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Die lebende Legende: Scott Dixon sicherte sich in Sonoma Titel Nummer fünf
Die lebende Legende: Scott Dixon sicherte sich in Sonoma Titel Nummer fünf © LAT
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Scott Dixon dankt nach seinem fünften IndyCar-Titel allen, die ihm so einfallen, und würdige seine Gegner im Meisterschaftskampf

Die Fünf steht: Scott Dixon hat es geschafft, sich endgültig als IndyCar-Legende unsterblich zu machen. Der Neuseeländer in Ganassi-Diensten ist nun der einzige Fahrer neben A.J. Foyt, der mehr als viermal im US-amerikanischen Formelsport erfolgreich war. Es war sein dritter Titel in sechs Jahren. Sein Geheimnis: Kein einziger Ausfall und ein zwölfter Platz als schlechtestes Ergebnis der ganzen Saison.

Mit der Zeit kommt etwas Routine in die Titelfeiern. Und so blieb Dixon, dem in den USA ein ähnliches "Iceman"-Image anhaftet wie Kimi Räikkönen in Europa, auch im Angesicht des großen Triumphes ganz der Profi: "Das ist eine Leistung vieler Menschen, darum geht es. Ich bin einfach der Glückliche, der es über die Linie bringt. Ich kann meiner Frau Emma nicht genug danken. Sie war in dieser Saison so eine große Hilfe, obwohl sie durch so eine emotionale Zeit geht." Der Titelgewinn fiel genau auf den Todestag ihres Vaters vor einem Jahr.

"Ich kann allen im Team nicht genug danken", so der 38-Jährige weiter. "Das kommt nicht ohne harte Arbeit zustande. Wir hatten viel Stehvermögen und auch beim Finale hätte einiges schiefgehen können. Ein großer Dank an die Sponsoren und an Honda. Sie waren fantastisch."

Ein paar Emotionen lässt er dann doch zu: "Man, das ist hervorragend. Ich kann kaum glauben, dass das passiert ist! Man fängt in solchen Situationen immer an zu zweifeln. Ich muss einfach allen so sehr danken; es ist einfach so cool! Ich muss auch den Teams danken, gegen die wir dieses Jahr gekämpft haben - Penske und Andretti. (Alexander) Rossi hat einen unglaublichen Job gemacht. Er hat so hart gepusht. Er ist ein großes Talent und wird in seiner Karriere noch viele Meisterschaften gewinnen."

Dessen Kollision mit Marco Andretti in der ersten Runde habe etwas Druck von den Schultern genommen, erzählt Dixon. "Wir mussten von da an nur noch dafür sorgen, nicht in eine ungünstige Lage zu geraten, aus der sie Profit schlagen könnten." Bei unvorhersehbaren Gelbphasen kann das stets passieren. "Natürlich hat es geholfen, dass er fast eine Runde Rückstand hatte. Aber niemand ist jemals draußen. Ich habe auf der Positionsanzeige seine Fortschritte aufmerksam verfolgt. Und sicher war ich erst, als wir den letzten Boxenstopp eingelegt haben und Sprit bis zum Ende hatten."

Wie schnell es wieder nach vorne gehen kann, hat er selbst in Portland gemerkt, als er nach einer Kollision in der ersten Runde wieder in Tuchfühlung zur Spitze kam: "An dem Tag haben wir wirklich Glück gehabt, dass wir aus der Staubwolke wieder rausgekommen sind und trotz einer Berührungen weiterfahren konnten. Ich habe nur gehofft, dass wir damit das Glück nicht aufgebraucht hatten." Das hat er nicht, denn in Sonoma legte er ein sauberes Wochenende hin. Und ein Ende seiner Karriere ist noch nicht in Sicht...

© Motorsport-Total.com

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