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Ferdinand Habsburg (r.) zieht ein Bilanz seiner Rookiesaison © R-Motorsport
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Verdient Ferdinand Habsburg eine zweite DTM-Saison? Wie der WRT-Audi-Aspirant seine Rookiesaison bewertet, worauf er stolz ist und was ihm zu schaffen machte

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Ferdinand Habsburg macht sich Hoffnungen, nach seinem Aston-Martin-Jahr auch 2020 in der DTM zu bleiben. Aber hat es sich der Österreicher aus sportlicher Sicht verdient, den letzten Sitz bei WRT-Audi zu ergattern? 'Motorsport-Total.com' hat den 22-Jährigen darum gebeten, sich selbst für die Rookie-Saison bei R-Motorsport, in der er im schwächelnden Aston Martin Vantage drei Punkte holte, zu benoten.

Auf einer Skala von eins (schlechteste Note) bis sieben (beste Note) gibt sich Habsburg eine fünf. "Eine Vier war in meiner Schulzeit ein Durchkommen", verweist er auf die Danube International School in Wien, die Habsburg von 2003 bis 2015 besuchte. "Daher würde ich mir eine Fünf oder eine Sechs geben - wahrscheinliche eine Fünf. Das wäre ziemlich gut."

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Wie er zu diesem Schluss kommt? "Am Anfang war ja die Qualifying-Performance meine Schwäche", gibt er zu. "Daher war mein maximaler Fokus, das zu optimieren. Ich bin sehr stolz, dass ich das geschafft habe, denn wenn ich im letzten Viertel des Jahres im Qualifying nicht der schnellste Aston-Martin-Pilot war, dann zumindest der zweitschnellste. Und das speziell gegen meine erfahrenen Teamkollegen."

Qualifying-Hoch zu Saisonende

Tatsächlich kann sich Habsburg Qualifying-Bilanz bei den fünf letzten Saisonrennen durchaus sehen lassen: Beim internen Duell mit seinen drei Aston-Martin-Teamkollegen di Resta, Daniel Juncadella und Jake Dennis erreichte er bei den letzten fünf Saisonqualifyings auf dem Lausitzring, auf dem Nürburgring und in Hockenheim die Plätze drei, drei, eins, eins und zwei.

Das ist insofern bemerkenswert, dass er bis zum letzten Viertel der Saison im Aston-Martin-Qualifying-Duell nie besser als Dritter war. Habsburg führt den Aufwind darauf zurück, dass das Team gegen Saisonende mehr auf seine Vorlieben einging. Aber was war für den ehemaligen Formel-3-Piloten Habsburg in seiner Rookie-Saison in der DTM eigentlich die größte Herausforderung?

Habsburgs Umstieg vom Formel-3-Auto in ein "Biest"

"Beim Fahren war der interessanteste Unterschied, wie man den Reifen auf eine Runde zum Funktionieren bringt und wie man das auf eine Renndistanz ohne Heizdecken schafft", sagt er. "Dazu kommt das Turboloch, das teilweise sehr schwer zu kontrollieren ist."

Der Österreicher vergleicht seinen DTM-Boliden mit einem Formel-3-Auto. "Man springt von einem 250-PS-Reihenmotor, der keinen Turbo hat und genau das macht, was dein rechter Fuß sagt, in ein Biest mit 600 PS. Und du weißt nie genau, was es machen wird."

Habsburg gibt ein Beispiel: "Es kann sein, dass du ein bisschen Gas gibt und das Auto dreht sich komplett ein. Oder du gibst 50 Prozent Gas, und es passiert nichts. Dazu kommt, dass wir jedes Wochenende ein Software-Update hatten. Das heißt, dass du jedes Mal einsteigst und keine Ahnung hast, wie es sich anfühlen wird."

© Motorsport-Total.com

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