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Stefan Bradl landete in Jerez auf Platz zehn
Stefan Bradl landete in Jerez auf Platz zehn © Getty Images
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Bei seinem ersten MotoGP-Einsatz in dieser Saison landet Stefan Bradl auf Platz zehn. Der Sieg in Jerez geht an den spanischen Weltmeister Marc Marquez.

Nassgeschwitzt und erschöpft, aber mit einem breiten Grinsen nahm Motorradpilot Stefan Bradl die Glückwünsche für einen tollen Auftritt in Jerez entgegen.

Bei seinem ersten Wildcard-Einsatz in diesem Jahr fuhr der Honda-Testfahrer beim Großen Preis von Spanien auf einen starken zehnten Platz. Die Flasche Wasser nach seiner Ankunft in der Box hatte sich der Moto2-Weltmeister von 2011 mehr als verdient.

"Das ist sensationell", sagte Bradl bei ServusTV. Mit einer fehlerfreien Leistung hatte er die Vorgaben des Teams umgesetzt, selbst Probleme am Arm konnten den 28-Jährigen nicht stoppen. Der Chefetage blieb das nicht verborgen. "Die Bosse haben schon gratuliert, das ist ein tolles Gefühl", sagte Bradl.

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Unter anderem den dreimaligen MotoGP-Weltmeister und Honda-Stammfahrer Jorge Lorenzo ließ Bradl hinter sich. "Am Anfang habe ich etwas Zeit verloren, insofern ist es am Ende sogar etwas schade. Aber die Top 10 waren das Ziel", sagte er.

Weltmeister Marquez siegt in Jerez

Den Sieg in der Königsklasse sicherte sich Hondas Aushängeschild Marc Marquez. Der Weltmeister übernahm durch seinen klassenübergreifend 72. WM-Sieg auch die Führung in der Gesamtwertung. Suzuki-Pilot Alex Rins und Maverick Vinales auf Yamaha machten das rein spanische Podium beim Heimspiel perfekt.

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Schnell abhaken muss dagegen Moto2-Pilot Marcel Schrötter das Wochenende von Jerez. Nach seinem zweiten Platz in Austin/Texas vor drei Wochen lief beim 26-Jährigen aus Vilgertshofen nichts zusammen.

Nach einem technischen Defekt im Qualifying war die Ausgangslage mit Startplatz 14 schon durchwachsen, im Rennen blieb die große Aufholjagd aus.

Schrötter unter ferner liefen

Schrötter kam als 15. ins Ziel und rettete damit einen Punkt. In der WM-Wertung fiel der Kalex-Pilot vom deutschen Team Intact GP hinter seinen Stallgefährten Tom Lüthi auf den dritten Platz zurück. Der Schweizer wurde Vierter und verpasste das Podest knapp. 

Seinen dritten Saisonsieg feierte der Italiener Lorenzo Baldassarri (Kalex), der mit 75 Punkten klar vor Lüthi (58) und Schrötter (48) an der WM-Spitze thront. Die deutschen KTM-Fahrer Lukas Tulovic (Eberbach) und Philipp Öttl (Ainring) verpassten als 19. bzw. 23. die Punkte.

In der Moto3-Klasse feierte der Italiener Niccolo Antonelli seinen vierten Karrieresieg. Der 23-Jährige sorgte damit für einen emotionalen Moment im Lager seines Rennstalls SIC58 Squadra Corse.

Das Team von Paolo Simoncelli, der die Equipe 2013 und damit zwei Jahre nach dem tödlichen Unfall seines Sohnes Marco Simoncelli aus der Taufe gehoben hatte, kam zu seinem ersten WM-Sieg. Die WM-Führung übernahm der Spanier Aron Canet (KTM), der in Jerez Vierter wurde.

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