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München - Sebastian Vettel war in dieser Woche erstmal bei Aston Martin in Silverstone vor Ort. Wichtige Weichen für die erste Fahrt sind schon gestellt worden.

Die neue Ära hat begonnen: Ex-Ferrari-Star Sebastian Vettel war - wie SPORT1 erfahren hat - erstmals offiziell bei seinem neuen Rennstall Aston Martin.

Schon am Dienstag war der 33-Jährige in der Fabrik im englischen Silverstone. Seinen ersten Arbeitstag verbrachte er unter anderem im Simulator. Das bestätigte ein Sprecher der neuen Vettel-Mannschaft.

Sebastian Vettels erste Schritte bei Aston Martin

Vor der ersten virtuellen Probefahrt stand noch ein Meeting mit Teamchef Otmar Szafnauer und dem technischen Direktor Andy Green auf dem Plan, danach außerdem die Sitzprobe im neuen, zukünftig grünen Renner. Die ist wichtig, damit Vettels Sitz passgenau angefertig werden kann, so dass der viermalige Weltmeister komfortabel sitzt und einen guten Blick hat. Noch existiert das Auto zwar nicht, das Monocoque kann aber bereits an den Piloten angepasst werden (Sieht so der Helm von Sebastian Vettel bei Aston Martin aus?).

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Im Simulator machte der Hesse anschließend Bekanntschaft mit dem Aston Martin der digitalen Rennwelt. Ein erstes Fahrgefühl dürfte er dabei schon entwickelt haben. Experten erwarten, dass der Deutsche mit dem Aston Martin wieder besser umgehen kann als mit seinem zuletzt extrem zickigen Ferrari.

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Stuck erwartet Vettel wieder in Bestform

Allerdings warnt Sky-Experte Ralf Schumacher: "Es gibt immer noch einige Defizite im Team. Man kann keine Kuh über Nacht in einen Tiger verwandeln. Man muss den Tiger erst zähmen."

Schumacher räumt indes auch ein: "Ich bin froh, dass er wieder ein Team hat, das hinter ihm steht."

Auch Ex-Formel-1-Pilot und -DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck rechnet beim Team vom kanadischen Milliardär Lawrence Stroll mit einem Vettel zurück in Bestform. Stuck zu SPORT1: "Ich denke, dass er sich bei Aston Martin wohler fühlen wird. Da wird er mehr umworben und da kann er sicher wieder zu Höchstleistungen auflaufen."

Der ehemalige DMSB-Präsident betont: "Sebastian hat das Fahren sicherlich nicht verlernt. Ich habe es cool gefunden, als er Leclerc zum Teamkollegen bekommen hat, der ihn gebügelt hat. Ich kenne das Gefühl auch, wenn dir ein Junger zeigt, wo es lang geht."  Wichtig sei dann allerdings, nicht aufzugeben. Vettel hat mit seinem dritten Platz in der Türkei und dem Überholmanöver an Leclerc in der letzten Schikane bewiesen, dass er kämpfen kann. "Dass Sebastian sich motiviert hat, ihn auch wieder zu schlagen, das ist schon stark", urteilt Stuck. "Kompliment."

Besitzer Stroll und Chef Szafnauer zuversichtlich

Zumindest verbal ist das Umfeld schon mal bereitet. Denn auch Vettels neuer Teambesitzer Lawrence Stroll streute dem Deutschen via BBC schon Rosen: "Vettel ist ein viermaliger Formel-1-Weltmeister. Er hat gewiss nicht vergessen, wie man einen Rennwagen fährt. Sein Arbeitsethos ist vorbildlich, jeder weiß im Fahrerlager, wie sehr er sich ins Zeug legt."

Teamchef Szafnauer sieht Vettel als großen Trumpf für die Traditionsmarke: "Mit Sebastian haben wir einen bewährten viermaligen Weltmeister, der Erfahrung darin hat, Teams zu helfen, Rennen zu gewinnen und um Meisterschaften zu kämpfen. Er bringt eine Siegermentalität mit und wir alle werden auf dieser Reise zweifellos viel von ihm lernen."

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