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Sebastian Vettel räumt eigene Fehler im Kampf um den WM-Titel ein, ist aber mit der Entwicklung bei Ferrari zufrieden. Die Weltmeisterschaft sei "keine Mercedes-Show mehr".

Sebastian Vettel hat zugegeben, in den vergangenen Rennen mit eigenen Fehlern gegenüber Lewis Hamilton ins Hintertreffen geraten zu sein.

"Sicher habe ich auch Fehler gemacht in diesem Jahr. Das Auto in Hockenheim zu verlieren geht auf meine Kappe. Bei anderen Rennen lief es nicht gerade für uns, aber Fehler gehören zum Geschäft", sagte der Ferrari-Star im Interview mit der Welt am Sonntag. "Risiken einzugehen ist Teil des Rennfahrens. Leider wirst du nicht immer dafür belohnt."

Vettel war beim Deutschland-GP in Führung liegend auf regennasser Fahrbahn ins Kiesbett gerast und dadurch ausgeschieden. Mercedes-Konkurrent Hamilton gewann daraufhin das Rennen und übernahm die WM-Führung.

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Hamilton vor WM-Titel

Vier Rennen vor Saisonende hat der Brite 67 Punkte Vorsprung vor Vettel und könnte bereits am Sonntagabend in Austin zum fünften Mal Weltmeister werden. (Formel 1: Rennen in Austin ab 20.10 Uhr im LIVETICKER)

Vettel erklärt die Gefahr im WM-Kampf: "Wir geben immer unser Maximum, aber gerade weil die Teams in diesem Jahr so eng beieinanderliegen, haben die kleinsten Unaufmerksamkeiten einfach große Auswirkungen."

Wenn Ferrari und er selbst weniger Fehler machen würden, "können wir das Tandem Mercedes/Hamilton besiegen. Wichtig ist, dass wir generell aus unseren Fehlern lernen. Um Mercedes zu besiegen, müssen wir auch einen besseren Job machen."

Titelkampf "keine Mercedes-Show mehr"

Trotz der geringen Chancen auf den WM-Titel ist der 31-Jährige mit der Entwicklung bei der Scuderia zufrieden. "Wir sind auf dem richtigen Weg und haben definitiv auch in diesem Jahr einen großen Schritt nach vorn gemacht. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren ist die Weltmeisterschaft dank uns eng - und keine Mercedes-Show mehr." Der letzte entscheidende Schritt würde aber noch ausstehen.

Sich selbst bezeichnet Vettel als "Ferrari-Fan. Mich beeindruckt die Leidenschaft, die hinter dem Namen Ferrari steckt und die alle Mitarbeiter leben." Deshalb verschwende er auch keinen Gedanken an einen möglichen Abschied aus Maranello.

Vettel geht beim USA-GP von Platz fünf ins Rennen, die Pole Position sicherte sich hauchdünn Hamilton.

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