Lesedauer: 6 Minuten
teilenE-MailKommentare

Barcelona - Ferrari fährt auch in Barcelona hinterher. Sebastian Vettel erklärt seine frühe Attacke und die Folgen. Bei Mercedes herrscht indes eitel Sonnenschein. Die Stimmen.

Mercedes ist auch in Spanien nicht zu stoppen und fährt Doppelsieg Nummer fünf ein. Lewis Hamilton legt wieder einmal vor und setzt Valtteri Bottas damit unter Zugzwang.

Sebastian Vettel und Charles Leclerc haben erneut keine Chance - dabei hatten viele Beobachter hohe Erwartungen an Ferrari beim Europa-Auftakt. Schließlich haben die Roten umfassende Updates nach Barcelona mitgebracht.

Stattdessen stand sich Ferrari selbst im Weg: Die Strategie wirkte zum Teil unüberlegt. Das stellt Sebastian Vettel und Charles Leclerc nicht zufrieden.

Anzeige
Meistgelesene Artikel

SPORT1 fasst die Stimmen von RTL, Sky, aus der Mixed-Zone und der Boxengasse zusammen.

Lewis Hamilton (Mercedes, 1. Platz): "Wir schreiben hier gerade Geschichte. Fünfmal auf eins und zwei. Ich bin so stolz auf alle, hier und in der Fabrik. Die ersten paar Rennen waren definitiv schwierig. Ich meine, das Auto ist toll, aber wir kommen nicht immer perfekt miteinander aus. Aber heute im Rennen haben wir unsere Differenzen beigelegt."

über die Situation in der ersten Kurve: "Das war ein interessanter Start, sehr eng beisammen alles. Ich habe ein rotes Auto auf der Außenbahn gesehen. Ich hatte also keine Ahnung, ob die vorn waren. Ich wusste, dass Valtteri sehr spät bremsen würde, aber zumindest war das keine Wiederholung von Baku, (als er nicht an Bottas vorbeikam, Anm. d, Redaktion)."

Valtteri Bottas (Mercedes, 2. Platz): "Ja, es war eng. Aber ich habe es am Start verloren. Die Kupplung hat sich komisch aufgefühlt. Ich hatte einige Vibrationen in der Kupplung, die ich noch nie zuvor gehabt habe. Deshalb bin ich so langsam losgefahren. Ich möchte unbedingt schnell erfahren, was da passiert ist."

über die Ausgangslage in der Gesamtwertung: "Als Team ist das natürlich unglaublich, fünf Doppelsiege in Folge, das ist wirklich gut. Und ich habe hier gute Punkte geholt, und in diesem Jahr zählt hier jeder einzelne Punkt."

über die Situation gegen Rennende: "Beim Restart wollte ich nah an Lewis rankommen. Ich Turn 1 war ich weniger als 15 Meter hinter ihm, aber es gab keine Möglichkeit. Die Kurven danach sind sehr schnell, da ist es dann schwer zu folgen und dann ging eine Lücke auf. Ich bin dann in den Lademodus gegangen für die schnellste Runde. Das hätte ich aber vielleicht eine Runde früher versuchen sollen, jetzt hat Lewis sie."

Jetzt aktuelle Fanartikel aus der Formel 1 bestellen - hier geht's zum Shop | ANZEIGE

Max Verstappen  (Red Bull, 3. Platz): "Die ersten paar Kurven waren hektisch, aber ich habe mich etwas zurückgehalten und hatte für die nächsten Kurven eine gute Position. Mercedes war zu schnell, ich konnte nur meine eigene Pace dahinter gehen. Das ist für uns ein gutes Ergebnis. Mercedes war heute zu schnell. Ich bin mein eigenes Tempo gefahren und wir waren konkurrenzfähig. Ich freue mich, dass ich es auf das Podest geschafft habe."

Sebastian Vettel (Ferrari, 4. Platz): "Am Anfang habe ich in der ersten Kurve geahnt, dass da was gehen könnte gegen die Mercedes. Ich glaube Valtteri war etwas spät und ich musste dann außen herum fahren. So konnte Max dann profitieren."

über die Fahrzeugbalance nach dem Verbremser in Kurve 1: "Ich hatte unglaubliche Vibrationen - der erste Stint war dann ein Schuss in den Ofen. Wir waren vom Speed relativ gleichauf mit Max, aber im zweiten Stint war dann nicht ganz klar, ob Charles und ich auf der gleichen Strategie sind. Hinterher konnte ich dann schneller, aber es hat nicht gereicht."

über die unklare Strategie: "Ich war im ersten Stint schon angeschlagen, also war es klar, dass ich ihn durchlasse, als er Druck gemacht hat. Sonst halten wir uns nur gegenseitig auf. Im zweiten Stint war mir dann lange nicht klar, ob wir auf der gleichen Strategie waren."

Charles Leclerc (Ferrari, 5. Platz): "Im ersten Stint war ich schneller, aber es ist immer schwierig, wenn ein Fahrer hinter dir sagt, dass er schneller sei."

über die Ferrari-Strategie: "Danach haben sie mich vorbeigelassen und ich konnte mein Rennen fahren. Wir hatten auf der Hinterachse viele Probleme und ich habe eine Menge Zeit verloren. Aber um ehrlich zu sein, war es auf den Mediums genauso. Wir müssen uns das anschauen und analysieren."

Nico Hülkenberg (Renault, 13. Platz): "Für mich war es ein Ein-Stopp-Rennen, ich bin während der Safety-Car-Phase auf der Strecke geblieben. Beim Restart konnte ich nicht mehr dagegen halten. Daniel (Ricciardo, Anm. d. Red.) hat mich mit neuen Medium-Reifen überholt. Sicherlich war es kein gutes Rennen für uns, weil wir keine Punkte geholt haben. Aber nach einem schwierigen Wochenende und nach Baku war es gut, ein normales Rennen zu haben, um Selbstvertrauen aufzubauen. Leider ist unsere Pace zu langsam, besonders hier. Wir müssen einfach weiter am Gesamtpaket arbeiten."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): "Am Ende sind sie noch um die schnellste Runde gefahren und haben sich immer wieder zurückfallen lassen, um die Batterie aufzuladen. Das ist natürlich ein Wahnsinn, wenn du dir das von außen anschaust."

über das Duell in der ersten Kurve: "Hart, aber fair. Genauso, wie es unter Teamkollegen sein sollte. Solange es so bleibt, ist alles gut. Der Lauf, den wir momentan haben, ist unglaublich. Die beiden schenken sich auch nichts. Es ist so viel Pace in dem Auto."

über den scheidenden Vorstandsvorsitzenden von Daimler Dieter Zetsche: "Er hat in den Jahren, wo es nicht gut aussah, immer zur Formel 1 gestanden und jetzt erntet er das, wovon er wusste, dass das am Ende rauskommen kann."

über die Erfolgsaussichten beim nächsten Rennen: "Wir sind bis in die Haarspitzen motiviert, es in Monaco besser zu machen in diesem Jahr. Wir haben in Singapur das Auto besser verstanden, was sehr ähnlich ist."

Nächste Artikel
previous article imagenext article image