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Nach seinem Husarenritt in Hockenheim schöpfen Sebastian Vettel und Ferrari für Ungarn neue Hoffnung. Mann der Stunde ist aktuell aber Max Verstappen.

Die Formel 1 geht vor ihrer Sommerpause ein letztes Mal auf die Strecke, vor den Toren Budapests steigt am Sonntag der Große Preis von Ungarn. Am Samstag findet wie gehabt das Qualifying statt (Formel 1, Qualifying Budapest: Samstag ab 15.00 Uhr im SPORT1-Liveticker).

Noch im Juni haderte der ganze Sport nach dem Grand Prix von Frankreich mit der ewigen Langeweile, die bei jedem WM-Lauf zu drohen schien. Doch dann folgten die wilden Rennen in Spielberg und Silverstone, garniert mit der Achterbahnfahrt am vergangenen Sonntag in Hockenheim - dem zweifellos spannendsten Rennen der bisherigen Saison. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel schrieb mit seiner Aufholjagd vom 20. Startplatz auf Rang zwei dabei die größte Geschichte.

"Hoffentlich können wir in ein paar Monaten zurückblicken und denken: Seit Hockenheim läuft es endlich", sagte der 32-Jährige am Donnerstag. Vettels Show in Hockenheim hat die Stimmung deutlich aufgehellt, doch vielleicht blendet sie auch ein wenig. Denn die technischen Probleme im Qualifying des Deutschland-Rennens hatten Vettel und seinen Teamkollegen Charles Leclerc ja erst so weit zurückgeworfen, es waren nicht die ersten Pannen der Saison. (DATENCENTER: Die Teamwertung der Formel 1)

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Vettel schöpft neuen Mut

Das drückt durchaus auf die Stimmung, der Eindruck täusche nicht. "Wir können nicht glücklich sein mit dem, was wir bisher erreicht haben, und deshalb sieht man mich nicht mehr so oft lächeln", sagte Vettel. Neuen Anlass für ein wenig Optimismus habe man sich zuletzt aber erarbeitet: "Es gibt eine positive Tendenz, die vergangenen Wochen waren gut für uns. Deshalb werden wir auch hier voll angreifen."

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Doch der kurvige Hungaroring bietet nun genau das Layout, das dem Ferrari bislang überhaupt nicht lag. Aber in Maranello glaubt man, dass die Updates der vergangenen Wochen fruchten. Und dass man Mercedes nun auch auf solchen Kursen Paroli bieten kann. Gewinnt Vettel übrigens auch in Ungarn nicht, dann feiert er im Sommerurlaub einen unschönen Jahrestag: Am 26. August wäre er dann genau ein Jahr ohne Formel-1-Sieg.

Silberpfeile auf dem Papier die Favoriten

Ferraris Erfolg wird auch davon abhängen, ob Mercedes seine Probleme in den Griff bekommt. Weltmeister Lewis Hamilton und sein Teamkollege Valtteri Bottas dürfen grundsätzlich zuversichtlich sein. Langsame Kurven mag der W10 besonders gerne, und davon gibt es in Ungarn einige, die Silberpfeile sind also auf dem Papier die Favoriten.

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Allerdings brachte das Weltmeisterteam schon zuletzt in Hockenheim nicht die Geschwindigkeit auf die Strecke, die es selbst erwartet hatte. Auch an diesem Wochenende könnte das Wetter zum entscheidenden Faktor werden: Es wird wieder heiß rund um Budapest, sowohl für die Kühlung der Boliden als auch mit Blick auf den Reifenverschleiß wird das eine Herausforderung. Und die hat Mercedes zuletzt nicht immer optimal bewältigt.

Verstappen macht Boden gut

Auch die Ex-Weltmeister können am Wochenende in eine Hauptrolle schlüpfen. Traditionell sind die Red-Bull-Boliden gebaut für Strecken, auf denen Kurvengeschwindigkeit zählt, sie sollten gute Voraussetzungen haben im Dreikampf mit Ferrari und Mercedes - und im Cockpit sitzt der erfolgreichste Pilot dieses Formel-1-Sommers: Max Verstappen hat zwei der vergangenen drei Rennen gewonnen und peilt so langsam Rang zwei in der WM-Wertung an. Dort liegt noch Bottas, deutlich hinter Hamilton. Vettel ist nur Gesamtvierter. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

So können sie das Rennwochenende des Großen Preises von Ungarn LIVE verfolgen:

TV: RTL, Sky
Stream: TVnow, SkyGo, F1TV
Ticker: SPORT1.de

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