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FIA-Boss Jean Todt denkt über die Wiedereinführung des Nachtankens nach. Red Bull-Teamchef Christian Horner befürchtet negative Entwicklungen.

FIA-Boss Jean Todt denkt laut über die Wiedereinführung von Tankmanövern nach.

Seit das Nachtanken in der Formel 1 2010 verboten wurde, kommt das Thema immer wieder auf.

Diskussionen um das Nachtanken

In der Fanszene werden immer wieder Stimmen laut, die fordern, das Nachtanken wieder zuzulassen. Die Rennen würden spannender und abwechslungsreicher, wenn die Teams mit verschiedenen Strategien agieren könnten.

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Das Nachtanken ist zu unsicher und kostenintensiv, erwidern die Gegner der Wiedereinführung.

Todt ist für die Wiedereinführung

Nun hat sich mit Todt der oberste Boss der Formel 1 klar positioniert. "Ich persönlich würde es gerne sehen, wenn die Teams nachtanken dürften", äußerte sich der Schweizer bei BBC.

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Allerdings weiß auch der FIA-Boss, dass eine Wiedereinführung nicht so einfach ist. "Ich unterstütze eine Analyse über die Wiedereinführung des Nachtankens." Eine Studie könne die positiven und negativen Seiten beleuchten.

Ein möglicher Vorteil sei am Start ein leichteres Auto. Die Boliden sind in den letzten Jahren immer schwerer geworden. Vor allem die Hybrid-Technologie sorgt dafür, dass die Autos über 150kg mehr wiegen.

Kostenargument bringt Todt zum Lachen

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Das Argument, dass damit auch eine Kostenexplosion einhergehe, wiegelt Todt ab: "Wenn ich höre, dass es zu teuer wäre, muss ich lachen. Wenn ich mir die Größe der Motorhomes anschaue, glaube ich nicht, dass der Preis die Wiedereinführung begraben würde."

Horner lehnt Nachtanken ab

In Red Bull-Teamchef Christian Horner hat Todt in dieser Thematik aber einen prominenten Gegner. "Als ich in die Formel 1 kam, gab es das Nachtanken noch. Damals war ein Rennen vor allem von der Tankstrategie geprägt. Es gab keine Überholmanöver auf der Strecke", erinnerte sich Horner an diese Zeit.

"Während es für Taktikfans spannend war, war das Racing auf der Strecke extrem langweilig. Daher wurde das Nachtanken abgeschafft. Die Fahrer sollten gezwungen werden, ein schweres Auto zu managen, das während des Rennens über 100kg an Gewicht verliert."

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