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RB13
RB13 © twitter.com/@redbullracing
Lesedauer: 3 Minuten
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Red Bull wählt für die Präsentation des neuen Formel-1-Boliden eine kuriose Variante. Für das optische Highlight sorgt der "kleine" Red-Bull-Rennstall.

Mercedes-Herausforderer Red Bull hat einen Tag vor Beginn der ersten Testfahrten in Barcelona mit einem ungewöhnlichen Video in den Sozialen Medien sein Auto für die Formel-1-WM 2017 vorgestellt.

Um Punkt 13.13 Uhr wurde der Bolide für Max Verstappen und Daniel Ricciardo mit der Typ-Bezeichnung RB13 online gestellt.

Bei der Gestaltung des dazugehörigen Videos bediente sich Red Bull im Bereich Aberglaube und Hokuspokus. In schnellen Sequenzen erscheinen schwarze Katzen, vierblättriger Klee, Hufeisen, Hasenpfoten, Spielautomaten, japanische Glückskatzen und immer wieder die Zahl 13.

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"Break with tradition, break superstition" lautet die Zeile dazu: "Brich mit der Tradition, brich mit dem Aberglauben".

Ricciardo nimmt es mit Humor

Den Fahrern ist es egal. "Ich kann mit Aberglaube nichts anfangen, mir bedeutet das gar nichts", sagte Daniel Ricciardo. Das Vorjahresauto habe die Bezeichnung "RB12" getragen, "und nach der 12 kommt nun mal die 13".

Oft diene eine Start- oder Trikotnummer 13 als Ausrede, "wenn mal etwas schiefgelaufen ist. Das ist albern." Max Verstappen sieht es ähnlich: "Das Auto wirkt sehr aggressiv, das gefällt mir. Ich hoffe nur, dass es auch so schnell ist, wie es aussieht."

Beide sind froh, dass es nach der langen Winterpause endlich wieder losgeht, vermisst haben sie sich gegenseitig allerdings nicht. "Vielleicht doch, vielleicht sein Lachen", räumte Verstappen augenzwinkernd ein: "Er lacht immer. Sogar wenn er nicht lacht, lacht er irgendwie."

Auffällig an dem RB13, wie in den vergangenen Jahren in den typischen Red-Bull-Farben gehalten und matt lackiert, ist das Atemloch vorne an der Nase des Autos. Wie die meisten anderen Teams hat auch Red-Bull-Chefdesigner Adrian Newey die typische "Haifischflosse" hinter dem Cockpit verbaut.

Haas mit nach hinten gezogener Heckflosse

Weitaus weniger spektakulär erblickte das Auto des noch jungen Haas-Teams das Licht der Online-Welt. Der VF17, der bereits am Samstag in der Boxengasse von Barcelona abgelichtet worden war, bietet mit seinem in Dunkelgrau und Rot gehaltenen Chassis mit weit nach hinten gezogener Heckflosse nichts Spektakuläres.

Romain Grosjean, der 2016 immerhin 29 Punkte in der Debütsaison des Rennstalls holte, und Kevin Magnussen als Nachfolger von Esteban Gutierrez sollen das US-Team im zweiten WM-Jahr in der Konstrukteurswertung weiter nach vorne bringen.

Als letztes der zehn Teams präsentierte Toro Rosso am Sonntagabend seinen neuen Boliden - und vielleicht für nicht wenige Fans galt in diesem Fall, dass das Beste zum Schluss kam.

Der silber-blau-rote STR12 des "kleinen" Red-Bull-Rennstalls mit dem Bullen des Hauptsponsors auf der Heckfinne sieht spektakulär aus. Sogar das Weltmeister-Team von Mercedes gratulierte via Twitter zur gelungenen Optik. 

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