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Indy-500-Sieger Simon Pagenaud mit der Borg-Warner-Trophy
Indy-500-Sieger Simon Pagenaud mit der Borg-Warner-Trophy © LAT
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Nach seinem Indy-500-Triumph träumt Simon Pagenaud auch vom Le-Mans-Sieg - 2011 war der Franzose beim 24-Stunden-Klassiker schon Zweiter

Im Vorjahr konnte Simon Pagenaud kein einziges IndyCar-Rennen gewinnen. Zwei zweite Plätze waren seine einzigen Highlights. 2019 begann ähnlich. Platz sechs im vierten Rennen in Long Beach war sein bestes Ergebnis. Dann kam der Mai und alles änderte sich.

Im verregneten Indy-Grand-Prix zeigte der Penske-Pilot seine Klasse und eroberte den Sieg. Und jetzt gewann Pagenaud zum ersten Mal in seiner Karriere die 500 Meilen von Indianapolis.

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Auch weil beim Indy 500 doppelte Punkte vergeben werden, führt Pagenaud die Gesamtwertung nun einen Zähler vor seinem Teamkollegen Josef Newgarden an. "Vor diesem Monat habe ich zu Ben Bretzman (sein Ingenieur; Anm. d. Red.) gesagt, dass wir die nächsten beiden Rennen gewinnen können und in der Meisterschaft dabei sein werden. Und genau das ist passiert", freut sich Pagenaud über seine Fähigkeiten als Hellseher.

Indianapolis schreibt seine eigenen Gesetze. Für den weiteren Saisonverlauf muss das nicht viel bedeuten. Nun warten in der regulären IndyCar-Saison noch elf weitere Rennen. Schon am kommenden Wochenende finden zwei Läufe in Detroit statt. "Wir haben ein sehr gutes Auto für Stadtkurse", glaubt Pagenaud. "Wir haben hart daran gearbeitet, weshalb ich denke, dass wir dort stark sein werden."

Ziel ist der zweite IndyCar-Meistertitel

"Ich liebe die Strecke in Detroit. Dort habe ich 2013 mein erstes IndyCar-Rennen gewonnen. Also will ich es wieder schaffen. Das steht bei mir als nächstes auf Liste. Und natürlich will ich eine weitere Meisterschaft gewinnen. 2017 war ich nahe dran und es wäre toll, wenn ich die Zahlen erhöhen könnte." 2016 wurde Pagenaud IndyCar-Meister. Im Jahr darauf musste er sich Newgarden beugen.

"Wir müssen für die Meisterschaft noch viel arbeiten", blickt der Franzose auf die kommenden Wochen voraus. "Es gibt viele konkurrenzfähige Teams und es wird bestimmt nicht einfach. Aber wir sind definitiv in Schwung gekommen. Das ist das Wichtigste. Wir wussten, was ich brauche und haben es geschafft. Auf dem Oval fühle ich mich jetzt sehr komfortabel. Und bezüglich Straßen- und Stadtkursen hat Penske fantastisch gearbeitet."

Rückkehr nach Le Mans ein großes Ziel

Newgarden siegte 2019 beim Saisonauftakt in St. Petersburg. Anschließend gewannen mit Colton Herta (Harding), Takuma Sato (Rahal) und Alexander Rossi (Andretti) drei Honda-Fahrer. Pagenaud glaubt aber, dass nach Indianapolis das Pendel Richtung Penske umschlagen wird: "Ja, das Ziel ist es, in diesem Jahr die Meisterschaft zu gewinnen. Ich hoffe, alle haben schon Angst."

"Eines Tages will ich auch nach Le Mans zurückkehren und gewinnen", setzt sich Pagenaud ein weiteres Ziel. Zwischen 2008 und 2011war er viermal bei diesem 24-Stunden-Klassiker gestartet. 2011 gelang Pagenaud im Peugeot-Werksteam mit den Kollegen Sebastien Bourdais und Pedro Lamy der zweite Platz. "Ich habe aber keinen Druck, denn ich möchte in den USA noch viel erreichen. Ich will für immer für Penske fahren und Rennen gewinnen."

"Le Mans ist einer meiner Träume. Ein anderer Traum wäre die Rallye Monte Carlo, aber das ist noch weit weg. Vielleicht, wenn ich 45 oder 48 Jahre alt bin", lacht Pagenaud. Für den Indy-500-Sieg erhielt er exakt 2.669.529 US-Dollar. Das entspricht umgerechnet rund 2,4 Millionen Euro. Bis zum Rennen in Detroit absolviert der Franzose einen Medienmarathon und besucht viele Ehrungen.

© Motorsport-Total.com

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