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Daniel Ricciardo fährt seit 2019 für Renault in der Formel 1
Daniel Ricciardo fährt seit 2019 für Renault in der Formel 1 © Getty Images
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Daniel Ricciardo zieht ein Zwischenfazit zu seiner Zeit bei Renault. Er wolle dem Team die Treue halten, obwohl es einige Tiefs gab.

Daniel Ricciardo fährt seit 2019 für Renault. Zuvor hatte der Australier fünf Jahre im Cockpit von Red Bull gesessen und dort insgesamt sieben Formel-1-Siege gefeiert.

Sieben Siege, von denen er bei Renault meilenweit entfernt ist. Aktuell steht der 30-Jährige mit 34 Punkten auf Rang acht in der Fahrerwertung, kein einziges Mal durfte er das Podium betreten. Sein größter Erfolg: Startplatz vier beim Großen Preis von Kanada, bei dem er am Ende auf Rang sechs landete. Zu wenig für Ricciardos Ansprüche.

Dennoch möchte er Renault die Treue halten. "Will ich bleiben? Ja, denn im Idealfall schaffen wir es auf die nächste Stufe", sagte der Ex-Kollege von Sebastian Vettel bei BBC Sport. "Ich bin immer noch zufrieden mit meiner Entscheidung, bereue sie nicht." Es sei sein großer Wille gewesen, zu Renault zu kommen, und nicht, einfach nur einen "zweijährigen Zwischenstopp" zu machen.

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Ricciardos Vertrag geht bis 2020 und er wolle "gerne weitermachen, wenn das Team ausreichende Verbesserungen in der nächsten Saison zeigt. Ich denke, die Stunden, die ich dieses Jahr in die Arbeit gesteckt habe, haben gezeigt, dass ich Lust habe weiterzumachen."

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Renault rangiert in der Konstrukteurswertung auf Platz fünf, hinter McLaren. Ebenfalls zu wenig für Ricciardo: "Ja, wir sind momentan weiter zurück, als wir dachten und gehofft haben, aber ich wusste, dass viel Arbeit auf uns zukommen würde. Ich war darauf vorbereitet."

Dennoch gab es auch dunkle Augenblicke in dieser Saison. So beim Großen Preis von Österreich, als Renault keine Chance hatte.

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"Österreich", erinnert sich Ricciardo. "Ich kann sagen, da liefen Gespräche durch meinen Kopf während des Rennens. Ich bin einfach auf der Strecke rumgefahren und meine Gedanken waren: 'Ich will hier nicht sein. Ich will nicht in dieser Position sein.' Ich war irgendwo auf Platz vierzehn und es war eines unserer schlimmsten Wochenenden. Ich dachte: 'Ich muss zurück nach vorne. Das ist nicht der Platz, wo ich sein soll. Wo wir sein sollen.'"

Ricciardo steckte den Kopf nicht in den Sand, ganz im Gegenteil, er zog Kraft daraus: "So ein miserables Wochenende ließ meine Leidenschaft auflodern, meine Liebe für den Sport. Es zeigte mir, wie sehr ich alle an die Spitze bringen will - mich selbst eingeschlossen."

Das kann er am kommenden Wochenende wieder beweisen - beim Großen Preis von Singapur. (Formel 1: Singapur-GP, So., ab 14.10 Uhr im LIVETICKER)

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