vergrößernverkleinern
Fünfte Pole-Position 2018, aber die erste überhaupt in Talladega für Kurt Busch
Fünfte Pole-Position 2018, aber die erste überhaupt in Talladega für Kurt Busch © LAT
teilenE-MailKommentare

Mit Kurt Busch an der Spitze dominiert Stewart/Haas die Zeitenjagd zum Playoff-Rennen in Talladega - Afrikanisches Team verpasst bei Cup-Premiere die Qualifikation

Der Talladega Superspeedway ruft zum letzten Restrictor-Plate-Rennen der NASCAR-Saison 2018. Beim 1000Bulbs.com 500 fällt am Sonntag zwar noch nicht die endgültige Entscheidung über den Einzug in die vorletzte Playoff-Stufe, die "Round of 8". Mit einem Rennsieg lässt sich das Ticket aber vorzeitig lösen und sich damit das Zittern für das entscheidende Rennen der "Round of 12" (Kansas City am kommenden Wochenende) vermeiden. Chase Elliott ist dies bereits am vergangenen Wochenende in Dover gelungen.

Während es Elliott am Sonntag in Talladega ruhig angehen lassen kann und "nur" auf weitere Playoff- und Bonuspunkte aus ist, wollen seine elf noch verbliebenen Mitstreiter im Titelkampf vor allem eines vermeiden: einen Crash und damit erheblichen Punkterückstand auf die Top 8 vor dem Kansas-Wochenende.

Die Pole-Position hat sich im Qualifying, das in Talladega wie üblich am Samstag ausgetragen wurde und nur zwei Segmente aufwies, einer der zwölf Playoff-Teilnehmer gesichert. Kurt Busch (Stewart/Haas-Ford) nämlich war nach Q1-Bestzeit auch in Q2 nicht zu schlagen und verwies mit 48,906 Sekunden (195,804 Meilen pro Stunde) seinen schärfsten Verfolger, Teamkollege Clint Bowyer, auf den Platz neben sich in der ersten Startreihe.

Viermal Stewart/Haas vor viermal Hendrick

Es war eine reinrassige Stewart/Haas-Show, denn Kevin Harvick und Aric Almirola fuhren in die zweite Startreihe. Damit ist es erstmals seit sieben Jahren wieder einem Team gelungen, die ersten vier Startplätze eines NASCAR Cup-Rennens komplett für sich zu beanspruchen. Zuletzt hatte dies im April 2011 Hendrick Motorsports ebenfalls in Talladega geschafft.

"Als Fahrer musst du hier einfach nur das Gaspedal voll durchtreten. Der Dank geht daher an mein Team. Ich freue mich natürlich sehr über meine erste Pole-Position in Talladega", so die Reaktion von Kurt Busch auf die schnellste Pole-Runde in Talladega seit Brian Vickers im Oktober 2014. Für Busch ist es zwar die erste Talladega-Pole seiner Karriere, in der Saison 2018 aber insgesamt schon das fünfte Mal, dass er in einem Qualifying die Oberhand behielt.

Insgesamt acht der zwölf noch im Titelrennen befindlichen Piloten haben auf dem mit 2,66 Meilen und 33 Grad Banking sowohl längsten als auch steilsten Oval im NASCAR-Kalender das zwölfköpfige Q2 erreicht. Hinter dem Stewart/Haas-Quartett fuhren die vier Hendrick-Piloten Chase Elliott, Jimmie Johnson, Alex Bowman und William Byron geschlossen auf die Startplätze fünf bis acht, wobei Johnson und Byron bekanntlich nicht (mehr) zum Kreis der Playoff-Teilnehmer zählt - Kyle Busch (Gibbs-Toyota; 9.) und Martin Truex Jr. (Furniture-Row-Toyota; 11.) allerdings schon.

Die vier Playoff-Teilnehmer, die schon nach Q1 Feierabend hatten, sind die drei Penske-Piloten Brad Keselowski, Ryan Blaney und Joey Logano auf den Startplätzen 18, 19 und 20 sowie Ganassi-Pilot Kyle Larson auf Startplatz 34.

Die Startaufstellung hat bei Restrictor-Plate-Rennen aber bekanntlich wenig Aussagekraft. Gut möglich, dass sich der eine oder andere Playoff-Teilnehmer bereits in der Anfangsphase des Rennens ans Feldende zurückfallen lässt, um der Gefahr eines "Big Ones" so gut es geht aus dem Weg zu gehen...

Afrikanisches Team verpasst bei Cup-Premiere die Qualifikation

Erstmals in der NASCAR-Topliga ist an diesem Wochenende ein afrikanisches Team gemeldet. Der im Besitz von Victor Obaika befindliche Rennstall Obaika Racing, der bereits auf drei Jahre Erfahrung in der zweiten NASCAR-Liga (Xfinity-Serie) verweisen kann, setzt den #97 Toyota Camry für David Starr ein. Die Qualifikation zum Rennen wurde allerdings verpasst, weil Starr trotz Rang 39 in der Zeitenliste nicht ins 40-köpfige Starterfeld eingezogen ist. Grund ist die Tatsache, dass Corey LaJoie (TriStar-Chevrolet) und Cody Ware (Ware-Chevrolet) aufgrund des Charter-Systems für das Rennen gesetzt sind, obwohl sie im Qualifying langsamer waren als Starr.

Der Start in Talladega erfolgt am Sonntag in MESZ umgerechnet kurz nach 20:00 Uhr. Die Renndistanz beträgt 188 Runden. Die Länge der Stages ist auf 55-55-78 Runden angesetzt.

© Motorsport-Total.com

Nächste Artikel
previous article imagenext article image