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Die Zukunft von Renault liegt in den Händen des französischen Staats
Die Zukunft von Renault liegt in den Händen des französischen Staates © Getty Images
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Droht der Formel 1 der Ausstieg von Renault? Ein milliardenschweres Hilfspaket des französischen Staates könnte zu rigiden Sparmaßnahmen führen.

Die Coronakrise setzt auch der Formel 1 zu und macht selbst vor den Werksteams nicht Halt. 

Neben den Gerüchten um einen Ausstieg von Mercedes als Team gerät nun auch das Renault-Team in die Schlagzeilen. 

Auch der französische Autohersteller kämpft mit den finanziellen Auswirkungen der Pandemie. Pikant dabei: Der französische Staat besitzt 15 Prozent der Anteile an Renault und hat gerade erst einen Hilfskredit in Höhe von fünf Milliarden Euro beschlossen.

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Daran ist offenbar aber auch die Bedingung geknüpft, dass drei Renault-Werke in Frankreich doch nicht geschlossen werden, wie es der Konzern vorsah. Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire sagte unlängst: "Ja, Renault könnte verschwinden."

Millardenschweres Sparpaket könnte Ende besiegeln

Aber dazu wird es wohl nicht kommen. Noch bevor am 1. Juli der neue CEO Luca de Meo das Kommando übernimmt, muss ein 2,2 Milliarden Euro schweres Sparpaket verabschiedet werden. Dabei gibt es wohl keine Tabus.

Und so gerät die Formel-1-Sparte ins Visier, denn dort sind 700 Arbeitsplätze außerhalb Frankreichs angesiedelt und der Erfolg ist bis dato überschaubar. 

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Doch Teamchef Cyril Abiteboul äußerte sich bei Motorsport-total.com zuversichtlich: "Wir waren der Formel 1 gegenüber immer loyal und im Hinblick auf die Zukunft ist es wichtig, sich auf die eigenen Wurzeln zu besinnen, wo man herkommt, auf die eigene Geschichte. Nicht nur aus Loyalität, sondern weil man damit auch ein Narrativ hat, das man den Kunden von heute und den Kunden von morgen erzählen kann."

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Zudem helfe die neu eingeführte Budgetobergrenze in Höhe von 145 Millionen Dollar pro Jahr, "die im Sport zu halten, die schon da sind", erklärte Abiteboul und meinte damit wohl auch die Zukunft seines Rennstalls. 

Doch das Schicksal liegt auch in den Händen des französischen Staates.

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