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Jimmie Johnson fuhr beim punktelosen Clash in Daytona mit Clash zum Sieg
Jimmie Johnson fuhr beim punktelosen Clash in Daytona mit Clash zum Sieg © LAT
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Punkte gibt es keine, aber der erste NASCAR-Sieg 2019 geht nach zwei Rotphasen und einem von ihm ausgelösten Massencrash an Jimmie Johnson.

Das NASCAR-Jahr 2019 hat seinen ersten Rennsieger.

Beim nicht zur Meisterschaft zählenden, weil punktelosen, Einladungsrennen in Daytona, dem Advance Auto Parts Clash, hat sich am Sonntag direkt nach dem Qualifying zum Daytona 500 ein Hendrick-Pilot durchgesetzt: Jimmie Johnson, der damit erstmals seit knapp zwei Jahren wieder ein Rennen gewonnen hat.

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War es im Daytona-500-Qualifying Youngster William Byron, der auf die Pole-Position für kommenden Sonntag fuhr, so setzte sich Routinier Johnson im Clash, der vorzeitig abgebrochen wurde, mit einem kontroversen Manöver durch, das einen Massencrash ("Big One") auslöste.

Nach 17 Jahren mit seinem langjährigen Crewchief Chad Knaus ist es nun für Johnson bei dessen erstem Renneinsatz mit seinem neuen Crewchief Kevin Meendering direkt ein Sieg - wenngleich er dafür keine Punkte kassiert. So oder so ist es für Johnson der erste Auftritt in der Victory Lane, seit er im Juni 2017 in Dover gewonnen hatte. Und nach 2005 ist es für ihn der zweite Sieg beim Advance Auto Parts Clash, der in der Vergangenheit je nach Titelsponsor unter den Bezeichnungen Busch Clash, Budweiser Shootout und Sprint Unlimited geläufig war.

Die Startaufstellung wurde wie bei diesem Rennen üblich ausgelost, wobei die Crewchiefs der 20 teilnehmenden Piloten am Samstagabend die Startpositionen zogen. Greg Erwin, der Crewchief von Paul Menard (Wood-Ford) zog die Nummer 1 und bescherte Menard damit die Pole-Position. Von dieser verlor der Sieger des Brickyard 400 des Jahres 2011 die Führung aber direkt auf den ersten Metern an den neben ihm aus der ersten Reihe gestarteten Kyle Busch (Gibbs-Toyota).

Zwei Rote Flaggen

Menard schlug umgehend zurück und führte bis zur achten Runde. Dann kam aufgrund eines Regenschauers die Gelbe Flagge heraus. Nach einer kurzen Rotphase, die ausgerufen wurde, um das 2,5-Meilen-Oval in Daytona mit Air-Titans und Jet-Dryers zu trocknen, ging es weiter. Menard führte das Feld in Single-File-Formation, also in einer einzigen Spur, bis in die 25. Runde an. Für diese Runde war die Gelbphase angekündigt, die das 75-Runden-Rennen in zwei Segmente teilt.

Menard aber kam direkt vor der Gelbphase zum Boxenstopp und hatte dabei fast das gesamte Feld hinter sich. Nur fünf Piloten, angeführt von Austin Dillon (Childress-Chevrolet) sahen die Gelbe Flagge auf der Strecke. Als sie dann unter Gelb an die Box kamen, ging die Führung wieder an Menard über. Am schnellsten abgefertigt wurde zwar Aric Almirola (Stewart/Haas-Ford), doch er wurde in der Boxengasse "geblitzt" und ebenso bestraft wie sein neuer Teamkollege Daniel Suarez. Beim Stopp des Mexikaners sprangen zu viele Mechaniker der #41-Stewart/Haas-Crew über die Mauer.

Johnson löst "Big One" aus und gewinnt

Menard führte das Feld ins zweite Rennsegment, aber nur wenige Runden später setzte erneut Regen ein. Wieder kam für einige Minuten die Rote Flagge heraus, um die Strecke zu trocknen. Nach dieser zweiten Rotphase standen noch 30 Runden an. Menard führte weiter - bis 20 Runden vor Schluss. Dann gab es den großen Knall.

Jimmie Johnson ging auf der Gegengerade links neben Menard, um ihm die Führung abzunehmen. Dabei verschätzte sich Johnson, es kam zur Kollision, bei der sich Menard vor dem restlichen Feld drehte und damit einen "Big One" mit dem Großteil der 18 nachfolgenden Piloten auslöste. Abgesehen von Johnson kamen nur Kurt Busch (Ganassi-Chevrolet) sowie Joey Logano (Penske-Ford) und Ryan Blaney (Penske-Ford) ohne Blessuren durch. Im Gegenzug waren 16 Piloten in diese Massenkarambolage verwickelt.

Bevor es zum Restart kommen konnte, öffnete der Himmel zum dritten Mal in diesem eigentlich kurzen Rennen seine Schleusen - und diesmal endgültig. Nach 59 der geplanten 75 Runden war die dritte Rote Flagge diejenige, die das Rennen vorzeitig beendete. Hinter Sieger Jimmie Johnson ging Platz zwei an Ganassi-Neuzugang Kurt Busch, Platz drei an Titelverteidiger Joey Logano, Platz vier an dessen Penske-Teamkollegen Ryan Blaney. Ab P5 im Rennergebnis waren die Piloten in den "Big One" verwickelt, wobei sich einige noch ins Ziel retten konnten, andere nicht.

© Motorsport-Total.com

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