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Die 2018er-Einheitsaerodynamik in der Rundkurs-Variante
Die 2018er-Einheitsaerodynamik in der Rundkurs-Variante © YouTube
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Während Mario Andretti den Look der 2018er-Boliden lobt und ein Cockpitschutz weiter fraglich ist, freut sich IndyCar-Chef Mark Miles über neue Teambesitzer

Bis zum Auftaktrennen der IndyCar-Saison 2018 sind es keine zwei Monate mehr. Los geht's auf dem Stadtkurs in St. Petersburg (Florida). Während der Austragungsort derselbe ist wie in den vergangenen Jahren, so steht allen Beteiligten diesmal dennoch eine Premiere ins Haus.

Der Firestone Grand Prix von St. Petersburg am 11. März markiert das erste Rennen mit dem für alle Teams einheitlichen Aerokit von Dallara. Die Zeiten, in denen Chevrolet und Honda eigene Aerokits an das alte Dallara-Chassis schraubten, sind nach drei Jahren vorbei.

Mittlerweile haben alle IndyCar-Teams den 2018er-Dallara erhalten und getestet. Der Tenor der Fahrer nach den ersten Runden war einheitlich: Aufgrund des Verlusts von rund 25 Prozent Abtrieb liegen die Autos nervöser. Der Abtrieb wird nun nicht mehr vordergründig von den Flügeln, sondern vom Unterboden generiert. Beim Fahrern kommt es wieder mehr auf die Fahrkünste an. Die Fans dürfen sich anhand der Aussagen von Scott Dixon, James Hinchcliffe, Simon Pagenaud und Co. auf packende Renn-Action in der IndyCar-Saison 2018 freuen.

Einer, der das Geschehen nach wie vor stets mit großem Interesse verfolgt, ist Mario Andretti. Die US-Rennlegende ist überzeugt, dass die IndyCar-Verantwortlichen mit dem Schritt hin zur Einheitsaerodynamik den richtigen Schritt getan haben. Vom Look des 2018er-Dallara zeigt sich Andretti begeistert.

"Unsere Zuschauer sind heutzutage anspruchsvoller als jemals zuvor. Vom Produkt auf der Strecke, das heißt von den Rennen, erwarten sie hinsichtlich der Action und des Überholens mehr und mehr. Darauf müssen wir reagieren und das tun wir gerne. Das neue Auto ist einfach nur wunderschön. Es markiert die Rückkehr zum unverfälschten Formelauto. Genau so soll es sein", sagte Andretti in dieser Woche anlässlich der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit.

Cockpitschutz wird getetestet, aber...

Ein Cockpitschutz à la Shield soll zwar noch im Februar in Phoenix getestet werden. Ob dieser dann allerdings für die IndyCar-Saison 2018 vorgeschrieben wird beziehungsweise ob er überhaupt jemals vorgeschrieben wird, ist offen. "Es ist noch immer fraglich, ob wir es einsetzen werden oder nicht. Wir arbeiten daraufhin, werden aber nach dem Test gemeinsam entscheiden, ob wir diesen Weg weiterverfolgen wollen oder eine andere Lösung in Betracht ziehen wollen", erklärt IndyCar-Rennchef Jay Frye wenige Wochen vor dem Phoenix-Test im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Während sich Mario Andretti mit den aktiven Piloten über das Ende der herstellerspezifischen Aerokits freut, freut sich IndyCar-Chef Mark Miles über den jüngsten Zuwachs im Starterfeld. Carlin setzt in der Saison 2018 zwei Autos auf Vollzeitbasis für die beiden Ex-Ganassi-Piloten Charlie Kimball und Max Chilton ein. Harding Racing bestreitet die gesamte Saison mit Gabby Chaves und kann sich vorstellen, bei einigen Rennen ein zweites Auto zu bringen. Juncos Racing hat Kyle Kaiser und Rene Binder verpflichtet. Die beiden teilen sich ein Auto. Michael Shank Racing kooperiert mit Schmidt Peterson Motorsports und ermöglicht Jack Harvey einige Rennen.

"Es ist ein Zeichen des Aufschwungs, dass wir in diesem Jahr vier neue Teambesitzer begrüßen dürfen und dabei handelt es nicht um Unbekannte. Sie sind seit geraumer Zeit im Rennsport aktiv. Sie kennen bereits die Indy Lights und sie werden den Wettbewerb bei uns intensivieren", so Miles mit Blick auf Trevor Carlin, Mike Harding, Ricardo Juncos und Michael Shank.

Wie Andretti, so kann Miles den Auftakt der neuen IndyCar-Saison kaum noch erwarten: "Wir rechnen mit einem Aufschwung für die Rennserie und freuen uns, das wunderschöne neue Auto in Aktion zu sehen."

© Motorsport-Total.com

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