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Beim zweiten DTM-Training in Hockenheim katapultierte sich die Super GT zumindest kurzzeitig ins Vorderfeld - Paul di Resta flog mit haarigem Defekt an der Lenkung ab

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Zweites Freies Training auf dem Hockenheimring - und die Super-GT-Gäste zeigten auf abtrocknender Strecke erstmals Zähne: Lexus-Pilot Ryo Hirakawa, der am Ende mit 2,458 Sekunden Rückstand 17. wurde, hatte seinen Rückstand kurzzeitig auf rund sieben Zehntelsekunden heruntergeschraubt und dadurch auf Platz fünf rangiert. Da die Strecke aber weiter abtrocknete, wurde er aber noch durchgereicht.

Bester Super-GT-Pilot war aber einmal mehr Honda-Pilot Jenson Button als 15. Der Ex-Formel-1-Pilot hatte am Ende 2,105 Sekunden Rückstand auf Marco Wittmann im BMW, der mit 1:29.881 Bestzeit fuhr. Damit ließ er immerhin vier DTM-Piloten hinter sich. Bereits beim Einstufungstest am Donnerstag und beim verregneten ersten Training fehlten dem besten Super-GT-Piloten rund zwei Sekunden.

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Rückstand scheint weiterhin Nissan zu haben: Ronnie Quintarelli büßte im zweiten Training 3,646 Sekunden auf die Bestzeit ein, nachdem auch Tsugio Matsuda im ersten Training nicht ganz mithalten konnte.

BMW erneut an der Spitze

Hinter Spitzenreiter Wittmann, der bei seiner Bestzeit nicht ganz eine Sekunde langsamer war als Philipp Engs Pole-Runde im Mai, reihte sich Meister Rene Rast (+0,608), Timo Glock (0,702) ein, ehe mit Jamie Green, Nico Müller und Mike Rockenfeller drei weitere Audi-Piloten folgen.

"Wir sind nach dem nassen ersten Training auch im trockenen sehr konkurrenzfähig", freut sich Wittmann, dessen Teamkollege Timo Glock im ersten Training vorne lag. "Das Auto liegt sehr gut. Das ist also ein Freitag, auf dem wir aufbauen können. Natürlich zählt es am Samstag, aber es stimmt mich sehr zuversichtlich, dass wir unter beiden Bedingungen eine gute Pace hatten."

Lenkungsdefekt bei di Restas Aston Martin

Das Training wurde von einem haarigen Zwischenfall überschattet: Bei Halbzeit rutschte Paul di Resta in der Zielkurve in die Reifenstapel und musste aussteigen. Erst die Onboard-Kameraaufnahmen klärten auf, was wirklich passiert war. Der Schotte lenkte ein, ehe sich die Lenksäule aus ihrer Verankerung löste und der Bolide geradeaus fuhr.

Der DTM-Routinier hatte Glück im Unglück: Wäre sein Auto an einer anderen Stelle der Strecke unsteuerbar geworden, hätte die technische Panne böse enden können.

Es ist nun davon auszugehen, dass es vorerst zu keiner Balance-of-Performance-Anpassung kommen wird, da die Super-GT-Autos nach wie vor Rückstand haben. Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' könnte es aber im Laufe des Wochenendes jederzeit zu einer Änderung kommen, sollte der DMSB dies für notwendig erachten.

© Motorsport-Total.com

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