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In der Formel E wird seit 2014 um Punkte gefahren
In der Formel E wird seit 2014 um Punkte gefahren © Getty Images
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Die Formel E ist die erste Rennserie für rein elektrobetriebene Formel-Sportwagen. Auch in dieser Saison sitzen zahlreiche Topfahrer bei den zwölf Teams am Steuer.

2013 war die Geburtsstunde der Formel E. Die erste Rennserie für rein elektrobetriebene Formel-Sportwagen wurde auf Initiative des ehemaligen Formel-1-Teamchefs Jean Todt ins Leben gerufen. 2014 startete die Serie in ihre erste Saison.

In der Saison 2019/20 gehen zwölf Teams an den Start - eines mehr als in der Vorsaison. Neu dabei sind Porsche und Mercedes, das den Rennstall HWA Racelab übernommen hat. Damit starten mit Audi, BMW, Porsche und Mercedes erstmals die alle vier deutschen Premiummarken werksseitig in einer Rennserie. 

Das Fahrerfeld beinhaltet zahlreiche illustre Namen. Acht Cockpits sind mit ehemaligen Formel-1-Piloten besetzt.

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SPORT1 zeigt die Cockpits der einzelnen Teams und den Rennkalender für die Saison 2019/2020:

Audi Sport ABT Schaeffler Formula E Team

Audi Sport ABT Schaeffler Formula E Team: Daniel Abt (r. ) und Lucas Di Grassi
Audi Sport ABT Schaeffler Formula E Team: Daniel Abt (r. ) und Lucas Di Grassi © Getty Images

Daniel Abt (26 Jahre, Startnummer 66, Deutschland): Der Sohn von Teamchef Hans-Jürgen Abt fährt seit 2014 in der Formel E. In der Saison 2017/18 gewann er die Rennen in Mexiko und Berlin. Die vergangene Saison schloss er als Gesamtsiebter ab. 

Lucas di Grassi (35 Jahre, Startnummer 11, Brasilien): 2010 fuhr di Grassi für das Team Virgin Racing in der Formel 1. Seit 2014 ist er für das Audi-Team aus dem Allgäu in der Formel E am Start. In der Saison 2016/17 gewann er die Fahrerwertung. Zwei seiner zehn Siege in der Formel E errang er in der Vorsaison, die er als Dritter der Gesamtwertung beendete. 

DS Techeetah

DS Techeetah: Jean-Eric Vergne (Bild) und Antonio Felix da Costa
DS Techeetah: Jean-Eric Vergne (Bild) und Antonio Felix da Costa © Getty Images

Jean-Eric Vergne (29 Jahre, Startnummer 25, Frankreich): Von 2012 bis 2014 saß Vergne für Torro Rosso in der Formel 1 am Steuer. In der Formel E ist er seit 2014 einer der erfolgreichsten Fahrer. In der Saison 2017/18 gewann er vier Rennen und am Ende auch die Fahrerwertung. Diese gewann er auch in der Saison 2018/19, in der er drei Rennen gewann. 

Antonio Felix da Costa (28 Jahre, Startnummer 13, Portugal): Da Costa fährt bereits seit der Saison 2014/15 in der Formel E - in den beiden letzten Saisons für das Team BMW i Andretti Motorsport. Von 2014 bis 2016 fuhr er für BMW zudem im DTM. In der Formel E kommt er bisher auf zwei Siege, in der Vorsaison gewann er das Auftaktrennen in Riad. 

Envision Virgin Racing

Envision Virgin Racing Team: Robin Frijns (l.) und Sam Bird
Envision Virgin Racing Team: Robin Frijns (l.) und Sam Bird © Getty Images

Sam Bird (32 Jahre, Startnummer 2, Großbritannien): Bird ist einer der Publikumslieblinge der Formel E. Bereits seit 2014 steht er beim britischen Team unter Vertrag. Seitdem fuhr er in der Gesamtwertung fünf Mal in die Top 5. In der Saison 2918/19 gewann er zwar ein Rennen, belegte in der Gesamtwertung aber "nur" Platz neun. 

Robin Frijns (28 Jahre, Startnummer 4, Niederlande): Nach einjähriger Pause fährt der Niederländer seit der Saison 2018/19 in der Formel E. In seinem Comebackjahr gewann er zwei Rennen und fuhr in der Gesamtwertung bis auf Platz vier nach vorne.

Mahindra Racing

Pascal Wehrlein hat einen Platz auf dem Podest nur knapp verpasst
Pascal Wehrlein hat einen Platz auf dem Podest nur knapp verpasst © Getty Images

Pascal Wehrlein (25 Jahre, Startnummer 94, Deutschland): Die deutsche Motorsport-Hoffnung bestreitet seine zweite Formel-E-Saison. In seiner Premierensaison war ein zweiter Platz in Santiago (Chile) das beste Resultat. Nach zwei eher erfolglosen Jahren bei Manor und Sauber in der Formel 1 kehrte er 2018 zu Mercedes in die DTM zurück. In dieser Rennserie holte er 2015 den Gesamtsieg. 

Jerome d'Ambrosio (33 Jahre, Startnummer 64, Belgien): 2011 und 2012 machte der Belgier 20 Rennen in der Formel 1, ohne jedoch einen WM-Punkt einzufahren. Seit der ersten Formel-E-Saison ist er als Fahrer dabei. In der Saison 2015/16, damals noch für Dragon Racing, wurde er Gesamtfünfter. In der Saison 2018/19 gewann er Rennen in Marrakesch (Marokko) und wurde Gesamtelfter. 

Nissan e.dams

Nissan e.dams: Sebastian Buemi (Bild) und Olivier Rowland
Nissan e.dams: Sebastian Buemi (Bild) und Olivier Rowland © Getty Images

Sebastien Buemi (31 Jahre, Startnummer 23, Schweiz): Für die Scuderia Torro Rosso machte Buemi von 2009 bis 2011 55 Formel-1-Rennen. In der Formel E fährt er seit der Saison 2014/15. 2015/16 holte er für das Team e.dams Renault den Gesamtsieg. Diesen verpasste er in der Saison 2018/19 als Zweiter nur knapp. 2014 wurde er Fahrerweltmeister der WEC , 2018 und 2019 gewann er das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Oliver Rowland (27 Jahre, Startnummer 22, Großbritannien): Der Brite fährt seine zweite Saison in der Formel E. 2015 gewann er die Meisterschaft in der Formel Renault 3.5.

Panasonic Jaguar Racing

Panasonic Jaguar Racing: James Calado (l.) und Mitch Evans
Panasonic Jaguar Racing: James Calado (l.) und Mitch Evans © Getty Images

Mitch Evans (25 Jahre, Startnummer 20, Neuseeland): Der Mann aus Neuseeland fährt seit 2011 in europäischen Rennserien. 212 gewann er die GP3-Serie. Seit der Rückkehr von Jaguar in den Motorsport 2016 fährt er für den Rennstall in der Formel E. Die Saison 2018/19 beendete er als Gesamtfünfter. 

James Calado (30 Jahre, Startnummer 51, Großbritannien): Calado ist ein Neuling in der Formel E. 2013 war er Reservefahrer für Force India in der Formel 1. 2019 gewann er das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Venturi Racing

Venturi Racing: Filipe Massa (Bild) und Edoardo Mortara
Venturi Racing: Filipe Massa (Bild) und Edoardo Mortara © Getty Images

Edoardo Mortata (32 Jahre, Startnummer 48, Italien): Mortara ist in seinem dritten Jahr bei Venturi. Miteigentümer des in Monte Carlo beheimateten Teams ist Hollywood-Star Leonardo Di Caprio. Mortara fuhr von 2011 bis 2018 erfolgreich im DTM. In der Vorsaison gewann Mortara das Rennen in Hongkong, belegte in der Gesamtwertung aber nachdem er von den letzten sieben Saisonrennen sechs Mal das Rennen nicht beendete nur Platz 14. 2016 wurde er Gesamtzweiter. 

Felipe Massa (38 Jahre, Startnummer 19, Brasilien): Massa ist der bekannteste Name der Formel E. Seine erste Saison schloss er auf Gesamtplatz 15 ab. In der Formel 1 feierte er von 2002 bis 2017 große Erfolge. Sechs Siege und die Vize-Weltmeisterschaft 2008 stehen auf seiner Habenseite. Insgesamt fuhr er 269 Rennen für Sauber, Ferrari und Williams in der Königsklasse.

NIO 333

NIO 333: Oliver Turvey (Bild) und Ma Quing Hua
NIO 333: Oliver Turvey (Bild) und Ma Quing Hua © Getty Images

Oliver Turvey (32 Jahre, Startnummer 3, Großbritannien): Der Brite ist seit der Saison 2014/15 in der Formel E im Einsatz. Sein bisher bestes Resultat war ein zweiter Platz beim Rennen in Mexiko in der Saison 2017/18. In der Saison 2018 holte er als 20. der Gesamtwertung lediglich sieben Punkte.

Ma Quing Hua (32 Jahre, Startnummer 33, China): Der Chinese ist ein Rückkehrer in die Formel E. Zuletzt machte er in der Saison 2017/2018 zwei Rennen für das Team Nio, insgesamt bestritt er bisher neun Formel-E-Rennen. 

Geox Dragon

Geox Dragon: Brendon Hartley (Bild) und Nico Müller
Geox Dragon: Brendon Hartley (Bild) und Nico Müller © Getty Images

Brendon Hartley (29 Jahre, Startnummer 6, Neuseeland): Der Neusseländer fährt seine erste Saison in der Formel E. 2009 und 2010 war er Ersatzfahrer für die Formel-1-Teams Torro Rosso und Red Bull Racing. 2017 feierte er bei Torro Rosso sein Debüt in der Königsklasse des Motorsports. 2018 fuhr er die komplette Saison für Red Bull Torro Rosso Honda und holte vier WM-Punkte. Zudem war er sehr erfolgreich in der FIA-Langstrecken-WM, die er zwei mal gewann, im Einsatz. 

Nico Müller (27 Jahre, Startnummer 7, Schweiz): Auch der Schweizer ist ein Formel-E-Neuling. Seit 2014 fährt für Audi im DTM. Dort feierte er bisher vier Siege und wurde 2019 Zweiter in der Gesamtwertung. 

BMW i Andretti Motorsport

Das Formel-E-Rennen in China wurde abgesagt
BMW i Andretti Motorsport: Alexander Sims (Nr. 27) und Maximilian Günther © Getty Images

Maximilian Günther (22 Jahre, Startnummer 28, Deutschland): Der deutsche Nachwuchsfahrer fährt seine zweite Saison in der Formel E. In der Saison 2018/19 machte er zehn Rennen für Geox Dragon. 2016 wurde er zum ADAC Junior-Motorsportler des Jahres gewählt.

Alexander Sims (31 Jahre, Startnummer 27, Großbritannien): Der Brite geht in seine zweite Saison in der Formel E. In der Saison 2018/19 wurde er Gesamt-13. Vor seinem Engagement in der Formel E  war er vor allem in verschiedenen GT-Serien unterwegs.

Mercedes EQ

Mercedes EQ: Stoffel Vandoorne (Bild) und Nyck de Vries
Mercedes EQ: Stoffel Vandoorne (Bild) und Nyck de Vries © Getty Images

Stoffel Vandoorne (27 Jahre, Startnummer 5, Belgien): Von 2016 bis 2018 fuhr er 41 Formel-1-Rennen für McLaren. Zur Saison 2018/19 folgte der Wechsel in die Formel E in das von Mercedes übernommene Team HWA Racelab. Für dieses fuhr er in Rom als Dritter ein Mal auf das Podest. 

Nyck de Vries (24 Jahre, Startnummer 17, Niederlande): Der Niederländer geht erstmals in der Formel E an den Start. Von 2017 bis 2019 fuhr er in der Formel 2. 2010 und 2011 wurde er jeweils Kart-Weltmeister.

TAG Heuer Porsche

TAG Heuer Porsche: Neel Jani (Bild) und Andre Lotterer
TAG Heuer Porsche: Neel Jani (Bild) und Andre Lotterer © Getty Images

Andre Lotterer (38 Jahre, Startnummer 36, Deutschland): Lotterer fuhr die vergangenen beiden Saisons für das chinesische Privatteam Techeetah. 2014 machte er ein Rennen für Caterham in der Formel 1. Zu den größten Erfolgen seiner bereits langen Karriere zählt der Weltmeistertitel der FIUA-Langstrecken-WM (WEC) im Jahr 2012. Zudem gewann er 2011, 2012 und 2014 das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Neel Jani (35 Jahre, Startnummer 18, Schweiz): Der Schweizer in Diensten des neuen Formel-E-Teams kann auf die Erfahrung von zwei Formel-E-Rennen zurückblicken. In der Saison 2017/18 saß er zwei Mal im Cockpit eines Dragon Racing. Als Porsche-Werksfahrer gewann er die WEC-Weltmeisterschaft und 2016 den Gesamtsieg in Le Mans. 

Der Rennkalender 2019/20

22. November 2019: Riad (Saudi-Arabien)
23. November 2019: Riad (Saudi-Arabien)
18. Januar 2020: Santiago (Chile)
15. Februar 2020: Mexiko-City (Mexiko)
29. Februar 2020: Marrakesch (Marokko)
21. März 2020: Sanya (China)
4. April 2020: Rom (Italien)
18. April 2020: Paris (Frankreich)
3. Mai 2020: Seoul (Südkorea)
6. Juni 2020: Jakarta (Indonesien)
21. Juni 2020: Berlin (Deutschland)
11. Juli 2020: New York (USA)
25. Juli 2020: London (England)
25. Juli 2020: London (England)

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