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Missetäter können in der NASCAR-Serie künftig den Rennsieg verlieren
Missetäter können in der NASCAR-Serie künftig den Rennsieg verlieren © LAT
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Zäsur in den NASCAR-Serien: Bei technischen Vergehen können Rennsieger ab dieser Saison noch am Renntag disqualifiziert werden - Untersuchung in 90 Minuten.

Nach mehr als 60 Jahren ändert die NASCAR ihr Vorgehen bei Verstößen gegen das technische Reglement. Hatten diese bisher in der Regel nur Geldstrafen, Punktabzüge oder Sperren gegen Teammitglieder zu Folge und keine Auswirkungen auf das Rennergebnis, droht den Siegern ab dieser Saison bei schweren Verstößen die Disqualifikation.

"Das ist ein Paradigmenwechsel. Wir müssen uns auf das konzentrieren, was auf der Rennstrecke passiert. Untersuchungen und Strafen dürfen keine Nebenkriegsschauplätze eröffnen. Rennautos müssen vom Öffnen der Garage bis zur Zielflagge den Regeln entsprechen", stellte NASCAR-Vizepräsident Steve O'Donnell klar.

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Im NASCAR-Cup sowie in der Xfinity- und Truck-Serie führt eine sogenannte L1-Strafe nun automatisch zum Wertungsausschluss. Der betroffene Fahrer und das betroffene Team verlieren damit nicht nur den Rennsieg, sondern auch alle Stage- und Playoff-Punkte und werden auf den letzten Rang gesetzt. Die nachfolgenden Piloten rücken entsprechend nach vorne.

Die Untersuchungen will die NASCAR innerhalb von 90 Minuten nach dem Rennende abschließen und dann einen offiziellen Sieger verkünden. Die Teams erhalten allerdings die Möglichkeit, Einspruch gegen eine etwaige Disqualifikation einzulegen.

"Unsere Fans haben uns klar zu verstehen gegeben, dass sie nicht wollen, dass am Dienstag oder Mittwoch nach dem Rennen Strafen ausgesprochen werden", sagt O'Donnell über die bisherige Praxis, bei der Strafen teilweise Tage nach dem Rennen und langwierigen Untersuchungen im NASCAR-Entwicklungszentrum folgten.

"Wenn man am Sonntagabend die Rennstrecke verlässt, sollte man unserer Meinung nach wissen, wer der Sieger ist. Wir wissen, dass das mit Blick auf Sponsoren und andere Dinge schwierig sein kann, haben den Teams aber in den vergangenen sechs Monaten klargemacht, dass das der Weg ist, denn wir einschlagen wollen. Macht eure Sachen richtig!", so O'Donnell weiter. " Der Kampf sollte zwischen den besten Fahrern der Welt auf der Rennstrecke und nicht im Windkanal stattfinden."

An der Rennstrecke wird die NASCAR das Auto des Erst- und Zweitplatzierten sowie ein weiteres, nach dem Zufallsprinzip ausgewähltes Auto untersuchen. Ein weiteres, ebenfalls zufällig ausgewähltes Fahrzeug, soll im NASCAR-Entwicklungszentrum in Concord nach jedem Rennen intensiv untersucht werden. Aufgrund dieser Untersuchung sollen aber keine Strafen ausgesprochen werden. Allerdings werden alle Teams über die Ergebnisse informiert.

© Motorsport-Total.com

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