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Zwei Tage nach Entwertung seines Texas-Sieges die Phoenix-Pole für Kevin Harvick
Zwei Tage nach Entwertung seines Texas-Sieges die Phoenix-Pole für Kevin Harvick © LAT
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Mit neuer Ausgangslage in den Playoffs infolge seiner Texas-Strafe geht es auf dem veränderten Phoenix-Oval mit Kevin Harvick auf Pole ins letzte Rennen vor dem Finale

Die Entscheidung vor der Entscheidung steht an. In den Playoffs der Monster Energy NASCAR Cup Series 2018 steigt am Sonntag auf dem ISM Raceway in Phoenix das letzte Rennen der "Round of 8".

Das Phoenix-Rennen bringt die endgültige Entscheidung darüber, welche vier Fahrer am darauffolgenden Sonntag (18. November) in Homestead den Titel des NASCAR Cup-Champions 2018 unter sich ausmachen werden.

Neue Ausgangslage nach Harvick-Strafe

Die Ausgangslage für den Finaleinzug hat sich in dieser Woche noch verändert. Am vergangenen Sonntag schien sich Kevin Harvick mit seinem Sieg auf dem Texas Motor Speedway in Fort Worth das zweite Finalticket nach Martinsville-Sieger Joey Logano gesichert zu haben. Doch weil der #4 Stewart/Haas-Ford nicht dem Technischen Reglement entsprach, wurde Harvicks Sieg dahingehend entwertet, dass er nicht als automatische Qualifikation für die "Championship 4" in Homestead dient.

Somit werden beim Can-Am 500 am Sonntag in Phoenix noch drei Finaltickets vergeben. Die besten Chancen haben derzeit Kyle Busch und Martin Truex Jr. mit 28 beziehungsweise 25 Punkten Vorsprung auf den "Cut". Harvick hingegen hat nur noch drei Punkte Vorsprung auf diesen.

Aktuell nicht für das Finale qualifiziert wären Kurt Busch, Chase Elliott, Aric Almirola und Clint Bowyer. Sie alle können sich in Phoenix noch ins Finale fahren, wobei vor allem Bowyer aufgrund seines Rückstands von 51 Punkten fast schon auf den Rennsieg angewiesen ist. Inklusive der Bonuspunkte in den ersten beiden Rennsegmenten (Stages) gibt es am Sonntag noch maximal 60 Punkte zu holen.

"Umgedrehtes" Phoenix nach Modernisierung

Die Pole-Position für das letzte Rennen der "Round of 8" hat sich ausgerechnet der im Nachgang zum Texas-Rennen bestrafte Kevin Harvick (Stewart/Haas-Ford) geholt. Im Qualifying am Freitag umrundete er das nun "umgedrehte" Phoenix-Oval mit einer Q3-Rundenzeit von 25,836 Sekunden.

"Umgedreht" deshalb, weil die ehemaligen Turns 1/2 jetzt die Turns 3/4 sind und die ehemaligen Turns 3/4 jetzt die Turns 1/2. Seit dem Frühjahrsrennen hat man Start/Ziel kurz vor den Knick ("Dog Leg") auf der ehemaligen Gegengerade verlegt. Die Boxengasse liegt nun nicht mehr an einer Gerade, sondern innerhalb der Turns 3/4.

Unbeeindruckt vom Umbau der Strecke, der mit einer Modernisierung des Infields einherging, fuhr Harvick zum zweiten Mal in seiner persönlichen Phoenix-Laufbahn auf die Pole-Position. Sollte er am Sonntag zum bereits zehnten Mal in Phoenix gewinnen, wäre ihm das eigentlich schon in Fort Worth sicher geglaubte Finalticket doch wieder sicher.

Nur vier Playoff-Teilnehmer im Q3

Während Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet) mit einem Rückstand von 0,035 Sekunden auf Polesitter Harvick Zweitschnellster war und damit am Sonntag ebenfalls aus der ersten Reihe auf die Jagd nach einem Finalticket geht, haben es abgesehen von diesen beiden nur zwei weitere Playoff-Teilnehmer ins zwölfköpfige Q3 geschafft: Kyle Busch (Gibbs-Toyota; 6.) und der bereits sicher für Homestead gesetzte Joey Logano (Penske-Ford; 9.).

Im Umkehrschluss scheiterte die andere Hälfte der acht noch im Titelrennen befindlichen Fahrer in Q2 am Einzug ins letzte Quali-Segment. Es handelt sich dabei um Titelverteidiger Martin Truex Jr. (Furniture-Row-Toyota; 13.) sowie Harvicks drei Stewart/Haas-Teamkollegen Kurt Busch (14.), Clint Bowyer (16.) und Aric Almirola (18.).

Der Start zum Can-Am 500 in Phoenix erfolgt am Sonntag kurz nach 20:30 Uhr MESZ. Die Renndistanz, um auf die in diesem Fall 500 Kilometer des Renntitels zu kommen, beträgt 312 Runden. Das Schema für die Unterteilung in die Stages lautet 75-75-162 Runden.

© Motorsport-Total.com

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