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Dominosteine Formel 1-Fahrer 2016
Dominosteine Formel 1-Fahrer 2016 © Getty/ SPORT1-Grafik/ Paul Haenel
Lesedauer: 5 Minuten
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Daumen hoch oder Daumen runter? Nicht nur Romain Grosjean wartet auf ein Signal von Renault. Die Entscheidung der Franzosen in Sachen Lotus-Übernahme könnte die Zukunft von zahlreichen Fahrern beeinflussen.

SPORT1 beleuchtet die Auswirkungen auf das Fahrerkarussell 2016.

MERCEDES:

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Bei Mercedes ist alles in trockenen Tüchern: Nico Rosberg steht noch bis 2017 unter Vertrag, Lewis Hamilton hat nach langer Hängepartie bis 2018 verlängert. Einen Grund für eine Änderung des Fahrerduos hätte es für die Silbernen aber ohnehin nicht gegeben.

FERRARI:

Bei den Roten stand lange ein Fragezeichen hinter Kimi Räikkönen. Der alte Vertrag des Routiniers galt nur noch diese Saison. Valtteri Bottas, aber auch Nico Hülkenberg galten als Nachfolgekandidaten. Doch dann macht die Scuderia Nägel mit Köpfen und verlängert mit dem Finnen vor dem Rennen in Spa bis Ende 2016. Sebastian Vettel ist ohnehin bis Ende 2017 bei seinem Traumteam.

RED BULL RACING:

Alles klar - oder doch nicht? Das ist das derzeitige Motto bei Red Bull. Eigentlich sind Daniel Ricciardo und Daniil Kwjat mit Verträgen für 2016 ausgestattet, dennoch lässt Teamchef Christian Horner beide zappeln: "Wir haben keine Eile, uns festzulegen", sagte Horner über die Fahrerpaarung. Nicht ganz so gelassen dürfte er in Sachen zukünftiger Motorenpartner sein. Angesichts der bevorstehenden Trennung von Renault und der Absage von Mercedes bleibt Ferrari für die "Roten Bullen" die einzig verbliebene denkbare Alternative.

WILLIAMS:

Vor dem Rennen in Monza bestätigte das Traditionsteam, dass Valtteri Bottas und Felipe Massa auch kommende Saison am Steuer sitzen werden. Damit sind zwei weitere attraktive Cockpits in der Formel 1 vergeben.

LOTUS:

Von klaren Verhältnissen ist das Team Lotus noch weit entfernt. Bevor die Fahrerpaarung ein Thema wird, müssen erst einmal die Besitzverhältnisse geklärt werden. Die Anzeichen verdichten sich zwar, dass Renault den Rennstall übernimmt. Doch sicher ist das noch nicht.

Sollte Renault einsteigen, bleibt Romain Grosjean im Team. Nicht nur weil er Franzose ist, auch weil sein Sponsor Total gleichzeitig als Renaults Hauptsponsor auftrit.

HAAS:

Sollte sich Renault zurückziehen, wäre der neue amerikanische Rennstall um Teamchef Gene Haas, der 2016 seine Premiere in der Formel 1 feiern wird, ein mögliches Ziel für Grosjean.

Ferrari-Testfahrer Esteban Gutierrez aus Mexiko gilt ohnehin als aussichtsreicher Kandidat. Nicht zuletzt, weil Haas Racing seine Motoren von Ferrari beziehen wird.

Auch Jean-Eric Vergne kann sich Hoffnungen machen. Der Franzose ist ebenfalls Testfahrer bei der Scuderia und kann wie Gutierrez bereits Formel-1-Erfahrung vorweisen.

Bei Pastor Maldonado verhält es sich konträr zu Grosjean: Wenn Renault nicht bei Lotus einsteigt, bleibt der Venezolaner mit seinen 50 Millionen Dollar Sponsorengeldern dem Team erhalten. Übernehmen die Franzosen das Team, könnte das das Aus für Maldonado bedeuten...

FORCE INDIA:

... und Maldonados Sponsoren-Millionen landen eventuell bei Force India.Dort kann sich Sergio Perez zwar der Unterstützung seiner Mechaniker sicher sein. Einen neuen Vertrag bringt die allein aber noch nicht.

Perez' deutscher Teamkollege Nico Hülkenberg kann indes bereits jetzt weiter für die Formel 1 planen. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren hat der Emmericher bei Force India schon früh seinen Vertrag bis 2017 verlängert.

MCLAREN-HONDA:

Spannend wird es bei McLaren-Honda. Während Fernando Alonso auch für das kommende Jahr einen Vertrag besitzt, steht die Zukunft von Jenson Button offenbar noch auf der Kippe. Aus Woking war jüngst zu hören, dass man auf eine Entscheidung des Weltmeisters von 2008 wartet.

Buttons junge Konkurrenz macht schon Druck: Der belgische McLaren-Ziehsohn Stoffel Vandoorne empfiehlt sich als amtierender GP2-Champ. Mit diesen Meriten sind einst unter anderem Rosberg, Hamilton und Hülkenberg in die Formel 1 aufgestiegen.

Auch Kevin Magnussen hofft auf seine Chance. Der Däne fuhr schon 2014 eine Formel-1-Saison für McLaren. Nach einem mäßigen Jahr wurde sein Vertrag aber nicht verlängert. Dafür bringt Magnussen Sponsorengelder in Millionenhöhe mit. Neben McLaren soll aber auch das neue Haas-Team eine ernsthafte Option für Magnussen sein.

MANOR:

Sollte Button doch noch ein Jahr bei McLaren dranhängen, wäre Manor-Marussia zumindest für Vandoorne eine mögliche Alternative. Vor allem dann, wenn das Team 2016 von Ferrari-Motoren auf Honda-Aggregate wechseln sollte.

Allerdings soll auch Mercedes noch als kommender Motorenpartner von Manor im Gespräch sein. Sollten die Stuttgarter das Rennen machen, wäre deren Testfahrer Pascal Wehrlein ein heißer Kandidat auf ein Cockpit. Die derzeitigen Stammpiloten Roberto Merhi und Will Stevens stehen in jedem Fall vor einer ungewissen Zukunft.

TORO ROSSO:

Beim Tochterteam von Red Bull fahren mit Max Verstappen und Carlos Sainz Jr. bereits zwei der größten Motorsporttalente. Da der Mutterkonzern an dem Duo festhalten will, bleiben beide Toro Rosso erhalten. Ein Aufstieg zu Red Bull käme auch noch zu früh.

SAUBER:

Auch Sauber macht schon früh alles klar: Im Juli verkündet das Team, auch in der kommenden Saison mit dem Fahrerduo aus dem Brasilianer Felipe Nasr und dem Schweden Marcus Ericsson an den Start zu gehen

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