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Daniel Ricciardo fährt seit 2014 für Red Bull
Daniel Ricciardo fährt seit 2014 für Red Bull © Getty Images
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Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo erzielt in Barcelona die bislang schnellste Runde der Tests und unterbietet auch Lewis Hamilton. Vettel muss als Ersatzmann ran.

Am zweiten Tag der zweiten Formel-1-Testwoche haben die Top-Teams ihre Karten offenbar ein wenig offengelegt. Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo erzielte am Mittwoch in 1:18,047 Minuten nicht nur die bislang schnellste Runde der Tests, sondern stellte auch einen Rundenrekord auf dem Circuit de Catalunya auf.

Ihm folgten Weltmeister Lewis Hamilton (England) in 1:18,400 und der Finne Valtteri Bottas (beide Mercedes) in 1:18,560 Minuten. Vize-Champion Sebastian Vettel (Heppenheim/1:19,541) absolvierte als Teilzeit-Ersatzmann im Ferrari 66 Runden und wurde Tagesvierter.

Der Australier Ricciardo und Bottas waren bei ihren Top-Runden allerdings auf dem Hypersoft unterwegs, der weichsten Reifenmischung. Hamilton wählte den etwas härteren Ultrasoft, Vettel den nochmals um zwei Stufen härteren Soft. Das Absolvieren von Rennsimulationen stand am Mittwoch bei fast allen Teams im Fokus.

Der viermalige Weltmeister Vettel war kurzfristig in den Ferrari SF71H gestiegen, nachdem sich sein Teamkollege Kimi Räikkönen (Finnland) am Mittwochmorgen zunächst unwohl gefühlt hatte. Planmäßig wäre Vettel erst am Donnerstag an der Reihe gewesen. Gegen 14 Uhr übergab er den Ferrari doch noch an Räikkönen. Der Finne drehte 49 Runden, mit seiner besten (1:20.242) landete er auf Rang neun.

Auch Renault betrieb am Mittwoch wieder Job-Sharing: Der Emmericher Nico Hülkenberg übernahm den RS18 zur Halbzeit des Testtages vom Spanier Carlos Sainz junior. Der 30-Jährige schaffte anschließend 102 Runden und belegte mit einer Zeit von 1:20,758 Minuten Rang elf im Tagesklassement.

McLaren bleibt Sorgenkind

Die größten Sorgen bei der Standfestigkeit scheint wieder einmal McLaren zu haben. Wegen eines Öl-Lecks musste Ex-Weltmeister Fernando Alonso am Morgen nach zwei Stunden eine längere Zwangspause einlegen. Alonso reagierte mit bekanntem Zynismus: "Heute eine frühe Mittagspause", twitterte der Spanier. Insgesamt hat das einstige Weltmeisterteam fünf Defekte an sechs Testtagen zu beklagen.

Die Piloten fanden am Mittwoch strahlenden Sonnenschein vor, der Asphalt erwärmte sich am Mittag auf mehr als 35 Grad. Die Prognosen für die nächsten Tage sind ähnlich günstig. Der zweite Teil der Testfahrten endet am Freitag. Die neue Saison startet am 25. März in Melbourne (7.10 Uhr MESZ).

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