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Penske-Pilot Josef Newgarden: am zweiten Indy-500-Trainingstag der Schnellste
Penske-Pilot Josef Newgarden: am zweiten Indy-500-Trainingstag der Schnellste © LAT
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Auch die zweite Bestzeit der Indy-500-Trainingswoche geht an Penske - Fernando Alonso und Felix Rosenqvist mit Unfällen - Robert Wickens als Beobachter vor Ort

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Die 36 für die 500 Meilen von Indianapolis 2019 gemeldeten Piloten haben am Dienstag den zweiten Trainingstag in Vorbereitung auf das Rennen (26. Mai) absolviert. Dabei gab es die ersten beiden Unfälle der diesjährigen Trainingswoche.

Die erste Hälfte des Tages stand im Zeichen des Crashs von Fernando Alonso (McLaren-Chevrolet). Eine Stunde vor Schluss des siebenstündigen Tagesbetriebs flog dann Felix Rosenqvist (Ganassi-Honda) heftig ab. Nach Dreher und Einschlag in die Außenmauer von Turn 2 schlug das Auto des IndyCar-Rookies aus Schweden noch in die Reifenstapel auf der Innenseite des Ovals an. Wie Alonso, so blieb auch Rosenqvist unverletzt.

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"Ich fuhr hinter Colton [Herta], um das Fahren im Pulk zu üben. Plötzlich spürte ich, wie sich das Auto schlagartig anders verhielt. Erst gab es einen Schub und dann hatte ich Übersteuern. Es ging so schnell, ich konnte nicht reagieren", so Rosenqvist gegenüber 'NBC', um anzufügen: "Ich bin komplett in Ordnung. Wir müssen jetzt nur analysieren, was genau passiert ist. Vielleicht habe ich den Randstein erwischt. Das wäre eine mögliche Erklärung."

Newgarden Schnellster knapp vor Dixon

Die Tagesbestzeit markierte Josef Newgarden (Penske-Chevrolet) mit 39,326 Sekunden (228,856 Meilen pro Stunde). Im Vergleich zur Dienstagsbestzeit von Penske-Teamkollege Will Power war er aber 0,152 Sekunden langsamer. Wie Power am Vortag, so setzte auch Newgarden seine Tagesbestzeit im Windschatten. In seinem Fall kam dieser von Rosenqvist vor dessen Crash.

Die weiteren Top 10 in der Zeitenliste hinter Newgarden am zweiten Trainingstag: Scott Dixon (Ganassi-Honda), Spencer Pigot (Carpenter-Chevrolet), Santino Ferrucci (Coyne-Honda), Helio Castroneves (Penske-Chevrolet), Sebastien Bourdais (Coyne-Honda), Zach Veach (Andretti-Honda), Charlie Kimball (Carlin-Chevrolet), Ed Jones (Carpenter-Chevrolet) und Ed Carpenter (Carpenter-Chevrolet).

Dixon, der vormittags lange auf P1 gelegen hatte, war als Zweitschnellster nur 0,004 Sekunden langsamer als Newgarden. Schnellster ohne Windschatten war diesmal Alexander Rossi (Andretti-Honda), der in der Zeitenliste allerdings nur P34 belegte.

Fernando Alonso: Früher Feierabend nach Crash

Fernando Alonso, der am Dienstag aufgrund von Elektrikproblemen an seinem McLaren-Chevrolet einen halben Tag Streckenzeit verloren hatte und nur 50 Runden fuhr, brachte es am zweiten Trainingstag gar nur auf 46 Runden. Dann kam es zum eingangs erwähnten Crash des Indianapolis-Rückkehrers aus Spanien.

Nach dem mehrfachen Einschlag in den Turns 3/4 entstieg Alonso seinem orangefarbenen McLaren-Chevrolet aus eigener Kraft. Und nachdem er im streckeneigenen Medical-Center durchgecheckt wurde, teilte er gegenüber 'NBC' mit: "Komplettes Untersteuern. Selbst, wenn ich am Kurveneingang Gas weggenommen hätte, hätte das nicht geholfen. Ich habe komplett den Anpressdruck auf der Vorderachse verloren. Dann kam die Mauer zu schnell zu nahe."

Lange Zeit musste sich Alonso in Geduld üben. Dann entschied man bei McLaren unter der Leitung von Sportdirektor Gil de Ferran, das noch nicht fertige Ersatzauto aus dem Transporter in die Gasoline Alley zu rollen und die bereits begonnene Reparatur des Einsatzautos vorerst zurückzustellen.

Auf die Strecke zurück kehrte Alonso allerdings nicht mehr. So reihte er sich mit seiner am Vormittag gefahrenen Rundenzeit von 39,923 Sekunden (225,433 Meilen pro Stunde) letztlich auf Platz 29 des Tagesklassements ein.

Zwei Briten am Ende der Zeitenliste

Abgesehen von den Unfällen von Alonso und Rosenqvist gab es im Verlauf der insgesamt sieben Stunden des zweiten Trainingstages noch vier kurze Gelbphasen aufgrund von Kleinteilen (Debris) beziehungsweise Inspektion der Strecke auf eben solche.

Alle 36 gemeldeten Piloten gingen am Mittwoch auf die Strecke. Langsamster war Ben Hanley (DragonSpeed-Chevrolet). Der Rookie aus Großbritannien schloss als 36. hinter der einzigen Frau im Feld ab: der ebenfalls aus Großbritannien kommenden Pippa Mann (Coyne-Honda; 35.).

Derweil machte ein anderer Brite mit der größten Laufleistung des Tages auf sich aufmerksam. Jordan King (Rahal-Honda; 31.). brachte es auf 132 Runden. Die wenigsten Umläufe wurden mit nur 37 für Sage Karam (Dreyer/Reinbold-Chevrolet; 26.) notiert.

Robert Wickens als interessierter Beobachter vor Ort

Übrigens: Auch Robert Wickens ist am Indianapolis Motor Speedway vor Ort. Der Kanadier, der sich weiter von seinem Horrorcrash aus dem August 2018 auf dem Pocono Raceway erholt, unterstützt das Team von Sam Schmidt als interessierter Beobachter in der Boxengasse. Dabei darf er schon mal auf einen ganz speziellen Windschatten von Teamkollege und Kumpel James Hinchcliffe zählen:

Bevor am Mittwoch das zweite Training für alle 36 gemeldeten Piloten unter die Räder genommen wurde, durfte Patricio O'Ward (Carlin-Chevrolet; 22.) die letzte Phase seines Rookie-Programms absolvieren. Dazu war der 20-jährige Mexikaner, der neuerdings zum Red-Bull-Nachwuchskader gehört, am Dienstag nicht gekommen, weil es am dritten Auto des Carlin-Teams (Startnummer 31) ein Getriebeproblem gegeben hatte.

Auch am Donnerstag und Freitag stehen in Indianapolis wieder ganztägige Freie Trainings über jeweils sieben Stunden an, wobei am "Fast Friday" mit erhöhtem Ladedruck gefahren wird. Der Samstag und der Sonntag stehen dann im Zeichen des zweigeteilten Qualifyings.

© Motorsport-Total.com

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