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Luca di Montezemolo war von 1991 bis 2014 Verwaltungsratsvorsitzender von Ferrari
Luca di Montezemolo war von 1991 bis 2014 Verwaltungsratsvorsitzender von Ferrari © Getty Images
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Der frühere Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hält wenig davon, auf ein rein italienisches Techniker-Team zu setzen. Er äußert sich zudem zu Sebastian Vettel.

Der langjährige Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat den Kurs seines Nachfolgers Sergio Marchionne kritisiert. Die Entscheidung, in der Formel 1 auf ein rein italienisches Techniker-Team zu setzen, sei "riskant", sagte der 69-Jährige: "Um in der Formel 1 zu gewinnen, braucht man die besten Leute und Offenheit für das Neue."

Zwar wäre es "schön, mit italienischen Technikern und Piloten zu gewinnen, doch nicht immer sind die Spitzenleute Italiener", sagte di Montezemolo in einem Interview mit dem italienischen Radio RAI.

Montezemolo, von 1991 bis 2014 Ferrari-Präsident, äußerte sich auch zur Zukunft des viermaligen Weltmeisters Sebastian Vettel. "Vettel, der zu Ferrari gewechselt ist, um zu gewinnen, wird in dieser Saison nach zwei, oder drei Rennen Ferraris Wettbewerbsfähigkeit bewerten. Dann beginnt wieder das Rätseln um seine Zukunft, da sein Vertrag ausläuft", sagte di Montezemolo.

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Die Zukunft von Vettels finnischem Teamkollegen Kimi Räikkönen sieht di Montezemolo wesentlich kritischer. "Er kann nicht die Zukunft des Teams sein", meinte der Manager. Die ersten Resultate des neuen Ferrari-Boliden bei den Tests in Barcelona bewertete er positiv: "Doch die wahren Leistungen wird man erst in Melbourne sehen."

Die Formel 1 startet am 26. März im australischen Melbourne in die Saison. Ferrari konnte im abgelaufenen Rennjahr kein Rennen gewinnen, Vettel wartet bereits seit September 2015 in Singapur auf einen Sieg mit dem Traditionsteam.

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