vergrößernverkleinern
Auf dem Portland International Raceway geht es nun erstmals seit 2007 wieder rund
Auf dem Portland International Raceway geht es nun erstmals seit 2007 wieder rund © Bob Heathcote
teilenE-MailKommentare

Mit zwei Testsessions wurde am Donnerstag das IndyCar-Comeback-Wochenende in Portland eröffnet - Sieben Piloten mit Streckenerfahrung - Munoz fährt für Wickens

Die IndyCar-Boliden sind zurück auf dem Portland International Raceway. Der im US-Bundesstaat Oregon nahe der Pazifikküste liegende permanente Rundkurs war zuletzt in der ChampCar-Saison 2007 Austragungsort eines IndyCar-Rennens. Nach zehn Jahren ohne Rennen erfolgt an diesem Wochenende das Comeback.

Bevor es am Freitag mit den Freien Trainings losgeht, standen am Donnerstag zwei Testsessions auf dem Programm. Diese dauerten jeweils zweieinhalb Stunden, um den Piloten und Teams die Möglichkeit zu geben, den knapp 3,2 Kilometer langen und flüssigen Kurs mit seinen zwölf Kurven entweder erstmalig kennenzulernen oder aber wieder in Erinnerung zu rufen.

Sieben Piloten mit Portland-Erfahrung im Feld

Immerhin sieben der 25 für dieses Rennwochenende gemeldeten Piloten haben in der Vergangenheit bereits IndyCar-Rennen in Portland bestritten. Beim vorübergehenden Abschied 2007 waren es Sebastien Bourdais, Will Power, Simon Pagenaud und Graham Rahal, wobei Bourdais als damaliger Newman/Haas-Pilot das Rennen gewann. Es war übrigens das erste Rennen der IndyCar-Geschichte, das stehend gestartet wurde. Nach einigen Rennen ist man von diesem Experiment aber wieder zu den gewohnten fliegenden Starts zurückgekehrt.

Neben Bourdais, Power, Pagenaud und Rahal verfügen auch der aktuelle Tabellenführer Scott Dixon sowie Ryan Hunter-Reay und Tony Kanaan über Portland-Erfahrung. Sie waren zwar beim ChampCar-Rennen 2007 nicht am Start, weil sie in der rivalisierenden Indy Racing League (IRL) antraten, fuhren aber bereits vorher zu CART- beziehungsweise ChampCar-Zeiten in Portland. Bourdais, der abgesehen von 2007 auch 2004 siegte, ist trotzdem der einzige aktive Fahrer, der aus früheren IndyCar-Zeiten nicht nur die Strecke, sondern auch die Victory Lane kennt.

Tagesbestzeit: Scott Dixon knapp vor Will Power

Die Testbestzeit am Donnerstag holte sich unter bewölktem Himmel auf trockener Piste schließlich einer der sieben Piloten mit Streckenerfahrung. Scott Dixon (Ganassi-Honda) markierte kurz vor Schluss von Session 2 mit einer Zeit von 58,359 Sekunden die schnellste Runde des Tages. Will Power (Penske-Chevrolet) war gerade mal 34 Tausendstelsekunden langsamer. Schnellster in Session 1 war Power mit einer Zeit von 58,954 Sekunden.

Matheus Leist (Foyt-Chevrolet) war nach einer knappen halben Stunde der erste gewesen, der eine Rundenzeit unter einer Minute setzte. Unterm Strich gelang dies im Verlauf der insgesamt fünf Stunden Fahrbetrieb allen 25 Piloten. Power knackte kurz vor Ende von Session 1 als erster die 59-Sekunden-Marke, die letzten Endes von 15 weiteren Piloten unterboten wurde. Die meisten Runden des Tages fuhr Sebastien Bourdais (Coyne-Honda) mit deren 101.

Das Top-10-Klassement vom Testtag lautet wie folgt: Scott Dixon (Ganassi-Honda), Will Power (Penske-Chevrolet), Josef Newgarden (Penske-Chevrolet), Marco Andretti (Herta/Andretti-Honda), Zach Veach (Andretti-Honda), Sebastien Bourdais (Coyne-Honda), Ryan Hunter-Reay (Andretti-Honda), Ed Jones (Ganassi-Honda), Alexander Rossi (Andretti-Honda) und Jack Harvey (Shank/Schmidt-Honda).

Alfonso Celis Jr. (Juncos-Chevrolet) sorgte nach einer Stunde von Session 2 für eine kurze Unterbrechung mit der Roten Flagge, als er in Kurve 4 abflog. Für den Mexikaner war der Testtag damit vorzeitig beendet. Eine knappe Stunde vor Schluss sorgte Zach Veach (Andretti-Honda) mit einem harmlosen Abflug in Kurve 5 für die zweite und letzte Unterbrechung des Tages. Veach aber konnte nicht nur nur weiterfahren, sondern sich später sogar noch steigern, um schließlich auf Platz fünf der Zeitenliste abzuschließen.

Carlos Munoz vertritt Robert Wickens

Im Gegensatz zu St. Louis am vergangenen Wochenende ist diesmal übrigens auch der #6 Schmidt-Honda des verletzten Robert Wickens besetzt. Carlos Munoz hat den Zuschlag erhalten. Der erfahrene Kolumbianer vertritt den weiterhin im Krankenhaus in Allentown (Pennsylvania) liegenden Rookie aus Kanada sowohl an diesem Wochenende in Portland als auch in zwei Wochen beim Saisonfinale in Sonoma.

Nach den beiden Testsessions vom Donnerstag geht es in Portland am Freitag mit zwei Freien Trainings weiter. Am Samstag stand dann wie auf Rundkursen üblich ein drittes Freies Training auf dem Programm, bevor es ins Qualifying geht. Am Sonntag steigt das Rennen über eine Distanz von 105 Runden. Startzeit ist 12:00 Uhr Ortszeit, was in MESZ umgerechnet 21:00 Uhr entspricht.

© Motorsport-Total.com

Nächste Artikel
previous article imagenext article image