vergrößernverkleinern
Spanish F1 Grand Prix - Practice
Spanish F1 Grand Prix - Practice © Getty Images
Lesedauer: 5 Minuten
teilenE-MailKommentare

Sebastian Vettel ärgert sich nach dem Qualifying von Barcelona über die verpasste Pole. Auch Pole-Setter Lewis Hamilton ist nicht zufrieden. Die Stimmen.

Sebastian Vettel kann mit Platz zwei beim Qualifying in Barcelona eigentlich mehr als zufrieden sein. Schließlich sah es nach dem vorzeitigen Ende im 3. Training nicht so aus, als ob der Ferrari-Pilot überhaupt an der Zeitenjagd teilnehmen könnte.

Die Ferrari-Crew schaffte es jedoch den Motor in Rekordzeit auszutauschen. Vettel bedankte sich für die harte Arbeit fast mit der Pole Position, doch ein Fehler im letzten Abschnitt verhinderte die Bestzeit, worüber sich der viermalige Weltmeister anschließend ärgerte.

Lewis Hamilton dürfte sich über den Patzer gefreut haben, denn dadurch geht der Brite von der Pole ins Rennen. Der Mercedes-Pilot war mit seiner Runde allerdings ebenfalls nicht zufrieden.

Anzeige

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying zusammen:

Lewis Hamilton (Mercedes), Pole Position: "Meine Runde war so lala. Der erste Teil war ganz gut, der letzte Sektor hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich habe aber keinen Fehler gemacht. Es war nur wahnsinnig windig. Manchmal bremst man an der gleichen Stelle, aber das Auto untersteuert. Die Stimmung hilft mir viel. Morgen wird der Run zur ersten Kurve wichtig. Wir werden sehen, wer da als Erster ankommt. Es ist ein weiter Weg bis dahin."

Sebastian Vettel (Ferrari), Startplatz 2: "Ich bin hier schon so viele Runden gefahren und die letzte Schikane scheint immer schwierig für mich zu sein. Mit der ersten Runde in Q3 war ich überhaupt nicht zufrieden. Meine letzte Runde war dann richtig gut, bis zur letzten Schikane eben. Da habe ich mich leicht verbremst. Vielleicht hätte ich ein bisschen vorsichtiger fahren müssen. Bis dahin war ich sehr zufrieden." 

Zur Schrecksekunde, als es hieß, dass er sein Auto abstellen sollte: "Es war wohl ein Programmierungsfehler, den wir aber sogar noch auf der Strecke beheben konnten. Zunächst hatte ich ja die Anweisung anzuhalten, das Auto abzustellen. Alles hatte geblinkt. Mir war klar, dass da etwas los ist. Aber ich hatte gerade die letzte Öffnung an der Strecke verpasst und musste dann sowieso um die Ecke rollen. Daher habe ich dann noch einmal nachgefragt und konnte doch weiterfahren."

Valtteri Bottas (Mercedes), Startplatz 3: "Es ist immer ganz okay, wenn man aus der zweiten Reihe starten kann. Es war nicht die beste Runde von mir an diesem Wochenende, dazu mussten wir auch noch auf den alten Motor zurückwechseln. Aber die Jungs haben da einen tollen Job gemacht, das Auto wieder herzurichten. Die zweite Reihe liegt mir. Mit dem Motor wird es kein Problem geben. Wir müssen jetzt mit dem arbeiten, was wir haben."

Max Verstappen (Red Bull), Startplatz 5: "Ich bin sehr zufrieden. Von Auto und Setup her war es sehr gut. Das Beste des Jahres. Am Ende waren wir nur sechs Zehntelsekunden hinter der Pole. Das ist sehr gut für uns, weil es im vergangenen Rennen noch anderthalb Sekunden waren."

Fernando Alonso (McLaren-Honda), Startplatz 7: "Alles lief perfekt, besser als wir dachten. Heute haben wir alles zusammengebracht. Es war recht schwierig mit dem Wind, aber mein Auto hat mir stets das Vertrauen gegeben, damit zu 100 Prozent zu attackieren. Das Team hat in den letzten Wochen hart gearbeitet. Es ist eine Strecke, auf der es schwierig ist, zu überholen. Wir werden alles versuchen, um unsere Position zu verteidigen."

Nico Hülkenberg (Renault), Startplatz 13: "Mit den Top Ten ist es heute nichts geworden, weil wir da einfach nicht schnell genug waren. Die Bedingungen haben sich verändert. Unser Auto ist sehr anfällig, wenn der Wind zunimmt. Dazu ist es heißer, was für unser Auto nicht ideal ist. Wir brauchen morgen einen guten Start, eine sehr gute erste Runde und natürlich eine gute Strategie, dann kann es klappen. Es liegt ein bisschen daran, wie die Bedingungen morgen sind, wie stark der Wind ist."

Pascal Wehrlein (Sauber), Startplatz 15: "Unsere Updates für dieses Wochenende haben sich in Grenzen gehalten. Wir erwarten ein größeres Update in Monaco. Daher war ich sehr überrascht, als mein Renningenieur mir gesagt hat, dass wir in Q2 sind. Die Abstände nach vorne sind schon sehr groß und wir haben einige Autos hinter uns, die eigentlich vor uns sein müssten. Daher brauche ich einen guten Start morgen. Es wird kein einfaches Rennen."

Niki Lauda (Mercedes-Aufsichtsratschef): "Ich war mir sicher, dass der Lewis das packt. Das wird unglaublich knapp morgen. Vor allem der Start wird mitentscheiden, denn hier kann man nicht überholen. Das Rennen zwischen Vettel, Kimi, Lewis und Bottas wird unheimlich eng. Wir haben bei Lewis nichts zu Sotschi verändert. Wenn du mit dem Auto einen Griplevel erzeugst, sodass du immer Grip hast, kannst du schnell fahren. Das war bei ihm in Sotschi nicht der Fall."

Nächste Artikel
previous article imagenext article image