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Lewis Hamilton wollte bei seinem Wechsel zu Mercedes nicht zwingend die Nummer eins sein
Lewis Hamilton wollte bei seinem Wechsel zu Mercedes nicht zwingend die Nummer eins sein © Getty Images
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Lewis Hamilton ist bei Mercedes die klare Nummer eins. Bei seinem Wechsel von McLaren zu den Silberpfeilen hatte er dagegen noch ganz andere Ansprüche.

Fünf Weltmeister-Titel hat Lewis Hamilton in der Formel 1 bereits auf dem Konto - in dieser Saison steuert der Brite geradewegs auf seinen nächsten Triumph zu.

Stolze 73 Punkte Vorsprung hat er in der Fahrerwertung auf Mercedes-Kollege Valtteri Bottas. Auf Ferrari-Pilot Charles Leclerc sind es sogar 107.

Bei den Silberpfeilen ist der 34-Jährige als Nummer 1 gesetzt - einen Sonderstatus wollte er aber nie. (Teamwertung der Formel 1)

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Hamilton: "Will nicht Nummer 1 sein"

"Als ich 2013 zu Mercedes kam, sagte ich sofort, ich will nicht die Nummer 1 sein. Ich will nur das gleiche Material und die gleichen Chancen haben wie mein Teamkollege", erzählte Hamilton der Schweizer Zeitung Blick

Er habe gewusst, wenn er hart arbeite und einen besseren Job mache, gewinne er, so der Weltmeister. "Das ist noch heute meine gedankliche Ausrichtung."

Der Wechsel von McLaren zu Mercedes sei der richtige Schritt gewesen. "Ich verließ das zweiterfolgreichste Team der Geschichte zu einem Neuling mit weniger Leuten und fast keinem Erfolg. Ich wollte etwas Neues aufbauen", erklärte Hamilton.

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Ein Wunsch, den er heute nicht mehr hege.

Hamilton kritisiert Manöver junger Fahrer

Während Hamilton mit seinen 35 Jahren zum alten Eisen in der Formel 1 gehört, machen einige junge Fahrer wie Charles Leclerc mehr und mehr auf sich aufmerksam. Doch die Youngster falls nicht nur durch sportliche Leistungen, sondern auch immer härtere Fahrweisen auf. 

Hamilton würden zwar einige Manöver nicht passen, "aber mit dem muss ich leben können." Und weiter: "Heute ist es plötzlich Mode, dass in der Bremszone noch die Spur gewechselt wird. Das ist jetzt normal und erlaubt."

Früher sei das sofort bestraft worden, nun gebe es dafür die schwarzweiße Flagge für eine Verwarnung, stellte Hamilton fest. "Diese habe ich in meiner Vergangenheit noch gar nie gesehen. Zuletzt wurde diese zu meinen Kart-Zeiten geschwenkt." (Fahrerwertung der Formel 1)

Hamilton: "Wenn es härter wird, bin ich dabei"

Angst mache ihm die härtere Gangart keine: "Wenn es härter wird, bin ich dabei. Wenn ich mit  (Sebastian, Anm. d. Red.) Vettel, Kimi (Räikkönen, Anm. d. Red.) oder Valtteri (Bottas, Anm. d. Red.) fighte, ist es immer respektvoll und fair. Die jungen Wilden sind anders. Aber ich bin für alle bereit."

Allerdings habe er in diesem Jahr schon einige Schicksalsschläge erlebt, darunter der Tod von Formel-2-Pilot Anthoine Hubert oder F1-Legende Niki Lauda. Für ihn sei es definitiv nicht leicht, damit zu leben.

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"Die vielen Auslaufzonen, viele jetzt auch mit dem Asphalt, haben etwas den Schrecken vor der Gefahr genommen. Vor allem in den Kurven sind wir früher immer am Limit gewesen – und ein Grasstreifen war oft das Ende", sagte Hamilton.

Durch die Verbesserung der Sicherheit der Autos würden die jüngeren Piloten viel unbekümmerter fahren, meinte der Führende der Fahrerwertung. "Doch ein Restrisiko wird für alle immer bleiben."

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