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Der Ferrari-Machtkampf zwischen Sebastian Vettel und Charles Leclerc geht in Mexiko in die nächste Runde. Kommt mit einem möglichen Erfolg wieder der Ärger?

Diesmal wollen sich Sebastian Vettel und Charles Leclerc keine Blöße geben.

Die "100-Meter-Dilettanten" von Suzuka, wie der Corriere della Sera schimpfte, reisen nach dem vorzeitigen Knock-out im Kampf um die WM-Titel mit Siegambitionen zum Großen Preis von Mexiko. Dabei gilt: Je erfolgreicher Vettel und Leclerc in 2200 Meter Höhe fahren, desto dicker dürfte die Luft werden. (Formel 1: Der Große Preis von Mexiko, Sonntag, ab 20.10 Uhr im LIVETICKER)

Teamchef Mattia Binotto lässt im Vorfeld nur die höchsten Ansprüche gelten: "Wir streben in Mexiko unsere sechste Pole Position in Folge an. Und dann versuchen wir, sie in einen Sieg zu verwandeln."

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Spannung zwischen Vettel und Leclerc

Binotto muss aber wieder einmal die Spannungen zwischen seinen Piloten managen. Die Vorgeschichte von Monza, Singapur und Sotschi hat durch Vettels Fehlstart und Leclercs frühe Kollision in Japan nichts an Wucht verloren.

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Zu viel ist vorgefallen im Gerangel der Alphatiere um das Recht auf Siege, im Streit um interne Absprachen und schlicht im Kampf um die Vormachtstellung beim erfolgreichsten Rennstall der Formel-1-Geschichte.

Was in der Emotion des Rennens zuletzt regelmäßig im Boxenfunk hochkochte, klingt dabei mit ein wenig Abkühlung deutlich gedämpfter.

Vettel: "Bin nicht zufrieden"

"Charles macht einen sehr guten Job, aber generell glaube ich, dass es in erster Linie ein Rennen gegen dich selbst ist - und erst dann gegen die anderen", sagte etwa Vettel in Suzuka. Allerdings räumte der nach Siegen dritterfolgreichste Pilot der Formel-1-Geschichte auch ein: "Natürlich bin ich nicht zufrieden, wenn ich langsamer bin, ob es jetzt Training, Qualifying oder Rennen ist."

An den öffentlichen Vergleichen gibt es sowieso kein Vorbeikommen, dazu ist die Fallhöhe bei Vettel zu groß. Der viermalige Weltmeister, mit 32 Jahren im Herbst seiner Karriere, liegt in den wichtigsten Statistiken des Jahres 2019 hinter dem zehn Jahre jüngeren Ferrari-Neuling.

Der Monegasse Leclerc gewann die Rennen in Spa und Monza, Vettel war lediglich in Singapur erfolgreich - und das letztlich nur, weil sein früher Boxenstopp einen überraschend großen Vorteil brachte und das Team von einem angedachten Platztausch mit dem polternden Leclerc absah.

Leclerc vorne

Im Qualifying-Duell liegt Vettel mit 7:10 im Hintertreffen. Immerhin durchbrach der gebürtige Heppenheimer mit seiner Pole Position in Suzuka die Serie von neun Niederlagen nacheinander. In der Fahrer-WM, um die vor dem viertletzten Saisonrennen nur noch die Mercedes-Piloten Lewis Hamilton (England) und Valtteri Bottas (Finnland) kämpfen, hat Leclerc als Dritter neun Punkte Vorsprung auf den fünftplatzierten Vettel.

Damit werden die verbleibenden Rennen zu einem kleinen Kampf um die teaminterne Pole Position für das kommende Jahr. 2020 zählt es für Ferrari, zumal die Form endlich stimmt. Die roten Renner sind nach der Sommerpause in fünf Qualifyings unbesiegt, das Auto funktioniert mittlerweile auf jedem Streckentyp. Drei Siege sprangen heraus, von den Kräfteverhältnissen her hätten es fünf sein können.

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Die dünne Höhenluft von Mexiko-Stadt sollte dem vor Kraft strotzenden und auf Effizienz getrimmten SF90H liegen. Bei Mercedes, das gerade den Rekord von zwölf WM-Titeln in sechs Jahren aufgestellt hat, hat das Kopfzerbrechen längst begonnen.

"Wir erwarten, dass Mexiko das schwierigste der ausstehenden Rennen für uns wird", erklärte Motorsportchef Toto Wolff.

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