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Mercedes Formula One Team Launch 2017 Car
Mercedes Formula One Team Launch 2017 Car © Getty Images
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Toto Wolff nimmt sich in Sachen Familie Tennis-Profi Roger Federer als Vorbild. Sportlich vermisst er Nico Rosberg, ist vor den Testfahrten jedoch optimistisch.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat zugegeben, dass sein Privatleben unter seinem kompromisslosen Einsatz für seinen Job leide. "Ich gebe alles, ich gebe in diesem Job mein ganzes Leben, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche, 365 Tage im Jahr denke er "an nichts anderes als an dieses Team. Und ich will es auch gar nicht anders", sagte der 45-Jährige, der in Kürze zum dritten Mal Vater wird.

Sobald das Kind auf der Welt ist, "werden wir eine Reisefamilie sein", sagte Wolff, der in zweiter Ehe mit der ehemaligen Rennfahrerin Susie Stoddart verheiratet ist: "Wir haben kürzlich Roger Federer gesehen, auf der Tribüne saß seine Frau mit beiden Zwillingspärchen im Schlepptau, und Susie hat gesagt: Wenn die mit vier Kindern so ein Programm fahren, dann können wir das mit einem auch."

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Wolff überrascht von Rosberg-Rücktritt

Wolff lässt keinen Zweifel an den Ambitionen der Silberpfeile für die am 26. März in Melbourne beginnende Formel-1-Weltmeisterschaft 2017. Die Ziele seien klar definiert, erneut wolle Mercedes beide WM-Titel gewinnen, aber: "Wir sind uns bewusst, dass das in diesem Jahr nicht so einfach wird wie in den vergangenen Jahren", ergänzte Wolff.

Man habe vor allem "ein bisschen die Unsicherheit, dass uns ein Fahrer und damit eine Säule unseres Teams weggebrochen ist", sagte der Österreicher: "Das eröffnet aber zugleich auch wieder Möglichkeiten." Ihn selbst habe der überraschende Rücktritt von Weltmeister Nico Rosberg unter anderem den fest eingeplanten Winterurlaub gekostet: "Damit war alles über den Haufen geworfen."

Gutes Gefühl vor Testfahrten

Dennoch sei das Gefühl im Team vor Beginn der ersten Testfahrten am Montag in Barcelona "richtig gut". Allerdings stehe man vor "einer völlig neuen Herausforderung, weil sich die Gefahr einschleichen kann, dass die Erwartungshaltung aufgrund der vergangenen Jahre zu hoch ist", sagte Wolff: "Vielleicht ist es für uns zuletzt sogar zu einfach gegangen, sodass wir nicht mehr richtig mit Rückschlägen umgehen können." Unter anderem deshalb gebe es auch keine Trophäen in den Team-Büros zu sehen: "Die Memorabilien von gestern motivieren uns nicht für morgen."

Man habe sich vor der Saison 2017 mit enormen Regeländerungen auseinandersetzen müssen, sagte Wolff: "Die neuen Autos haben kaum noch etwas zu tun mit den Rennwagen der letzten Jahre." Kein Team habe es in der Vergangenheit geschafft, "über so eine Regeländerung hinweg siegreich zu bleiben. Wir wollen das schaffen und sind deshalb bis unter die Haarspitzen motiviert."
  

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