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München - In der kommenden Saison fährt Sebastian Vettel für Aston Martin. Dessen Teamchef ist überzeugt, das Beste aus dem viermaligen Welmeister herausholen zu können.

Vier Rennen noch. Dann hat es Sebastian Vettel geschafft. Dann ist seine Zeit bei Ferrari zu Ende.

Was 2015 so euphorisch begann, ist in den letzten Jahren mehr und mehr zu einem bedauernswerten Missverständnis geworden.

Schaut man sich den aktuellen Stand der Fahrer-WM nach 13 Rennen an, muss man weit nach unten blicken, um den viermaligen Weltmeister zu entdecken.

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Erst auf Platz 14 findet man ihn. Gerade mal einen Platz vor Nico Hülkenberg, der allerdings nur zwei Rennen bestritten hat. (Die Fahrerwertung der Formel 1)

Szafnauer lobt Vettel

Kann der Heppenheimer also tatsächlich binnen kürzester Zeit das Rennfahren verlernt haben? Natürlich nicht, meint Otmar Szafnauer. Der Rumäne mit deutschen Vorfahren wird Vettels neuer Boss.

Ab kommendem Jahr fährt der Hesse für das Team, das jetzt noch Racing Point heißt und in Zukunft als Aston Martin firmieren wird.

"Ich denke nicht, dass er vergessen hat, wie es geht und wie man ein Formel-1-Auto schnell bewegt", stellt der Racing-Point-Teamchef im Podcast In the Fast Lane klar. "Er ist ein viermaliger Weltmeister mit einer großartigen Arbeitsmoral und er weiß, was es braucht, um ein Weltmeister-Team und Champion zu werden. Wir freuen uns also darauf, von ihm zu lernen."

So viel Zuspruch hat Vettel bei der Scuderia schon lange nicht mehr bekommen. Und genau darin liege das Problem.

Szafnauer: Vettel und Stroll großartige Paarung

"Wenn er bei uns weniger Druck als bei Ferrari verspürt und er dadurch wieder das leisten kann, was er bereits bewiesen hat, dann haben wir eine großartige Fahrer-Paarung", so Szafnauer mit Verweis auf Vettels neuen jungen Teamkollegen Lance Stroll.

Vettels Problem sei im Moment kein physisches, sondern ein psychisches, meint der 56-Jährige: "Neben der körperlichen Herausforderung, ein Formel-1-Auto zu fahren, ist da auch die enorme mentale Aufgabe, die man meistern muss. 99 Prozent ist eine Frage des Kopfes."

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Und dieser Kopf, so kann man seine Aussagen schon deuten, verhindere derzeit eine bessere Leistung beim 33 Jahre alten Deutschen.

Dabei sei er für einen Piloten in der Königsklasse gerade jetzt im besten Alter. "Wir dürfen nicht vergessen, dass Formel-1-Fahrer in diesem Alter ihren Zenit noch nicht überschritten haben. Wahrscheinlich sind sie sogar in Bestform oder steigern sich noch", behauptet Szafnauer.

Das nächste Jahr wird zeigen, ob er damit Recht behält.

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