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Kasey Kahne, der Ende 2018 mit NASCAR aufhören wollte, wird nicht mehr fahren
Kasey Kahne, der Ende 2018 mit NASCAR aufhören wollte, wird nicht mehr fahren © LAT
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Der vorzeitig zum Rücktritt gezwungene Kasey Kahne wird im Leavine-Chevy bis Ende der NASCAR-Saison 2018 von Regan Smith ersetzt - 2019 kommen DiBenedetto und Toyota

Teils freiwilliger, teils unfreiwilliger Neuanfang bei Leavine Family Racing: Weil der diesjährige Stammfahrer Kasey Kahne aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ins Cockpit des #95 Chevrolet Camaro zurückkehren darf, ist die NASCAR-Karriere des 38-Jährigen vorzeitig beendet und das Team kann nicht mehr auf die Dienste des einstigen NASCAR-Juwels zurückgreifen.

Für das Saisonende 2018 hatte Kahne ohnehin seinen Abschied aus der NASCAR-Szene angekündigt. Diesen hat er nun vorziehen müssen, weil sich die Symptome seiner insbesondere Anfang September beim Southern 500 in Darlington aufgetretenen Hitzeerschöpfung nicht gebessert haben. Die behandelnden Ärzte haben Kahne keine Freigabe für die Rückkehr hinter das Lenkrad eines NASCAR-Boliden erteilt.

"Es wäre eine Untertreibung zu sagen, dass ich enttäuscht wäre, als ich vorige Woche im Anschluss an einen Test auf dem Charlotte Motor Speedway keine ärztliche Freigabe für die Saison erhalten habe", so Kahne via Twitter und weiter: "Meine Hoffnung war es, dass alles gut wird und ich die Saison im Auto mit der Startnummer 95 von Leavine Family Racing stark würde beenden können. Leider ist das nicht der Fall."

"Außerhalb des Rennwagens bin ich kerngesund. Ich fühle mich großartig und die Ärzte haben bestätigt, dass ich keine grundsätzlichen gesundheitlichen Probleme habe", wie Kahne anmerkt. Was ist dann das Problem beim 38-Jährigen? "Mein Körper kann einfach keine längeren Zeiträume im Rennauto vertragen und es gelang uns nicht, meinen Flüssigkeitshaushalt so umzustellen, dass bleibende Schäden vermieden werden", erklärt Kahne, der es im Verlauf seiner Anfang 2004 begonnenen Karriere in der NASCAR-Topliga auf 529 Rennen, 27 Pole-Positions und 18 Siege gebracht hat.

Seinen letzten Sieg errang Kahne beim Brickyard 400 in Indianapolis 2017. Zur Saison 2018 wechselte er, der einst im Team von Ray Evernham begonnen hatte und anschließend für Petty Enterprises, das Team Red Bull und Hendrick Motorsports gefahren war, zu Leavine Family Racing. Dort ist Kahnes letzte Saison nun noch früher als geplant zu Ende gegangen. Regan Smith, der seit dem diesjährigen Brickyard 400 als Kahnes Vertretung einspringt, wird die Saison 2018 nun auch zu Ende fahren.

Leavine Family setzt 2019 auf DiBenedetto und Toyota

Für die NASCAR-Saison 2019 stellt sich Leavine Family Racing dann komplett neu auf. Matt DiBenedetto, der vor wenigen Wochen das bevorstehende Ende der Zusammenarbeit mit seinem aktuellen Arbeitgeber Go Fas Racing bekanntgegeben hat, wird neuer Stammfahrer des von Bob Leavine eingesetzten Autos mit der Startnummer 95. Dieses wird dann aber kein Chevrolet Camaro mehr sein, sondern ein Toyota Camry. Hintergrund des Markenwechsels ist eine technische Allianz mit Joe Gibbs Racing (JGR). In dieser Rolle wird das Leavine-Team somit Nachfolger des Ende 2018 schließenden Meisterteams von 2017: Furniture Row Racing.

"Das ist die größte Chance in meinem Leben. Es ist ein Traum, der wahr wird", schwärmte DiBenedetto am Mittwoch anlässlich der Teampräsentation in der NASCAR Hall of Fame in Charlotte. Teambesitzer Bob Leavine fügte bei dieser Gelegenheit hinzu: "Ich freue mich tierisch auf 2019 mit Matt als unserem Fahrer und Toyota als unserem Hersteller. Mit JGR und TRD (Toyota Racing Development; Anm. d. Red.) zusammenspannen zu können, ist natürlich riesig."

Was Kahne betrifft, so wird also nicht das Saisonfinale 2018 in Homestead das letzte Rennen seiner NASCAR-Karriere werden. Vielmehr hat er seine Abschiedsvorstellung unfreiwillig und unwissend schon Anfang September in Darlington gegeben. Ganz mit dem Rennsport aufhören möchte Kahne ungeachtet der aktuellen ärztlichen Diagnose aber nicht. Beim einen oder anderen Sprint-Car-Rennen auf Dirt-Tracks will er auch in Zukunft antreten. In dieser Szene besitzt Kahne seit Jahren sei eigenes Team, für das er hin und wieder selbst fährt. "Da diese Rennen deutlich kürzer und die Cockpits offen sind, gibt es dort keine Probleme mit meinem Flüssigkeitshaushalt", bemerkt der 38-Jährige und will seine Zeit künftig vor allem seiner Familie mit dem dreijährigen Stammhalter Tanner widmen.

© Motorsport-Total.com

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