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Der ISM Raceway war nur eine von vielen Stationen von Nyree
Der ISM Raceway war nur eine von vielen Stationen von Nyree © LAT
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Ein NASCAR-Fan aus Amerika hat in der Saison 2018 37 NASCAR-Rennen live vor Ort besucht - Die Anwältin aus New York verpasste nur ganz wenige Events

Contessa Nyree ist eine Anwältin aus Manhattan, doch im Jahr 2018 hat sie ihre Wohnung aufgeben, die Möbel verkauft und das Nötigste für die Reise ihres Lebens eingepackt. In der Saison 2018 besuchte sie nach Informationen von 'Jeffgluck.com' 37 NASCAR-Rennen live vor Ort. Nyree war von ihrem Job sowohl physisch als auch psychisch ausgelaugt und brauchte deshalb eine Pause. Sie entschied sich, dem NASCAR-Tross hinterher zu reisen.

Das einzige Saisonrennen, das die Amerikanerin verpasst hat, war das Herbstrennen am Richmond Raceway. Es war das Wochenende, an dem ihr Enkel getauft wurde. Ansonsten hat sie neben den Cup-Events auch die Rennen der Truck-Serie und Xfinity-Serie besucht - darunter den Eldora Speedway. Finanziert hat sie die Reise ganz alleine. Weder NASCAR noch die Strecken haben Nyree bei ihrem Abenteuer unterstützt.

Beim Finale am Homestead-Miami Speedway sagt sie: "Ich bin so glücklich, das gemacht zu haben. Es war eine großartige Reise. Ich habe nicht nur die Strecken besucht, sondern auch Orte wie den Grand Canyon oder die Niagara Fälle." Es habe sie fasziniert, was für tolle Orte ihr Heimatland zu bieten hat. Den Großteil der Strecke hat Nyree in einem Toyota Prius zurückgelegt. Insgesamt fuhr sie ca. 40.000 Meilen (rund 65.000 Kilometer).

Zweifel über den Sinn der Reise hatte Nyree aber, als sie ihren 40. Geburtstag alleine im Flugzeug gefeiert hat. Damals reiste sie von Indianapolis nach Las Vegas, um das erste Play-off-Rennen zu erleben. "Das ganze kann schon etwas ermüdend sein", erklärt sie. "Es geht da gar nicht ums Fahren, sondern eher um die Planung." Es sei schwierig gewesen, eigentlich gar kein richtiges Zuhause zu haben.

Jedoch würde Nyree den Sport lieben, weshalb die Rennen die Strapazen entlohnt hätten. "Ich wusste dann, warum ich das tue", sagt sie. Natürlich verlief die Reise nicht ganz ohne Schwierigkeiten: Manchmal wurden die Tickets nach Wisconsin zu ihrem Bruder geschickt, wo sie offiziell lebte. Jedoch sei ein Großteil des Trips sehr gut verlaufen.

Besonders gefallen habe ihr der Kontakt zu den verschiedenen Rennsport-Fans, egal woher sie kamen. "Man setzt sich einfach hin und redet miteinander", resümiert sie. "Man erfährt manchmal nicht einmal den Namen, aber man kann sich über den Rennsport unterhalten." Beeindruckend fand Nyree den umgebauten ISM Raceway in Phoenix, der nun viel besser für die Fans sei.

Die Reise war sehr teuer und da Nyree kein Einkommen hatte, musste sie ihre Ersparnisse dafür aufwenden. Sie habe jedoch gelernt, günstige Angebote zu finden, ohne auf einen gewissen Standard verzichten zu müssen. Nach dem Finale in Homestead ist für Nyree aber noch nicht Schluss: Sie will auch die Meisterwochen in Las Vegas mitnehmen. "Ich bin seit dem 6. Februar unterwegs", so die NASCAR-Enthusiastin. "Wie sollte ich Las Vegas jetzt ausfallen lassen?"

© Motorsport-Total.com

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