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Sebastian Vettel fährt künftig für das heutige Team Racing Point von Otmar Szafnauer
Sebastian Vettel fährt künftig für das heutige Team Racing Point von Otmar Szafnauer © Imago
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München - Der Konzern des russischen Milliardärs und Fahrervaters Dmitry Mazepin zieht gegen die Insolvenzverwalter des Team, das 2020 zu Aston Martin wird, vor Gericht.

Ob das Sebastian Vettel (33) gefällt? In dieser Woche beginnt laut der altehrwürdigen The Times am Londoner High Court ein Prozess, den der russische Chemiekonzern Uralkali wegen eines angeblich illegalen Verkaufs von Force India an den kanadischen Milliardär Lawrence Stroll (61) angestrebt hat. Uralkali klagt auf Schadensersatz. Chairman des Konzerns ist Dmitri Mazepin (52), Vater des Formel-2-Piloten Nikita Mazepin.

Urikali fühlt sich übers Ohr gehauen

Grund der Klage: Man habe 2018 den Insolvenzverwaltern des maroden Force-India-Teams ein Angebot unterbreitet, das über den 90 Millionen Pfund lag, für die der 61-jährige Kanadier Stroll letztendlich den Zuschlag erhalten hat.

Seitdem nimmt Stroll als CEO unter dem Namen Racing Point mit den Fahrern Sergio Perez und Strolls Sohn Lance an der Formel-1-Weltmeisterschaft teil. Und jetzt kommt Sebastian Vettel ins Spiel: 2020 wird Racing Point zu Aston Martin, mit Stroll junior und Vettel als Fahrer.

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Bis zu 122 Millionen Pfund sei Urikali 2018 bereit gewesen für das Team und seine Besitztümer zu bezahlen - und bis zu dieser Maximalsumme mindestens zwei Millionen Pfund mehr als jeder andere Bieter. Trotzdem erhielt Stroll den Zuschlag.

Urikali will nun wissen, warum die beiden Insolvenzverwalter Geoffrey Rowley und Jason Baker sich für das geringere Angebot entschieden haben, obwohl es deren Pflicht sei, im Sinne des zahlungsunfähigen Force-India-Teams das Höchstangebot zu akzeptieren. Rowley und Baker müssen jetzt vor Gericht ihre Entscheidung begründen.

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Vorwürfe auch gegen Toto Wolff

Dabei könnte auch Toto Wolff eine Rolle spielen. Der Mercedes-Teamchef, so behauptet das Urikali-Lager, habe die beiden Insolvenzverwalter mit seinen Aussagen beeinflusst. Er soll damals angedeutet haben, dem Team die Mercedes-Motoren nur dann zu garantieren, wenn Stroll und seine Partner den Zuschlag erhielten.

Dazu passt die Rechtfertigung der Insolvenzverwalter: Stroll und Co. hätten das einzige Angebot vorgelegt, das den Fortbestand des Teams zusichern konnte. 

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