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Antonio Felix da Costa macht Lust auf die "große Zukunft" der Formel E
Antonio Felix da Costa macht Lust auf die "große Zukunft" der Formel E © LAT
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BMW-Werksfahrer Antonio Felix da Costa über die Entwicklung der Formel E und was die Hersteller aus der Elektroserie mitnehmen können

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Schon drei Wochen geht die Formel E in ihre fünfte Saison. Von Anfang an dabei: Antonio Felix da Costa. Der Portugiese hat damit die ersten Schritte der Serie genauso mitbekommen, wie er jetzt den Aufbruch in die neue Ära miterlebt. Neue Autos, neue Technologie und vor allem noch mehr Hersteller-Interesse und Engagement. Als BMW-Werksfahrer weiß er, woher das kommt und was sich die Hersteller davon versprechen.

"Im Formel-E-Projekt kann sich BMW selbst mehr herausfordern", erklärt er. "Das Rennprogramm bietet den Ingenieuren ein Versuchsfeld, ein Labor, für die Weiterentwicklung des elektrischen Antriebsstrangs. Wir ermutigen die Entwickler der Serienfahrzeuge, so aggressiv wie möglich an die Sache heranzugehen."

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Die Formel E als Vorreiter in der Autoentwicklung? Es ist nicht lange her, da wurde dieser Umstand noch von vielen Seiten belächelt. "Zu Beginn haben die Leute - inklusive mir selbst - nicht wirklich an die Serie geglaubt", räumt auch da Costa ein. "Doch jetzt ist sie der Ort, an dem jeder Fahrer sein möchte. Mehr noch: Man muss sich nur anschauen, wie professionell die Formel E ist, wie viele Hersteller dabei sind, wie viele Fans bei den Rennen sind und wie hoch das Level der beteiligten Sponsoren ist. Die Formel E ist in den Fokus der Motorsport-Welt gerückt. Das war für uns alle eine großartige Reise. Jetzt nimmt jeder die Serie ernst. Sie ist wirklich enorm groß geworden."

Die Serie hat das Interesse der Hersteller geweckt, das Hersteller-Engagement lässt die Serie wachsen - diese Wechselwirkung soll das Erfolgsversprechen sein. "Ein großer Erfolgsfaktor für die Formel E war immer, wie viele Hersteller sich engagieren würden", so Da Costa. "BMW ist ein weltweit erfolgreicher Hersteller, der sich in den Saisons fünf und sechs auf der Strecke mit anderen großen Playern wie Porsche, Mercedes, Audi, Nissan und Jaguar messen wird. Ein derart hohes Level an Engagement von Industrieführern ist sehr aufregend und verspricht eine große Zukunft."

Da Costas eigenen Ansprüche für die fünfte Saison gestalten sich trotz des erfolgreichen Tests Mitte Oktober aber noch zurückhaltend: "Dort die Schnellsten gewesen zu sein, gibt uns viel Selbstvertrauen, aber wir gehen mit Demut in die Saison. Unsere Gegner sind extrem stark, von daher gehen wir das Rennen in Riad mit einer vorsichtigen Erwartungshaltung an. Wir sind uns nicht sicher, was uns dort genau erwartet, aber wir bestreiten den Saisonauftakt mit maximaler Entschlossenheit und Motivation. Danach machen wir uns Gedanken über Ziele und Erwartungen für den Rest der Saison."

© Motorsport-Total.com

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