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Portimao und München - Sebastian Vettel gelingt beim Qualifying zum Portugal-GP der Sprung in die Top 10. Für seinen Aston Martin entwickelt er mehr und mehr ein Bauchgefühl. Die Stimmen.

Sebastian Vettel erreicht im 16. Anlauf erstmals wieder den letzten Qualifying-Abschnitt und schlägt seinen Teamkollegen bei der Qualifikation zum Portugal-GP deutlich. Der Deutsche erklärt, dass ihm das Fahren immer leichter fällt, er aber trotzdem mit sich und den Bedingungen hadert.

Bei Mercedes ist man ob der Doppel-Pole verständlicherweise erleichtert, allzu euphorisch geben sich die Silberpfeile aber nicht (Formel 1, Portugal-GP: So. ab 16.00 Uhr im LIVETICKER).

Mick Schumacher macht auch im dritten Qualifying der Saison seinen Teamkollegen nass und ärgert sich dennoch, weil er sich mehr erhofft hatte.

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SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying in Portimao von Sky, ORF, Servus TV aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

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Valtteri Bottas (Mercedes), Rang 1:

"Es ist ein gutes Gefühl, auf der Poleposition zu stehen. Wir haben dieses Wochenende hart gearbeitet. Das hat sich bezahlt gemacht. Wir fühlen uns schon das ganze Wochenende mit dem Medium besser als mit dem Soft. Morgen fahren wir auch mit Medium los. Das ist gut, das gibt uns Möglichkeiten."

Lewis Hamilton (Mercedes), Rang 2: 

"Beide Autos in Reihe eins. Damit dürfen wir zufrieden sein, denn das hatten wir nicht erwartet. Ich bin zufrieden mit dem, was wir tun. So darf es weitergehen." (Die Fahrerwertung der Formel 1)

Max Verstappen (Red Bull), Rang 3:

"Es war schwierig. Ich kämpfte mit dem Grip. Im letzten Sektor habe ich viel Zeit verloren. Aber so ist es jetzt. Nicht ideal. Wir werden versuchen, im Rennen mit Mercedes zu kämpfen."

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Sergio Perez (Red Bull), Rang 4:

"Es hat heute alles nicht wirklich funktioniert. Aber wenigstens haben wir eine gute Startposition. Unsere Rennpace scheint besser zu sein. Hoffentlich können wir die Mercedes morgen stark unter Druck setzen und ums Podium kämpfen."

Charles Leclerc (Ferrari), Rang 8:

"Ich war einfach nicht gut genug. Ich bin nicht so gefahren, wie ich das wollte. Ich war in der ganzen Qualifikation nicht konstant. Der Wind war auf jeden Fall schwierig, aber das war für alle so. Ich hätte einfach einen besseren Job machen sollen."

Sebastian Vettel (Aston Martin), Rang 10:

... zu seiner Leistung im Q3: "Ich glaube, die Bedingungen waren ein bisschen schlechter. Der Wind hatte wieder etwas zugenommen. Da habe ich mich ein bisschen vertan, aber sonst war es heute okay. Es ändert nicht die Welt. Es ist ein bisschen besser, bringt uns für morgen in eine etwas bessere Ausgangsposition. Das ist die Hauptsache, glaube ich. Hoffentlich können wir von da besser attackieren. Es gibt immer noch sehr viel, was wir lernen müssen. Wir fahren in den Top Ten los, es wird aber nicht einfach, das zu verteidigen."

"Auf einigen Runden habe ich das Auto verloren, und es fühlte sich wie ein Fehler an, aber es stellte sich heraus, dass es der Wind war. Es war wirklich ziemlich windig und die Streckenverhältnisse änderten sich im Verlauf der Session. Ich denke, es war für alle insgesamt knifflig."

...zur Frage, ob Platz zehn ein Befreiungsschlag ist: "Ich weiß nicht, ob der Knoten geplatzt ist, aber ich habe mich ein bisschen wohler gefühlt, auch wenn die Bedingungen schwer waren. Es hat besser zusammengepasst und die Rundenzeit kam auch einfach, ohne dass ich so viel denken musste beim Fahren. Ich konnte mich ein bisschen mehr auf mein Gefühl verlassen."

George Russell (Williams), Rang 11:

"Unsere Rennpace sieht besser als unsere Qualifyingpace aus. Wir haben auf den Geraden das schnellste Auto. Das wird uns beim Verteidigen oder Angreifen helfen. Wir haben eine Chance." (Rennkalender der Formel 1 2021)

Lance Stroll (Aston Martin), Rang 17:

"Wir konnten nicht auf dem Performancelevel aufbauen, das wir gestern gezeigt haben. Ich fühlte mich heute im Auto nicht wohl. Der Verkehr am Ende von Q1 hat auch nicht geholfen und etwas Zeit in meinem zweiten Run gekostet. Auch wenn das Ergebnis heute enttäuschend ist, denke ich, dass wir im Rennen stärker sein werden."

Mick Schumacher (Haas), Rang 19:

"Ich hatte eigentlich gehofft, dass wir mit dem zweiten Satz etwas näher dran sind. Mit dem ersten Satz waren wir 16., was sehr gut aussah. Es war auch unsere Hoffnung. Aber leider sind wir dann auf dem zweiten Satz noch zurückgefallen. Auf dem zweiten Push habe ich mich noch einmal leicht verbessern können im ersten und zweiten Sektor."

"Im dritten habe ich leider alles verloren, weil der Reifen dann nicht mehr da war, ich aber ein bisschen Wind von hinten gekriegt habe. Das hat mich in so eine Rotation reingesetzt, dass ich die Rundenzeit einfach nicht mehr halten konnte. Aber wieder viel gelernt, sehr viel Spaß gemacht das Auto zu fahren. Jetzt freue ich mich auf morgen."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef):

"Ich weiß nicht, ob [der Red Bull] windanfälliger ist. Es kann dich aber mal mit einer Böe mal blöd erwischen. Und dann lässt du gleich mal eineinhalb Zehntel in einer Kurve liegen. So sind die Zeiten ganz schwierig zu werten."

...zur Leistung von Pole-Setter Bottas: "Er hat das Fahren nicht verlernt, aber hat einfach diese Schwankungen. Das müssen wir hinkriegen. Er muss einfach im richtigen Kopf-Space sein. Dann fliegt das. Man sieht auch heute die Unterschiede zwischen Norris und Ricciardo. Oder Vettel und Stroll. Ocon und Alonso. Der eine hat den Reifen im richtigen Fenster und ist richtig gut dabei, und der andere ist am anderen Ende des Feldes. Deswegen muss man von Anfang an Momentum haben. In Imola hatte er das nie. Von Valtteri, der so viel Kritik hat einstecken müssen, war es eine richtig gute Runde."

...zur Frage, ob Mercedes das schnellste Auto hat: "Ich bin mir nicht sicher, ob wir [heute] das schnellste Auto hatten. Aber wir haben einen Schritt nach vorne gemacht."

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