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Die Piloten Formel 1 könnten ab 2020 durch Kopenhagen rasen
Die Piloten Formel 1 könnten ab 2020 durch Kopenhagen rasen © Getty Images
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Nach Monaco, Singapur und Baku könnte die Formel 1 bald ihr viertes Stadtrennen bekommen. Die Planungen für einen Grand Prix in Skandinavien schreiten voran.

Die Formel 1 könnte bald ein weiteres Stadtrennen in ihren Kalender aufnehmen. Die Verhandlungen über einen Grand Prix in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen schreiten voran.

"Wir sind begeistert über die Möglichkeit, ein potenzielles Rennen hier in Dänemark zu entwickeln. Kopenhagen biete eine großartige Plattform", sagte Formel-1-Boss Chase Carey nach einem Gespräch zwischen den dänischen Initiatoren und Vertretern der Königsklasse der Agentur Reuters.

Kopenhagen könnte bereits 2020 fester Bestandteil des WM-Programms sein. Aktuell sind mit Monaco, Singapur und Baku drei Stadtkurse Teil des Kalenders.

Platz für 100.000 Zuschauer in Kopenhagen

Den Plan für ein Rennen in der historischen Stadt Kopenhagen entwickelte der ehemalige dänische Bildungsminister Helge Sander und Ex-Saxo-Bank-Mitbesitzer Lars Seier Christensen. "Im Juni waren wir bereits in London und haben dort unser Projekt vorgestellt. Danach hatten wir noch zwei weitere Treffen, das Meeting in Kopenhagen war bereits das vierte Treffen", erklärte Sander bei motorsport-magazin.com.

Für die Strecke gibt es bereits einen Entwurf. Dazu wurde der deutsche Streckenarchitekt Hermann Tilke herangezogen. "Die Atmosphäre dort ist besonders und ganz anders als bei den bisherigen Stadtkursen. Ein Rennen dort würde sich von allen unterscheiden", zeigte sich Tilke begeistert.

Eine Runde soll eine Länge von 4,7 Kilometern betragen, über mehrere Brücken über die Ostsee führen und sich an einer Stelle kreuzen. Insgesamt könnten 100.000 Zuschauer den Rennen beiwohnen. 

Noch gibt es jedoch einige Hürden zu überwinden. "Wir haben natürlich noch viele Probleme auf dem Tisch", gab Sander zu: "Zwischen uns liegen noch Welten, aber ich habe das Gefühl, dass die Formel 1 wirklich nach Kopenhagen kommen will."

Hauptsächlich geht es um Geld. Antrittsgebühren wie Russland, Aserbaidschan und Co. kann sich Dänemark nicht leisten. "Es würde ein billiges Rennen werden", versicherte Sander: "Das ist auch nötig: Wenn wir so viel Geld wie andere Orte brauchen, wäre es unmöglich. Es ist sehr wichtig, dass wir die Kosten niedrig halten können. Das haben wir der Formel 1 auch klargemacht."

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