-Rennen auf dem Norisring fuhr Aston Martin mit zwei Autos in die Punkteränge, nachdem man am nassen Samstag noch leer ausgegangen war. Daniel Juncadella und Paul di Resta belegten die Plätze sieben und acht. Ferdinand Habsburg wurde Zwölfter, während Jake Dennis seinen Vantage mit technischem Defekt in der Box abstellen musste. Aston Martin setzte im Reifenkrimi auf die Strategie. Juncadella und di Resta blieben im ersten Stint relativ lange auf der Strecke.

Juncadella und die Resta absolvierten ihre Stopps in der 22. Runde und somit später als die Konkurrenz. Da einige Gegner in der Schlussphase mit ihren Reifen Probleme bekamen, machte das Duo noch einige Plätze gut. "Beide teilten ihr Rennen exzellent ein, sodass sie bis zur letzten Runde sogar Aussichten auf einen Top-5-Platz hatten", lobt Teamchef Florian Kamelger. "Das Reifenmanagement bot unserem Team auf dem rauen Belag des TT Circuit Assen eine gute Chance auf vordere Platzierungen, und diese wurde effizient genutzt."

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In den letzten Runden ging es dann zur Sache. Rene Rast (Audi) fuhr zwar an beiden vorbei, aber das Duell Juncadella gegen Robin Frijns (Audi) lief bis zur Ziellinie. "Es hat richtig Spaß gemacht! Aber die letzte Runde", sagt der Spanier. "Ich war so dicht an Platz fünf dran. Das hat mich richtig gefreut. Aber am Ende wurde es nur Platz sieben. Ich habe versucht, Robin zu überholen. Aber wenn ich DRS benutzt habe, hat es nicht funktioniert. Deswegen konnte er zurück überholen."

Juncadella glaubt, dass eine Kombination mehrerer Faktoren für das gute Ergebnis ausschlaggebend war: "Das Auto ist vom Gefühl und vom Set-up sehr gut. Wir haben aber hier schon im Rennen gesehen, dass die Reifen nicht gut halten. Das hat und geholfen, weil die anderen ihren Speed nicht nutzen konnten. Deswegen hatten wir eine Chance." Vor seinem Stopp lag Juncadella drei Runden an der Spitze des Feldes.

Einen guten Speed konnte vor allem auch di Resta zeigen. Der Meister von 2010 war im Startgetümmel einmal kurz im Kiesbett und fiel deswegen auf die letzte Position zurück. "Es war ein gutes Rennen, hätte aber noch viel besser sein können", trauert der Schotte erneut einer verpassten Gelegenheit nach. "Leider wurde ich aufgehalten, sonst wäre vielleicht Platz fünf drin gewesen. Aber alles in allem nehmen wir die Punkte natürlich gerne mit."

Verpatzter Boxenstopp bei Habsburg

Habsburg verfolgte eine ähnliche Strategie, doch beim Boxenstopp in Runde 20 ging etwas schief. Nachdem die Reifen gewechselt waren, senkte der Druckluftwagenheber das Auto nicht sofort ab. "Das waren sieben Sekunden und ist mehr, als mir auf die Punkte gefehlt haben", seufzt der Österreicher. "Das ist schade, weil ich ein ziemlich gutes Rennen gefahren bin." Nach seinem Stopp fuhr Habsburg an der 16. und letzten Stelle.

Dann machte er in der Schlussphase so wie seine Teamkollegen Positionen gut. "Im ersten Stint habe ich mich extrem zurückgehalten, damit ich lange fahren konnte, um dann später mit frischen Reifen kämpfen zu können. Diese Gelegenheit wurde mir leider nicht geschenkt, aber mich freut es, dass meine Teamkollegen vorne in den Punkten dabei waren. Ohne Safety-Car, das motiviert schon. Aber Trauer und Frust sind wieder ein wenig da."

Frust hatte auch Dennis, der das Rennen gar nicht beenden konnte. "Ein enttäuschendes Ende für ein schwieriges Wochenende. Ich hatte schon im zweiten Qualifying am Sonntagvormittag Schwierigkeiten mit meinem Auto. Ich war auf den Geraden viel langsamer als meine Teamkollegen. Im Rennen hatte ich dann leider einen Bremsdefekt. Jetzt hoffe ich, dass es bei meinem Heimrennen in Brands Hatch nächstes Mal wieder besser läuft."

Nachdem Aston Martin zuletzt zwölf Punkte auf dem Norisring gesammelt hat, waren es nun deren zehn. "Auf jeden Fall hat Assen gezeigt, dass wir mit einer guten Strategie auch bei trockenen Bedingungen achtbare Ergebnisse erzielen können", sagt Kamelger abschließend. Weiter geht es in knapp drei Wochen mit dem Heimspiel in Brands Hatch (Großbritannien). Im Vorjahr konnten dort Juncadella und di Resta gewinnen, die damals noch im Mercedes saßen. Beide Fahrer wissen, wie man auf der Traditionsrennstrecke erfolgreich sein kann.

© Motorsport-Total.com

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